Indischer
Kochkurs - Indisch kochen lernen
Indo Vacations organisiert für Sie Kochkurse für kurze und längere Dauer. Bei uns erhalten Sie die Einführung in die Küchengeheimnisse von Nord Indien so wie auch von Süd Indien. Unsere Kochlehrer und Lehrerinnen haben lange Erfahrungen und haben einen guten Namen in Indien gemacht. Sie können sich entweder zu einer Gruppe anschießen aber auch für einen individuellen Kochkurs entscheiden.
Während Ihr Aufenthalt haben Sie auch die Gelegenheit mit dem Koch auf dem Markt einkaufen zu gehen und die exotischen Gemüse und Fische mit einheimischen Namen kennenzulernen - Ein echter Spaß !
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von unserer Kochschule.
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Indisches Essen
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Die indische Küche steckt voller Überraschungen und
Köstlichkeiten. Dennoch werden Sie hin und wieder von den
angebotenen Gerichten enttäuscht sein. In kleineren Orten ist die
Auswahl an Mahlzeiten nicht sehr groß, und nicht selten läuft es
aus Reis und Dahl hinaus. Dagegen ist das Angebot in den
Großstädten vielfältig und ausgezeichnet.
Die Hindus sind aus religiösen Gründen Vegetarier. Dieses
Gebot wird aber nicht immer und überall beachtet. Strenge
Vegetarier sind nur die Inder im Süden, denn bis dort gelangte der
Einfluß der fleischverzehrenden Arier und Moslems nicht. Aber
selbst wenn in den meisten Landesteilen Fleisch gegessen wird, ist
dies nicht immer ein Genuß in Indien. Die Fleischqualität läßt oft
zu wünschen übrig, und man ist daher geneigt zu vermuten, daß die
Hähnchen nicht des Verzehrs wegen geschlachtet wurden, sondern den
Hungertod starben. Hinzu kommt, daß die hygienischen Gegebenheiten nicht immer ideal
und gesundheitsfördernd sind. Rindfleisch ist natürlich tabu, denn
die Kuh ist ja heilig. Dies führt zu interessanten indischen
Varianten, wie z. B. den “Hammelburger”. Für die Moslems ist das
Schweinefleisch verboten. Wie dem auch sei, es läuft immer wieder
darauf hinaus, daß Sie in Indien mehr Vegetarisches essen als zu
Hause, es sei denn, Sie sind selbst Vegetarier. |
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Bahnhofsgaststätten sind in puncto Essen ein heißer Tip in Indien.
Die Gerichte dort sind meist einwandfrei zubereitet, und wenn Ihr
Bedarf an Curry-Mahlzeiten wieder einmal gedeckt ist, dann
bekommen Sie dort auch ein Essen nach westlichen Vorstellungen,
nur teurer. Natürlich soll dies nicht heißen, daß die indischen
Bahnhofsrestaurants Treffpunkte kulinarischer Genießer sind. Aber
sie sind wirklich gut. Indische Versuche, die westliche Küche zu
interpretieren, lassen Europäer allerdings die Haare zu Berge
stehen. Es ist besser, die Inder kochen ihre eigenen Gerichte;
dies beherrschen sie besser. Wohlschmeckend und preiswert sind
auch die Mahlzeiten in den Zügen. Hinzu kommt, daß Sie ja bei
jedem Halt eines Zuges von ganzen Heerscharen von Essen – und
Getränkeverkäufern überrannt werden. Sie respektieren auch die
nächtlichen Stunden der Ruhe nicht, so daß ihr fröhliche und
lebhaftes “Chai Chai” auch Sie aus dem ohnehin durch das Rattern
des Zuges gestörten Schlaf reißt. Das Durcheinander, das den
Reisenden auf allen Bahnhöfen umfängt, sobald der Zug steht, ist
für jeden immer wieder faszinierend und eines der bleibenden
Erlebnisse einer Reise nach Indien.
Sollten Sie während
der Reise irgendwann einmal in die Situation geraten, daß Sie
wegen des indischen Essens physisch oder psychisch dem Tiefpunkt
nahe sind, dann lassen Sie sich nicht entmutigen. Es gibt eine
Reihe von Ausweichmöglichkeiten. Wer mit einer kleinen Reisekasse
durch Indien kommen muß, stellt sehr schnell fest, daß er an
Gewicht verliert und lethargisch sowie ausgelaugt wird. Um dem
abzuhelfen, müssen Sie Ihren Proteinbedarf auffüllen. Dies ist
relative einfach möglich durch vermehrten Verzehr von Eiern, die
in ausreichender Zahl überall erhältlich sind. Außerdem sollten
Sie den vermehrt Bananen, Mandarin, Orangen oder Peanuts essen. An
Bahnhöfen oder auf Märkten bekommen Sie die immer. Ganz
vorsichtige Traveller haben immer einige Vitamintabletten in
Gepäck. Eine weitere Möglichkeit ist, sich ab und an einmal ein
großartiges Mahl in einem teureren Hotelrestaurant zu leisten,
auch wenn Sie sonst einfach reisen. Vergleichen Sie den Preis für
das Menü dort mit dem, was Sie sonst ausgeben, wird er Ihnen
astronomisch hoch erscheinen. Aber denken Sie an die Preise zu
Hause. Ihr Gewissen wird sich dann schnell beruhigen.
