Kleidung in
Indien
Mit
leichter Kleidung, vorzugsweise aus Baumwolle, und bequemen Schuhen
ist man in Indien für den Tag gut ausgerüstet.In Südindien ist für abends und höher gelegene
Regionen ein leichter Pullover und eine Wolljacke zu empfehlen.
Im Nord- und Westindien kann es zwischen November und Februar
nachts empfindlich kalt werden. Es ist also ratsam, beim Einpacken
an einen warmen Schlafanzug, dicke Socken und eine Jacke zu
denken.
Von allzu großer Freizügigkeit sollte man absehen.Außerhalb des Hotels ist man mit langen Röcken oder
Hosen und schulterbedeckten, undurchsichtigen Oberteilen korrekt
gekleidet.Generell sollte aus Schutz vor der Sonne eine Kopfbedeckung, eine
Sonnenbrille und ein Sonnenschutzmittel im Reisegepäck nicht
fehlen. Badesachen dürfen auch nicht fehlen, da viele Hotels
über schöne Poolanlagen verfügen. Für den
Besuch von Tempeln und Kirchen sollte man immer ein Paar Socken
dabei haben.Qualitativ gute Kleidung ist in Indien übrigens preiswert
zu kaufen oder in kurzer Zeit schneidern zu lassen.
Währung in Indien
Landeswährung
ist die Indische Rupie (INR). 1 Indische Rupie entspricht 100
Paisa. Für 1 Euro öS/0,5 erhält man etwa
60 Rupien. Das Ein- und Ausführen von Landeswährung ist nicht
gestattet. Devisen dürfen unbegrenzt eingeführt werden, jedoch müssen
Beträge über 5000 US$ in bar oder über
10000 in Reisecheques bei der Einreise deklariert
werden .Der Umtausch ist in Hotels und Banken möglich, wobei jener
im Hotel zu empfehlen ist, da er mit vergleichsweise geringem
bürokratischen Aufwand abläuft. Daneben ist die Mitnahme
von Euro - und US Dollar Reisecheques zu empfehlen. Alle gängigen Kreditkarten werden in den größeren
Hotels und Geschäften akzeptiert.
Indien Zeitumstellung
Während
der Sommerzeit ist Indien der mitteleuropäischen Zeit um
3 Stunden 30 Minuten voraus. Während der Winterzeit um 4
Stunden 30 Minuten.
Elektrizität
Meist
220Volt-Wechselstrom; die Steckdosen variieren jedoch, so dass zu
empfehlen ist, einen Satz von Adaptersteckern (hauptsächlich
englisches System) mitzubringen.
Telefonnieren
In
ganz Indien ist es möglich, außerhalb des Hotels zum
normalen Tarif zu telefonieren. Achten Sie auf die kleinen Shops,
die die Zeichen PCO, STD, ISD tragen und diese meist per Leuchreklame
gut sichtbar machen. PCO steht für lokale Gespräche, STD
für Gespräche innerhalb Indiens und ISD für internationale
Gespräche. Von hier aus können Sie problemlos Ihre Telefonate
führen, achten Sie lediglich darauf, dass an das Telefon ein
Drucker angeschlossen ist, der Ihnen gleich im Anschluss an das
Gespräch eine Rechnung über die fälligen Gebühren
ausdruckt.
Essen und Trinken in Indien
Vom
Essen und Trinken auf der Strasse ist generell abzuraten, vor allem
an den ersten Tagen Ihres Indienaufenthalts. Später, sollte
man doch einmal von dem verlockenden Angebot kosten wollen, ist
unbedingt zu empfehlen, sich an die vollständig durchgebratene
bzw. durchgekochte Speisen zu halten.Vom Trinken des Wassers aus öffentlichen Leitungen ist dringend
abzuraten. Es ist kein Trinkwasser! Inwieweit man das Wasser zum
Zähneputzen verwenden möchte, bleibt einem selbst überlassen.
"Mineralwater", das in Indien dem europäischen Stillen
Wasser entspricht, ist überall erhältlich, nur sollte
man beim Kauf zur eigenen gesundheitlichen Sicherheit darauf
achten,
dass die Flasche auch wirklich versiegelt ist.Die indische Küche bietet eine breite Auswahl an vegetarischen
und nicht-vegetarischen Gerichten. Indisches Essen muss nicht scharf
sein, ist aber in der Regel gut gewürzt. Neben dem guten Geschmack
sorgen die Gewürze für eine Anregung der Magensaftproduktion
und somit für eine geregelte Verdauung, die einen vor mancher
Darminfektion infolge unsauberer Zubereitung schützt. Kräftiges
Salzen ist notwendig, damit der Körper genug Wasser binden
kann, was man zusammen mit dem Salz in der Hitze schnell wieder
ausschwitzt.
