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Der Punjab:
Der Punjab war der Teil Indiens, der während
der Teilung am meisten unter Verwüstungen und
Beschädigungen zu leiden hatte. Um so erstaunlicher ist
die Tatsache, daß der Punjab heute der reichste Staat
des Subkontinents ist. Der Punjab besitzt keine
Bodenschätze und keine natürlichen Vorteile, die dazu
hätten führen können, es war Schlicht und einfach harte
Arbeit der Punjabis. Vor der Teilung erstreckte |
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Punjab_Vaishakhi |
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sich der Punjab auch über ein Gebiet, das
heute jenseits der Grenze zwischen Pakistan und Indien liegt.
Die Hauptstadt war damals Lahore, heute die Hauptstadt des
pakistanischen Teils des Punjab. Die Teilung ging quer durch
die Bevölkerung. Da man die Moslems von den Sikhs trennen
wollte, wurden zwei Staaten geschaffen. Folge dieser
widersinnigen Teilung war, daß Millionen von Sikhs und Hindus
in Richtung Osten flohen und etwa die gleiche Anzahl Moslems
Richtung Westen flüchtete. Entsetzliche Massaker auf beiden
Seiten gingen mit diesem Flüchtlingsstrom einher. Politische
Forderungen der Sikhs, Terror und Bürgerkrieg haben den staat
in jüngster Zeit sehr geschwächt. Das Ergebnis und der
traurige Höhepunkt dessen sind bisher der Sturm des
Tempelheiligtums in Amritsar 1984 durch Regierungstruppen und
die Ermordung von Indira Gandhi. Die Forderungen der Sikhs
sind ein wenig nebelhaft und für Außenstehende kaum
verständlich. |
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Die bedeutendste Stadt im Punjab ist Amritsar, die heilige
Stadt der Sikhs. Da sie in unmittelbarer Nähe der Grenze zu
Pakistan gelegen ist, hielt man es für sicherer, eine weiter
im Landesinnern gelegene Stadt als Hauptstadt zu benennen.
Zunächst entschied man sich für Shimla, die alte
Sommerresidenz aus der Zeit der englischen Besetzung. Später
wurde dann Chandigarh entworfen, eine neu geplante Stadt, die
heute die Hauptstadt des Punjab 1966 wiederum eine Teilung.
Diesmal Spalteten sich die zwei vorherrschenden Sprachgruppen,
nämlich die Sikh und die Punjabi sprechende Bevölkerung. So
kam es zu dem heutigen Doppelstaat Punjab und Haryana.
Gleichzeitig wurden einige Gebiete im Norden an Himachal
Pradesh abgegeben. Chandigarh liegt direkt an der Grenze
zwischen dem Punjab sowie Haryana und war bis 1986 Hauptstadt
beider Staaten. Seither gehört es ganz zum Punjab, um die
Sikhs zu besänftigen. Gleichwohl dient es auch Haryana in
Ermangelung einer anderen Wahl vorübergehend als
Verwaltungszentrum. |
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Bei der Teilung war der
Punjab nahezu verwüstet, und alles lag am Boden. Aber
die Sikhs vollbrachten mit ihrem unerschütterlichen
Lebenswillen und mit ungeheurer Energie Wunder. Liest
man die Statistiken über Indien, dann weist der Punjab
Zahlen auf, von denen andere Staaten nur träumen. Das
Pro-Kopf-Einkommen liegt im Punjab um 50% über dem
Durchschnitt von ganz Indien, gefolgt von Haryana, das
an zweiter Stelle liegt. |
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Punjab
Economy |
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Obwohl die Punjabis nur 2½ % der Gesamtbevölkerung Indiens
ausmachen, tragen sie mit stolzen 60% zum Weizenüberschuß und
mit 50% zum Reisüberschuß bei. Die Punjabis produzieren ein 5%
sind sie an den Gesamtsparguthaben der Inder beteiligt. Ihnen
gehört 1% der Fernsehgeräte, die in Indien installiert sind,
und ihre Lebenserwartung liegt mit 75 Jahren deutlich über der
durchschnittlichen Lebenserwartung der übrigen Inder, die nur
60 Jahre beträgt. Der Punjab ist zwar vorwiegend ein
Agrarstaat, verfügt aber doch über wichtige Industrien. Dazu
gehört in Ludhiana beispielsweise die Fahrradfabrik Hero,
Indiens größter Fahrradhersteller. Aber auch auf einem anderen
Gebiet liegen die Punjabis an der Spitze: Sie haben den