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Beträchtliche
Unterschiede in der Verpflegung gibt es zwischen Nord und Süd.
Dies liegt teilweise an den klimatischen Bedingungen und zum
anderen an den historischen Einflüssen. Wie bereits erwähnt, wird
im Norden wesentlich mehr Fleisch gegessen, und die Gerichte sind
oft “a la mogul”. Dies bedeutet, daß die Gerichte enger mit der
Küche des Mittleren Ostens und Zentralasiens verwandt sind. Das
Schwergewicht liegt hier mehr bei den Gewürzen und nicht nur bei dem scharfen Curry. Im Norden wird auch mehr Getreide und Brot
als Reis gegessen. Der Süden dagegen unterliegt strikteren
vegetarischen Regeln. Es wird viel mehr Reis gegessen, und die
Curry-Gerichte scheinen noch schärfer zu sein. Eine weitere
Eigenart der südlichen Vegetarierküche ist, daß Sie zum Essen kein
Besteck bekommen, denn es wird nur mit der Hand, und zwar ohne
Ausnahme mit der rechten Hand gegessen. Das Essen mit den Fingern
vom Teller aufzupicken erfordert zwar einige Praxis, sie aber
schnell erworben wird. Man sagt dieser Art zu essen nach, daß sie
einem ein besseres “Gefühl” für das Essen vermittelt, das für die
südländische Küche unerläßlich ist, und zwar so unerläßlich, wie
Aroma oder Zubereitung wichtig für die anderen Küchen sind.
Darüber hinaus bringt diese Art zu essen Ihnen noch die
Sicherheit, nicht mit Bestecken in Berührung zu kommen, die
möglicherweise nicht einwandfrei sauber gespült worden sind.
Die meisten
einfachen Restaurants in Indien haben ihre Feuerstelle direkt vor
dem Haus, so daß Sie die Möglichkeit haben, zu begutachten, wie
die Mahlzeiten zubereitet werden. Das Gemüse liegt den ganzen Tag
über in siedendem Wasser, für Europäer mit dem Gefühl verbunden,
daß es total ausgekocht und labberig ist. An diesen einfachen
Essensplätzen bekommen Sie Dhal meistens kostenlos. Gezahlt wird
wird lediglich für Chappatis, Parathas, Puris oder Reis. Eine
bescheidene Mahlzeit können Sie sich schon aus gekochtem Gemüse (Sabzi),
Dhal und ein paar Chappatis zusammenstellen. Abwechslungsreicher läßt sich ein solches einfaches
Essen gestalten, indem Sie von allem nur die halbe Menge
bestellen, dafür aber mehrere Dinge nehmen. Nehmen Sie gar noch Chutney und Zwiebeln hinzu, die kostenlos abgegeben werden dann
bekommen Sie eine reichhaltige vegetarische Mahlzeit zu einem
günstigen Preis. Für ein Fleischgericht Zahlen Sie etwas mehr. In den
Restaurants an Bahnhöfen oder in einfachen Gaststätten müssen Sie
unbedingt die Rechnung überprüfen. Stimmt sie nicht, können Sie
ruhig reklamieren. Am anderen – oberen –
Ende des Preisgefüges in indischen Restaurants finden sich Speisen
in den 5-Sterne-Hotels. Sie grenzen an Luxus und sind, gemessen am
westlichen Standard, erstaunlich preiswert. Unterziehen Sie
sich aber einmal der Mühe festzustellen, was eine Mahlzeit in den
allerorts vorhandenen freundlichen Hilton-Hotels kostet. Ein
Globetrotter hat dies einmal in folgende Worte gefaßt:
Wer nicht gerade mit
einem äußerst kleinen Budget kämpfen muß, der sollte sich einmal
den Luxus erlauben, in Indien eine aufwendige, luxuriöse Mahlzeit
zu sich zu nehmen. Dann sind wohl am preiswertesten die “Buffet
Lunches”, d.h. Sie dürfen soviel essen, wie Ihr Magen faßt.
Gerichte dieser Art gibt es in vielen Hotels. Eines der besten in
dieser Hinsicht ist das im Hotel Taj Mahal Inter-Continental in
Bombay. Hier stimmt einfach alles: ein überladener Eßsaal, in dem
ein Orchester Spielt, und eine verwirrende Anzahl von Gerichten.
