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Der südlichste Staat des Subkontinentes ist
viel “indischer’’ als die anderen Bundesstaaten. Weil die
Arier ihren Einfluß und ihre Gewohnheit, Fleisch zu essen,
nicht so weit nach Süden brachten, wurde dieser südlichste
Teil Indiens die wahre Heimat des Vegetariers. Die frühen
moslemischen Invasoren und später auch die Moguln drangen
immer nur für kurzen Zeitraum in diese Region ein. Dadurch
gelangte die Hindu-Architektur zur schönsten Blüte, während
eine Moslem-Architektur dagegen praktisch nicht existiert.
Bedeutungslos blieb auch der Einfluß der Briten, obwohl Madras
ihr erster richtiger Standort auf dem Subkontinent war. Im
Süden gab es einige drawidische Königreiche. Die ältesten
waren die der Pallavas mit ihrer Hauptstadt Kanchipuram. Sie
wurden von den Cholas entmachtet, die sich um Tanjore
angesiedelt hatten. Weiter südlich regierten von Madurai aus
die Pandyas, während im Nachbarstaat Karnataka die Chalukyan
die Mächtigen waren.
Tamil Nadu ist die Heimat drawidischer Kunst und Kultur, die
am ehesten in den sagenhaft fein ausgeschmückten Tempeln mit
den hohen Türmen (Gopurams) sichtbar wird, Eine Reise durch
Tamil Nadu ist denn auch eher eine Reise von Tempel zu Tempel
als eine Reise durch einen Bundesstaat. Sie wird durch Städte
wie Kanchipuram, Chidabaram, Tiruchirappalli, Tanjore, Madurai
und Rameswaram führen. Es gibt aber auch sehr alte Tempel in
Tamil Nadu, besonders die alten Heiligtümer von Mahabalipuram.
Und nicht zuletzt verfügt dieser Staat über einige wichtige
Wildparks, schöne Strände und eine ganze Reihe herrlicher
Bergorte, wie z. B. Ooty. Die einheimischen Menschen, die
Tamilen, sind mit ihren vertrauten Gesichtern nicht nur hier
in Tamil Nadu bekannt, sondern sie wanderten auch nach
Singapur, Malaysia und Sri Lanka aus. Eigentlich paßt zu ihrer
Eigenschaft, besonders harte Arbeiter zu sein, gar nicht die
Tatsache, daß Tamil Nadu ein Staat mit einer sehr heiteren,
gelassenen Lebensart ist. Man läßt sich und die Dinge treiben,
und sogar Madras als viertgrößte Stadt Indiens gibt sich
gelassen, ohne Hast und ist nicht so übervölkert wie viele
Städte im Norden. Man denke nur an Bombay und Kalkutta. Dem
Reisenden hat Tamil Nadu viel zu bieten. Auch das Reisen an
sich ist angenehm, vor allem aber die Quartiere. Die Preise
liegen meistens unter denen, die man vom Norden her gewohnt
ist, und die Qualität der Unterkünfte ist dennoch meist besser.
Tamil Nadu besitzt viele moderne, preiswerte Hotels. Auch das
Essen ist hier gut, selbst wenn Sie die Thalis nach einiger
Zeit nicht mehr mögen. Sie schmecken gut und sind bekömmlich
sowie preiswert. |
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ARCHITEKTUR
Die drawidischen Tempel, wie man sie im Süden vorfindet,
vor allem in Tamil Nadu, unterscheiden sich
grundsätzlich von den klassischen Tempelformen des
Nordens. Das zentrale Heiligtum ist stets mit einem Turm
in Pyramidenform überbaut. Dieser hat mehrere Stockwerke,
die Vimana. Zum Schrein führen ein oder mehrere
Eingangstore, die Mandapams, Rings um den Mittelschrein
finden Sie ein Anzahl von Höfen, Einfriedungen und sogar
Wasserbecken. Viele der größeren Tempel haben “Tausend-Säulen-Hallen’’.
Das muß jedoch nicht wörtlich genommen werden, denn 1000
Säulen hat kaum eine Halle. Der Tempel von Madurai hat
997 Säulen, der Sri Rangana-thaswamy-Tempel in Trichy
940, und in Tiruvarur sind es nur 807.
Den gesamten Tempelkomplex umgibt eine hohe mauer, über
deren Eingangstore |
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Madurai,
Temple interior |
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sich Gopurams erheben. Diese rechteckigen,
pyramidenförmigen Türme sind das bestimmende Element der
drawidischen Tempel. Häufig sind sie 50 m hoch. Aber nicht die
Höhe macht sie so interessant. Sie sind meist über und über
mit Skulpturen von Göttern, Dämonen, Sterblichen und Tieren
verziert. Sie sprühen förmlich von Ausgelassenheit und
scheinen fast so lebendig wie manche indische Straße. Das aber
nicht nur allein: Manchmal sind sie in so bunten Farben bemalt,
daß man sich fast wie in einem Disneyland der Hindu vorkommt.
Dies ist aber beileibe keine Erscheinung der Gegenwart, denn
wie früher die Tempel im alten Griechenland auch, waren sie zu
jeder Zeit mit grellen Farben bemalt. |
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Feste von Tamil Nadu im Jahr 2010 |
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Feste |
Ort |
Termine |
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Pongal |
Tamil Nadu |
Jan. |
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Thai Pusam |
Tamil Nadu |
Jan. |
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Thyagaraja Music Festival |
Thiruvaiyaru, Thanjavur, |
Jan. |
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Natyanjali Festival |
Chidambaram |
Feb. |
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Gharana Music Festival |
Chennai |
März |
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Panguni Uttiram |
Coimbatore |
April |
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Tamil New Year |
Tamil Nadu |
April |
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Vaikasi Visakam
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Tamil Nadu |
Mai |
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Velankanni Church Festival |
Velankanni |
Sept. |
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Chennai Music Festival
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Chennai |
Dez. |
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Sri Krishna Gana Sabha |
Chennai |
Dez. |
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Vaikunta Ekadesi
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Tamil Nadu |
Dez. |
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Mamallapuram Dance Festival |
Mamallapuram |
Dez. |
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Peria Kirthigal |
Trupparankundram |
Oktober/November |
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Panimaya Matha Festival |
Tuticorin |
August |
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Eallazhagar |
Bannaral |
April/Mai |
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Kundam |
Chikkaram- sampalayam |
März/April |
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