Alkohol in Indien
Alkoholika
gibt es in fast allen größeren Hotels, sie sind jedoch
im Vergleich zu nicht-alkoholischen Getränken und zum Essen
recht teuer. Dabei übersteigen die Preise der westlichen Spirituosen
bei weitem jene der einheimischen.Indische Bier- und Weinsorten sind es durchaus
wert, gekostet zu werden. Bekannte indische Biersorten sind Kingfisher und Golden
Eagle, die in der Regel in Flaschen zu 0,65 l serviert werden. Daneben
gibt es eine Reihe indischer Starkbiere, die bekanntesten Sorten
heißen Godfather, Kingfisher Strong und Thunderbold. Im Hotel
muss man mit einem Preis von über 100 Rupien pro Flasche
rechnen.Zu bedenken ist, dass die meisten Inder selber keinen Alkohol trinken
und der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit nicht erwünscht
ist.
Verhaltenstipps
in Indien
Mit der indischen Begrüßung
"Namasté", gefalteten Händen und einem Lächeln
auf den Lippen findet man in Indien schnell Freunde. Inder und
Inderinnen freuen sich in der Regel über den Kontakt zu ausländischen
Gästen, man sollte sich also nicht scheuen, sie selber anzusprechen.
Sich ansprechen zu lassen, ist jedoch gerade an von Touristen
stark frequentierten Orten und Plätzen mit Vorsicht zu genießen.
"Bitte" und "Danke" sind in Indien nicht so
üblich wie hierzulande. Das darf jedoch nicht als Unhöflichkeit
verstanden werden, es wird einfach nicht so viel Wert darauf gelegt.Tempel,
Kirchen und Moscheen dürfen nicht mit Schuhen betreten werden.
In Jain-Tempeln sind zudem alle Lederartikel (Gürtel, Taschen
etc.) und Zigaretten verboten. Während man buddhistische
Schreine ohne Kopfbedeckung betritt, ist das Tragen einer Kopfbedeckung
in Moscheen und islamischen Heiligtümern Vorschrift. In Tempeln
ist es verboten Gebetsfahnen, Opferblumen sowie andere religiöse
Gegenstände zu berühren. Achten Sie generell darauf,
religiöse Stätten nicht mit kurzer Hose und schulterfreiem
oder durchsichtigem Oberteil zu besuchen.Respektieren Sie eventuelle
Fotografierverbote und seien Sie bei Ihrer Suche nach Motiven
aufmerksam gegenüber dem Wunsch all jener Menschen, die nicht
fotografiert werden möchten. Viele InderInnen lassen sich
gerne ablichten, rechnen Sie jedoch damit, dass einige von ihnen
im Nachhinein Geld dafür verlangen werden. 10 Rupien sind
für diesen Fall angebracht.Von Schmuserei und engem Körperkontakt
in der Öffentlichkeit sollte abgesehen werden, da es das
Schamgefühl der Einheimischen verletzt. Bikinis und Badehosen
sind nur am Hotel-Pool oder an Touristenstränden angebracht.Stromausfälle
und längere Wartezeiten im Verkehr sollte man mit Ruhe und
Gelassenheit hinnehmen. Sie gehören zum Leben in Indien dazu
und sind aus dem indischen Alltag ebenso wenig wegzudenken wie
die "heiligen" Kühe auf der Strasse.Versuchen Sie
stets, das Interessante und Wertvolle an dieser anderen Lebensart
zu entdecken.
Alleinreisende
Frauen in Indien
Im
Allgemeinen können Frauen in Indien alleine problemlos reisen.
Von Vorteil ist es, sich in der Kleidung an die Sitten und Gebräuche
der Inderinnen anzupassen. So fällt man weniger auf und ist
weniger neugierigen Blicken ausgesetzt. Außerdem verringern
ein selbstbewusstes Verhalten und das Vermeiden von Blickkontakt
die Gefahr einer ungewollten Anmache. Eine scharfe Abfuhr, notfalls
eine Ohrfeige, sollte ausreichen, um einen allzu aufdringlichen
Verehrer unter den im Allgemeinen eher zurückhaltenden Indern
abzuwehren.
Indien: Trinkgelder
Trinkgeld
ist in Indien nie preisinklusive. Im Restaurant werden in der Regel
10% der Rechnungssumme erwartet, bei größeren Rechnungen
etwas weniger.Für alltägliche Dienste, wie sie vom
Fahrer, der Toilettenfrau,
dem Gepäckträger, dem Zimmermädchen etc. verrichtet
werden, gibt man einmal am Tag etwa 10 - 20 Rupien. Gleich beim ersten
Geldtausch sollte man deswegen darum bitten, mehrere Noten zu 10
- 20 Rupien zu bekommen. Es ist zu empfehlen, ein paar davon immer griffbereit
in der Tasche zu haben.
Indien: Kriminalität
Indien
gilt als weitgehend sicheres Reiseland. Gewaltkriminalität
ist selbst in großen Städten selten, vor Taschendiebstahl
und kleinen Betrügereien beim Handeln muss man sich jedoch,
wie überall, in Acht nehmen. Wertsachen und wichtige Dokumente
sollte man auch im Hotel gut sichern, um keine böse Überraschung
zu erleben und die mühsame und langwierige Beschaffung von
Ersatzdokumenten zu umgehen.
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