Dicht
gefolgt wird dieses Hotel vom Oberoi Grand in Kalkutta. Der Eßsaal
ist zwar nicht so groß und das Angebot auch nicht so vielfältig,
dafür ist die Qualität der einzelnen Gerichte erheblich besser. Wo
finden Sie schon eine Platte mit Steaks zur Selbstbedienung? Im
Grand Oberoi ist es etwas teuer als im Taj. Billiger ißt man im
Connemara in Madras. Auch hier ist das Angebot nicht ganz so
vielfältig, aber Sie stehen sicher zufrieden und gesättigt wieder
auf. Die Getränke sind allerdings in Hotels dieser Kategorie
unverhältnismäßig teuer. Weichen Sie auf einfaches Wasser aus oder
mixen Sie sich aus dem verfügbaren Eis einen Milchshake.”
Gleichwertige Menüs
bieten auch viele andere internationale Hotels an, z. B. das
Oberoi Palace in Srinagar. Reisenden mit wenig Geld bringt ein
Besuch eines dieser Luxusrestaurants eine willkommene Abwechslung
nach dem tagelangen Genuß von Dahl und Reis. In kleineren Hotels
und Restaurants erhält man oft ein besseres Essen, wenn man es
einen halben Tag oder früher im voraus bestellt.
Zu Guter Letzt noch ein paar Tips für den Umgang mit
Curry. Sie werden ohnehin nach einiger Zeit auch die schärfsten
Curry-Gerichte verkraften und allmählich die westliche Küche als
fad empfinden. Ist eine Mahlzeit dennoch einmal sehr scharf
gewürzt zu sein, dann lassen Sie auf jeden Fall die Finger vom
Wasser. Das hilft dann nämlich mit Sicherheit am wenigsten. Viel
besser sind dann Yoghurt (Curd) oder Früchte; sie bekämpfen die
Ursache schneller und wirksamer.
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Curry und Gewürze:
Obgleich
nicht alle Speisen in Indien Curry-Gerichte sind, so ist
Curry dennoch die Grundlage der indischen Küche. Curry muß
auch nicht so scharf sein, daß Ihnen der Mund zu
brennen scheint, obwohl dies häufig genug der Fall ist.
Curry ist auch nicht etwas, was abgepackt in kleinen Mengen
gekauft wird. Das Geheimrezept der indischen Küchenchefs
oder Hausfrauen ist die Mixtur aus bis zu 25 verschiedenen
Gewürzen, die das Currypuder ausmachen. Normalerweise sind
frische Gewürze die Grundlage, die man in einem Mörser mit
Hilfe eines Stößels zerkleinert. Dieses Werkzeug nennen die
Inder Sil-vatta. Wie die Gewürze jeweils gemischt werden,
ist das Geheimnis der Köche. Sie stellen sich so durch
eigene Kombinationen ihre Masalas her. So ist zum Beispiel
Garam Masala eine rote, Scharfe |
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Mischung aus Nelken
und Zimt mit Pfefferkörnern.
Sehr beliebt sind
auch Mischungen, die Safran enthalten. Safran ist ein sehr teures
Gewürz und wird aus Blumen gewonnen. Safran verleiht dem Reis die
brillante gelbe Farbe und den delikaten Geschmack. Turmeric
dagegen dient eher zur Farbgestaltung sowie zur Konservierung und
hat einen besonderen Geruch und Geschmack. Chilli ist die
Grundlage für alles. Ganz gleich, ob getrocknet oder Frisch
hinzugefügt, er verleiht einer Speise die besondere Schärfe. Zwei
Arten dieser Pflanze stehen zur Verfügung: rote und grüne, von
denen die grünen Chillis die schärferen sind. Ginger als Zutat ist
gut für den gesamten Verdauungstrakt, während viele Masalas noch
Coriander enthalten, weil angeblich der Körper durch ihn abgekühlt
wird. Das strenge, aber auch süße Cardamom findet Verwendung in
vielen Desserts sowie in Fleischgerichten. Weitere
Gewürzmischungen enthalten Muskatnuß, Zimt, Mohn, Kümmel,
Kreuzkümmel, Muskatblüte, Knoblauch und Nelken. |
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Brot und Getreide:
Ohne
jeden Zweifel ist der Reis Indiens Hauptnahrungsmittel, der auch
im ganzen Land gegessen wird. Aber nur im Süden ist er von
entscheidender Bedeutung. Im Norden wird der Reis ergänzt durch
viele Brotsorten, dort bekannt als Rotis (im Punjab als Phulka).
Sie finden unterwegs auch Brot, sogar geschnitten im westlichen
Stil, aber essen Sie es besser nicht, es ist fürchterlich; durch
und durch süß und nahezu ungenießbar. Den besten Reis bekommen Sie
im Norden, dies wird allgemein anerkannt. Denn dort wächst im
Dehra Dun Valley der Basmati-Reis. Die
indischen Brotsorten lassen an Vielfalt kaum einen Wunsch offen
und sind meist sehr schmackhaft. Die einfachste Sorte ist das
Chappati, hergestellt aus Wasser sowie Mehl und gebraten wie ein
Pfannkuchen. Fügt man Butter oder rein wenig Öl |
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hinzu, wird daraus ein Paratha. Im Fett gebraten entsteht hieraus
im Norden ein Poori und im Osten ein Loochi. Im Süden stellt man
aus getrockneten Linsen ein Brot her, das dort Dosa heißt, das
aber auch überall sonst in Indien anzutreffen ist. Dieser Brotteig
aus Linsen wird gern um Gemüse mit Curry gewickelt. Das Ganze
nennt man dann ein Masala Dosa, übrigens eine hervorragende
Zwischenmahlzeit.