höchsten Alkoholverbrauch in Indien. Das Metallarmband (Kara),
das sie als Sikhs tragen müssen, eignet sich hervorragend zum
Öffnen der Bierflaschen. |
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Für den erlebnishungrigen
Touristen hat der Doppelstaat Punjab und Haryana nicht
allzu viel zu bieten. In Haryana ist es die neue Stadt
Chandigarh und im Punjab Amritsar, die goldene Stadt der
Sikhs, die Toristen anlocken. Abgesehen von diesen beiden
Orten liegen die beiden Staaten eigentlich nur auf den
Transitstrecken des Tourismus. Sie liegen auf dem weg zu
den Gebirgsorten von Himachal Pradesh und der Wunderwelt
Kaschmirs, die bei Touristen wesentlich beliebter sind. |
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Punjab: Suraj
Kund Mela |
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Die
Sikhs: Ex waren die Sikhs, die den Punjab zu
dem erstaunlichen Erfolg verhalfen. Sie gehören zu den
wohl interessantesten Volksgruppen von Indien. Auf ihre
Sitten, Bräuche und Religion wird im Einführungsteil in
einem besonderen Kapitel eingegangen. Sie sind auch im
Alltagsleben sofort erkennbar. Da sie aus religiösen
Gründen ihr Haar (Kesh) nicht schneiden dürfen, tragen
alle Männer Bärte und Turbane. Auch ihre körperliche |
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Punjab: Turle
waali Pagri |
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Verfassung ist beeindruckend. Sie sind groß und
stattlich; einen schmächtigen Sikh werden Sie nicht finden.
Die Sikh-Frauen tragen mit ihren ausgefallenen Gewändern
ebenfalls dazu bei, sie sofort in der Menge zu erkenne. Sie
tragen den Salvar kamiz, ein Gewand, das einem Schlafanzug
ähnelt und bei dem die Hosen an den Fesseln zusammengehalten
werden. Darüber wird ein langes Hemd getragen, das nicht
selten bis zu den knien reicht. Alle Sikhs tragen den Beinamen
“Singh”; Dies bedeutet Löwe. Unerklärlich ist, warum die Sikhs
in Indien Opfer vieler Witze sind. Trotz ihres so
unglaublichen Erfolges werden sie von der Mehrheit der Inder
stets als einfältig und dumm hingestellt. Ein Beispiel hierfür
anzugeben, ist kaum möglich, da die Übersetzung nie das
wiedergibt, was den Reiz wirklich ausmacht. Sie sind jedoch
den Witzen ähnlich, die in Heimatländern über bestimmte
Volksgruppen auch erzählt werden. Unverständlich bei den
Witzen über die angeblich so einfältigen Sikhs ist aber, daß
es ausgerechnet die Sikhs sind, die eine besondere Begabung
für all das besitzen, was den Umgang mit Maschinen angeht. Wo
immer in Indien Verständnis für Technik erforderlich ist, sind
die Sikhs zur Stelle. Ganz gleich, ob es um die Bedienung
einer Maschine, das Führen einer Auto-Rikscha oder das Fliegen
einer Boeing 747 geht, die Sikhs sind mit einer
unverhältnismäßig hohen Zahl beteiligt. |
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Feste von Punjab im Jahr 2010 |
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Feste |
Ort |
Termine |
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Quila Raipur , Ludhiana |
Rural Olympics (Punjab) |
Januar/Februar |
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Anand Pur Sahib, Ropar |
Hollah Mohllah (Punjab) |
März |
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Talvandi Sahib, Bhatinda |
Baisakhi (Punjab) |
April |
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Muktsar, Faridkot |
Mag Mela (Punjab) |
Januar |
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Kaler Purnima, Amritsar |
Ramteerth Mela (Punjab) |
November |
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Fatehgarh Sahib, Patiala |
Sahidi Jod Mela (Punjab) |
Januar/Februar |
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Jalandhar, Jalandhar |
Sodal Mela (Punjab) |
September |
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Chappar, Ludhiana |
Chappar Mela (Punjab) |
September |
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