Eine weitere Brotsorte, die gern gefüllt wird, ist Kachori.
Backt man das Brot im Ofen, wird ein Nan daraus. Aber was immer
Sie mit den indischen Rotis auch anstellen, sie schmecken
phantastisch.
Das Chaoppati oder
Paratha eignet sich auch hervorragend, um Speisen ohne Messer und
Gabel vom Teller in den Mund zu befördern. Finden Sie die
Bezeichnung Idli auf der Speisekarte, dann verbirgt sich dahinter
ein Reiskloß. Er wird häufig mit einer scharfen Yoghurt-Soße,
gewürzten Linsen oder Chutney serviert. Papadums sind krosse
Waffeln, die als Beilage zu Gerichten gereicht werden.
In der näheren Umgebung der Jami Masjid von Delhi werden
Sie als Besonderheit riesige Chappatis an den Verkaufsständen
entdecken; sie sind bekannt als Rumali. In einigen Bergorten wie
Nainital oder Mussoorie bekommen Sie auch Brot, wie wir es aus den
westlichen Ländern her kennen.
Die bekanntesten
Gerichte:
Curry
kann viel bedeuten, so unter anderem Gemüse, Fleisch (meist Huhn
oder Lamm) oder Fisch, aber stets sind die Zutaten in Ghee
gebraten, einem ausgelassenen Butterfett oder Pflanzenöl. Im
Norden wie im Süden bekommen Sie dazu Reis gereicht, im Norden
außerdem noch verschiedene Brotsorten. Es gibt noch einige dem
Curry verwandte Gerichte, jedenfalls sind sie dies nach unserem
westlichen Geschmack. Vindaloose haben eine Essigmarinade und sind
zudem meist etwas schärfer gewürzt als die Curry-Gerichte. Ein
beliebtes Essen in Goa ist das Pork Vindaloo. Kormas sind
reichhaltige und gehaltvolle Mahlzeiten, die geschmort sind.
Doopiaza bedeutet wörtlich “zwei Zwiebeln” und ist in Wahrheit
eine Art Korma, dem aber während zweier bestimmter Phasen der
Zubereitung Zwiebeln zugefügt werden. Das grundnahrungsmittel
Indiens schlechthin könnte aber Dhal sein, eine Art dicker
Linsensuppe. Linsen sind Masoor, Malka eine ihnen verwandte Art,
nur sind die Früchte größer. Dhal wird bei fast allen Gerichten
serviert, egal ob dies ein Curry ist oder rein ganz einfaches Mahl
mit Chappatis oder Reis. Nicht selten sind Dhal und Reis die
einzigen Gerichte auf der Speisekarte, so daß es durchaus möglich
ist, daß Sie diese beiden Nahrungsmittel leid sind, wenn Sie
Indien verlassen. In Bengalen und Gujarat ist das meist
verbreitete Dhal-Gericht (Linsensuppe) das gelbliche Arhar;
ebenfalls gelb ist in Bengalen das Channa Gericht, Mung dagegen
ist grün und Rajma eine indische Zutat zum Dhal.
Weitere Grundgerichte sind Mattar Panir (ein Currykäse),
Saag Gosht (Fleisch mit Spinat), Aludam (Kartoffel-Curry) und Alu
Chhole (scharf gewürzte süß-saure Kichererbsen mit
Kartoffel-scheiben). |
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Tandoori und
Biriyani:
Tandoori-Nahrung ist eine nordindische Spezialität und geht
auf den Lehmofen zurück, in dem die Mahlzeit gekocht wird,
nachdem sie in eine Soße aus Gewürzen und Yoghurt gelegt
wurde. Tandoorigerichte, besonders Tandoori-Huhn, sind nicht
ganz so scharf gewürzt wie die Curry-Mahlzeiten und munden
in der Regel phantastisch. Ein weiteres Gericht aus dem
Norden, aber mogulischer Herkunft, ist Biriyani. Besonders
gut schmeckt Biriyani-Huhn. Beim Biriyani wird das Huhn oder
anderes Fleisch mit einem schmackhaften, orangefarbenen Reis
gemischt, dem manchmal noch Nüsse oder getrocknete Früchte
beigegeben werden. Ein Pulao-Gericht ist eine einfachere
Variante des Biriyani. Sie finden es auch in anderen
asiatischen Ländern westlich von Indien. Wer immer die
vorgefaßte |
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Meinung vertrat, daß indische Gerichte immer nur Curries und stets
scharf gewürzt seien, der wird von den Tandoori – und
Biriyani-Mahlzeiten überrascht sein.
Regionale
Spezialitäten:
Rogan
Josh ist ein einfaches Curry-Lamm-Gericht aus dem Norden und aus
Kaschmir, wo es auch seinen Ursprung hat. Eine weitere Spezialität
aus Kaschmir ist Gushtaba, kräftig gewürzte Fleischklöße, die in
einer Yoghurtsoße gekocht wurden. Ebenfalls im Norden beheimatet
ist Chicken Makhanwala, eine reichhaltige Mahlzeit, die in
Buttersoße gegart wird. In den Küstenregionen werden hervorragende
Fischgerichte serviert, besonders in Bombay, wo Pomfret, ein der
Flunder ähnelnder Fisch, gern gegessen wird. Ebenfalls beliebt in
Bombay ist die “Bombay duck”. Dies ist aber keinesfalls ein
Entengericht, sondern ein weiteres Fischgericht. In Bomaby
beheimatet ist auch Dhansak, eine Spezialität der Parsen. Für
diese Mahlzeit kocht man Huhn oder Lamm zusammen mit Curry-Linsen
und gedünstetem Reis. Weiter südlich, in Goa, gibt es
hervorragende Fisch – und Garnelengerichte, und in Kerala hat sich
Cochin als Spezialität ebenfalls die Garnelen vorbehalten.
Auch die beliebten Kebabas im Norden Indiens sprechen
dafür, daß zentralasiatischer Einfluß auf die indische Küche
ausgeübt wurde. Sie finden diese Gerichte in vielen Abwandlungen
in ganz Nordindien. Die beiden Grundformen dieser Spezialitäten
sind Sikka (aufgespießt) und Shami (eingerollt). In Kalkutta ist
Kati Kebabas eine Spezialität. Ein anderes bengalisches Gericht
ist Dahi Maach, das ist Fisch mit Curry in Yoghurtsoße, die mit
Ginger und Gelbwurz (Turmeric) verfeinert wird. Weiter im Süden
sollten Sie einmal Haleen probieren, gemahlenen Weizen mit einer
vorsichtig gewürzten Hammelfleischsoße. In Tamil Nadu versuchen
Sie vielleicht einmal zum Frühstück Pongal; es wird aus
Weizengrieß hergestellt und ist mit ganzen Pfefferkörnern
angereichert.
Beilagen:
Zu
indischen Gerichten Gehört immer eine ganze Anzahl von Beilagen.
Eine der beliebtesten ist wohl Dahi – das ist Curd oder Yoghurt.
Er besitzt die sehr nützliche Eigenschaft, schart gewürzte
Curry-Speisen zu neutralisieren. Dies kann entweder dadurch
geschehen, daß man den Yoghurt mit dem Gericht mischt oder – wenn
bereits alles zu spät ist und Ihr Mund wie Feuer brennt – ihn
anschließend ißt. Curd wird häufig als Nachtisch gegessen, taucht
aber auch in dem beliebten Getränl Lassi auf. Sehr begehrt ist
auch eine andere Beilage, die Raita heißt. Sie besteht ebenfalls
aus Curd und ist vermischt mit rohem oder gekochtem Gemüse,
vorwiegend Gurken (ähnlich dem griechischen Zatziki) oder Tomaten.
Sabzi sind Curry-Gerichte mit Gemüse, und wenn Sie Bhartha
bestellen, dann verbirgt sich dahinter eine Suppe aus pariertem
oder gehacktem Gemüse (besonders im Norden). Bhujias sind frische
Gemüsesorten. Weniger ein Gericht als seine Suppe ist Mulligatawny.
Das ist nichts anderes al seine dünnere und mildere Curry-Mahlzeit.
Als Chutney bezeichnet man eingelegtes Gemüse oder eingelegte
Früchte. Es stellt die Standardwürze für ein Curry-Gericht dar.
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Thali:
Dies ist
in ganz Indien das beliebteste und bekannteste vegetarische Essen.
Ursprünglich war es nur im Süden bekannt, trat inzwischen aber
seinen Siegeszug über ganz Indien an, so daß Sie Thalis oder
“vegetarische Tellergerichte” im ganzen Land auf den Speisekarten
finden. Hinzu kommen noch einige regionale Varianten. Dazu gehört
das üppige Gujarati-Thali. Seinen Namen trägt es wegen des
Tellers, auf dem es serviert wird. Dieser Teller besteht aus
Metall und ist unterteilt in eine. Anzahl kleinerer Schalen, die
man Katoris nennt. Einfache Ausfüngen in der Platte, und in der
noch einfacheren Ausführung besteht die Platte. Thali besteht
immer aus eineer Reihe von verschiedenen Gemüsesorten, Gewürzen,
Puris, Papadums oder Dosas und einer Unmenge Reis. Zu einer etwas
phantasievolleren |
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Variante dieses Gerichtes könnte zusätzlich Pata gehören. Dann
sind nämlich in einem Blatt Früchte und Nüsse eingewickelt. Dazu
gehört ferner eine Schale Curd und manchmal auch ein kleiner
nachtisch. Die
Thali-Gerichte sind immer schmackhaft und aus guten Zutaten
bereitet. Für Reisende mit wenig Geld bestizen sie noch zwei
weitere Pluspunkte: Sie sind preiswert und sättigen. Sättigend sind die Thalis deshalb,
weil man davon essen kann soviel man will. Beginnt sich nämlich
Ihr Teller zu leeren, dann ist schnell ein dienstbarer Geist zur
Stelle und füllt Reis und die sonstigen Bestandteile nach.
Waschen Sie sich stets vor dem Genuß eines Thalis
gründlich die Hände. Einen Wasserhahn oder auch eine andere
Gelegenheit zum Händewaschen finden Sie in jedem Thali-Restaurant
vor.
Kleine Imbisse:
Einen
kleinen Imbiß (Chat) finden Sie im ganzen Land: Samosa In
Dreiecksform wird curry-Gemüse in Teig gebacken. Im Bombay können
Sie von radfahrenden Händlern als kleinen Snack Bhelpuri baufen.
Gewürzte Kichererbsen kauft man als Chana, serviert zusammen mit
Puris. Wer gerne Suppe ißt, freut sich vielleicht über die Sambhar,
gekocht aus Linsen und anderen Gemüsesorten. Sie hat einen sauren
Geschmack nach Tamarinde.
Europäisches
Essen:
Wer
einmal auf die indische Küche verzichten und Gewohntes oder
jedenfalls der heimischen Küche Ähnelndes essen möchte, muß sich
ein wenig umsehen. Am meisten Glück haben Sie da vielleicht in den
Bahnhofsrestaurants, die manchmal etwas Genießbares in dieser
Richtung anbieten. Ihr Magen wird sich am meisten über das
indischen Frühstück beschweren, denn ein Idli (Reiskoß) ist nach
unseren Vorstellungen nicht unbedingt ein Frühstück.
Glücklicherweise ist das Frühstück. Glücklicherweise ist das
Frühstück aber auch die Mahlzeit, bei der Sie eine Annäherung an
heimische Essensgewohnheiten am einfachsten erreichen können. Sie
bekommen nämlich auch in Indien so viele Arten zubereiteter Eier,
daß kaum noch Wünsche offen bleiben, egal ob gebraten oder als
Omelett serviert. Toast und Marmelade lassen sich ebenfalls fast
überall auftreiben, und manchmal bekommt man sogar Cornflakes und
heiße Milch. Beachten Sie aber bei den indischen Cornflakes, daß
sie nicht allzu viel gemein haben mit dem Produkt des Herrn Kellog.
Irgendwann müssen auch einmal Schotten in Indien gewesen sein,
denn zur Frühstückszeit taucht das unvermeidliche Porridge
ebenfalls auf. Verlangen Sie im Restaurant “Toast und Marmelade”,
so sprechen Sie sehr langsam und deutlich, denn sonst versteht man
“toast and aarmlet” und man serviert Ihnen Toast und Omelett.
Eine gute alte Sitte
aus der Raj-Zeit hat sich ebenfalls erhalten: die Frühstückspause,
hier Tiffin genannt. Heute bedeutet diese Bezeichnung eine kleine
Zwischenmahlziet. Eine einzige Essensgewohnheit aus dem Westen,
die von den Indern übernommen wurde, ist der Verzehr von Pommes
Frites. Dabei beeindruckt sehr, daß sie, wie auch immer die Inder
dies schaffen, sehr gut schmecken.
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Desserts und
Süßigkeiten:
Zweifelsohne essen die Inder gern Süßes, denn das Angebot an
Desserts und anderen Leckereien ist groß. Weit verbreitet als
Nachtisch ist Kulfi, die indische Variante unseres Speiseeises.
Sie bekommen aber auch in ganz Indien normales Speiseeis. Die
bekanntesten Marken und Sorten sind sehr gut und gesund. Berühmt
und beliebt ist eine andere Süßspeise – Rasgullas. Das sind kleine
Bälle aus Käsecreme, die mit Rosenwasser abgeschmeckt sind. Fast
alle Nachspeisen bestehen aus Reis oder Milchpudding,
verschiedenen schweren Syruparten oder süßen Pasteten Die Gulub
Jamuns als ganz typische “kleine Dinge in Syrup” gehören hierzu.
Zubereitet werden sie aus Mehl, Yoghurt und Erdnüssen. Und wem
nach Pfannkuchen mit Syrup ist, der fragt am besten nach Jalebi.
Die Milchspeisen sind meist so lange gekocht, bis ein großer Teil
der |
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Flüssigkeit verdunstet ist. Erst dann fügt man weitere Zutaten
hinzu. Eine solche Speise ist Barfi; sie schmeckt nach Kokosnuß,
Nüssen oder Pistazien. In Kalkutta liebt man besonders die
Milchspeise Sandesh, im Süden dagegen Payasam. Das ist gekochte
Milch mit zerkleinerten Cashew-Nüssen, Getreideflocken und Zucker.
Darüber werden Rosinen gestreut. Firnee ist ein Reispudding mit
Mandeln Rosinen und Pistazien. Serviert
werden viele dieser indischen süßen Kostbarkeiten in hauchdünnem
Silberpapier. Werfen Sie dieses nicht fort, es ist eßbar. Über
Geschäfte, die Schleckereien anbieten, werden Sie nicht zu klagen
brauchen, es gibt sie zur Genüge. Häufig kann man in
diesen Geschäften auch Dahi (Curd) kaufen. Es eignet sich als
Nachtisch oder zum Abmildern allzu scharfer Currymahlzeiten. Was
an Süßigkeiten im einzelnen alles auf Sie zukommt, ist gar nicht
zu beschreiben. Am besten Sie probieren einiges selbst. Ein
einziges mag noch erwähnt sein: Halwa - Das ist ein durchsichtiges,
recht farbenfroh schillerndes Süßgemisch, ähnlich wie türkischer
Honig.
Früchte:
Wenn
Süßigkeiten Ihnen nicht schmecken, dann greifen Sie am besten auf
die große Auswahl indischer Früchte zurück. Sie bekommen alles
zwischen den tropischen Gewächsen des Südens bis hin zu Äpfeln,
Aprikosen und anderen Erzeugnissen des Nordens. Eine Spezialität
sind die Erdbeeren und Kirschen aus Kaschmir. Aprikosen finden Sie
in Ladakh und Himachal Pradesh. Äpfel werden in der gesamten
Nord-West-Region geerntet, insbesondere im Kulu Valley von
Himachal Pradesh. Im ganzen Land werden
auf allen Märkten und in den Läden Melonen angeboten, insbesondere
Wassermelonen. Sie sind eine gute Alternative für Durstige, die
Wasser nicht trinken mögen und die abgefüllten Standardgetränke
leid sind. Versuchen Sie bei diesen Früchten stets, die ersten
Scheiben zu bekommen, bevor die Fliegen diese Köstlichkeit
ebenfalls entdecken. Noch besser sind die Kokosnüsse. Sie werden
auch in den Großstädten an riesigen Ständen verkauft, vor nämlich
zur heißen Jahreszeit. Haben Sie die Milch aus einer Kokosnuß
getrunken, wird Ihnen der Verkäufer die Nuß gern aufschlagen und
Ihnen einen kleinen Splitter der äußeren Schale abtrennen, mit dem
Sie das Fruchtfleisch essen können. In
vielen Teilen Indiens bekommen Sie auch Mangos und Bananen, in
Assam und anderen Gebieten auch Ananas. Apfelsinen werden Sie
seltener, sehen dafür aber während der heißen Jahreszeit um so
mehr Mandarinen. Dies gilt vornehmlich für Mittelindien. Es wird
Ihnen keine Mühe bereiten, über den Tag verteilt eine Unmenge all
dieser Köstlichkeiten zu essen; Sie sollten dies auch tun.
Pan:
Stilgerecht sollte eine indische Mahlzeit mit Pan beendet werden.
So nennt man eine Mischung aus Gewürzen und Zutaten mit Betel.
Betel ist eine berauschende und süchtig machende Pflanze (Nuß),
die allein ungenießbar ist. Diese Pflanze ist über ganz Ostasien
verbreitet. Nach einer Mahlzeit kauen Sie Pan als ein recht mildes
Verdauungsmittel. Die Pan-Verkäufer verfügen über eine ganze
Anzahl von kleinen Behältern, Schachteln und Schalen, in denen sie
verschiedene Arten mixen. Zum Beispiel sadha (einfach) oder mitha
(süß). Als Zutaten dienen unter anderem eine Kalkpaste, ein
Pulver, das Catachu heißt, viele Gewürze und manchmal wird dann in
ein eßbares Blatt gewicklt, das Sie in den Mund stecken und kauen
können. Wenn Sie mit dem Kauen fertig sind, spucken Sie einfach
die Überreste des Blattes aus und hinterlassen damit einen
weiteren rotten Fleck auf dem Boden. Der Genuß von Pan über einen
längeren Zeitraum hinweg gibt den Zähnen ein unansehnliches
rot-schwarzes Aussehen und führt zudem zur Abhängigkeit von der
Betelnuß. Wenn es bei einigen Versuchen von Zeit zu Zeit bleibt,
dann brauchen Sie nichts zu befürchten. |
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Getränke:
Erstaunlicherweise ist nicht Tee das wichtigste Getränk in
Indien, wie dies in Afghanistan und im Iran der Fall ist.
Für die Inder ist dies allerdings schlecht, denn es wird so
viel Tee angebaut, daß es schier unverständlich ist, wie sie
ein so scheußliches, zu süßes, milchig-trübes Gebräu daraus
kochen können. Mit Tea hat dies wirklich nichts mehr zu tun.
Sie nennen es, wie überall in Asien, Chai. Dies ist aber für
den Tee nicht gerade ein Kompliment. Dennoch findet er
Abnehmer und ist zudem billig. Wer sich für dieses Getränk
nicht entscheiden kann, versucht es besser mit Tray Tea.
Dann bekommt man nämlich den aufgebrühten Tee, die Milch und
den Zucker getrennt. Somit sind Sie in der Lage, sich den
Tee ganz nach Ihrem Geschmack zu mischen. Normalerweise
bekommen Sie nämlich den sogenannten Mixed Tea, bei dem
kaltes wasser mit Tee, Milch und Zucker in einen Topf getan
und das Ganze dann zum Kochen gebracht wurde. Da nach zieht
das Gebräu eine Weile. Das Ergebnis ist zuweilen
überwältigend. Tee ist im Norden des Landes beliebter,
während im Süden mehr Kaffee getrunken wird. Indische
Kaffeehäuser (Indian Coffee Houses) gibt es fast überall.
Wasser sollten Sie nur dann trinken, wenn Sie ganz sicher
sein können, daß es abgekocht worden ist. Dies
herauszufinden ist etwas heikel. In der heißen Jahreszeit
wird es sich ohnehin nicht vermeiden lassen, Wasser zu
trinken, denn wenn Sie Ihren Flüssigkeitsbedarf allein mit
den abgefüllten |
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Getränken decken wollen, dann steigt Ihr Blutzuckerspiegel
erschreckend. In der heißen Jahreszeit ist das Wasser weit weniger
gefährlich als während des Monsuns. Und wenn Sie dem Wasser noch
Entkeimungsmittel hinzufügen, dann dürfen viele Risiken
ausgeschaltet sein. Einige Traveller behaupten, das Wasser in
einigen Großstädten sei so gechlort, daß es unbedenklich getrunken
werden könne. Ganz sicher trifft dies auf Wasser in den großen
Hotels und guten Restaurants zu. Eine vitaminreiche Erfrischung
ist das Nimbu Pani, ein Zitronengetränk. Aber dies ist natürlich
auch nicht ungefährlicher als das Wasser, mit dem es zubereitet
wird.
Dies abgefüllten
Getränke in Flaschen sind in bezug auf das Wasser ungefährlich.
Nur der hohe Zuckeranteil birgt Gefahren in sich. Da Coca Cola vor
einigen Jahren seine Vertriebsnetze in Indien aufgeben mußte, weil
man dem Konzern wenig Zusammenarbeit mit der Regierung nachsagte,
tauchen nun Getränke unter ähnlichen Bezeichnungen auf: Campa Cola,
Thums Up, Limca, Fanta, Die
abgefüllten Getränke sind fast unerträglich süß. Dies ist
besonders schlimm in der heißen Jahreszeit, wo man größeren Durst
hat. Eine erfreuliche Abwechslung ist dann das Apfelsaftgeträu Apco
aus Kaschmir, das es aber leider nur in dieser Provinz gibt. Ähnliche Getränke gibt es auch in Himachal Pradesh. Die
erfrischende Milch aus Kokosnüssen bekommen Sie überall am
Straßenrand. Eine weitere Alternative ist das Sodawasser – Bisleri
Soda. Es ist fast überall erhältlich und hat außerdem noch den
Vorteil, daß es in größeren Flaschen zu haben ist. Mit Sodawasser
können Sie sich auch gefahrlos ein Getränk aus ausgepressten
Zitronen mixen. Schließlich gibt es noch ein köstliches Getränk –
Lassi. Es ist ein erfrischendes, gekühltes Yoghurt-Getränk.
Alkohol ist – wenn überhaupt erhältlich – teuer. Die indischen Biere haben
schwungvolle Namen wie Golden Eagle, Rosy Pelican, Cannon Extra
Strong, Kingfisher, Guru oder Punjab. So ganz schlecht sind die
Biere in Indien nicht, so fern man sie gekühlt bekommt. Sie sind
nur mit viel Kohlensäure durchetzt. Bier und andere westlichen
alkoholische Getränke sind bekannt als IMFL. Diese Abkürzung steht
für die englische Bezeichnung Indian Made Foreign Liquor, bedeutet
also die indische Produktion ausländischer Alkohlika. Einheimische
Getränke dagegen sind bekannt als Country Liquor – einheimische
Alkoholika. Zu denen gehört auch Toddy, der nur mittelmäßig
alkoholisch zu nennende Extrakt der Blume der Kokospalme, sowie
Feni, ein Getränk, das aus vergorenen Cashewnüssen oder
Kokosnüssen oder Kokosnüssen hergestellt wird. Beide Arten sind
sehr unterschiedlich im Geschmack.
Indische
Speisekarten:
Ein
besonderes Vergnügen bereitet dem Leser indischer Speisekarten die
Art und Weise, wie mit der englischen Sprache umgegangen wird.
Fast jeder Indienreisende wird zumindest einige Brocken Englisch
beherrschen, da er ja auch die Speisekarten lessen können muß.
Dies erfordert jedoch eine besondere Kombinationsgabe, wenn statt
Cornflakes Cornflaks (als ob man damit schießen kann!) oder auch
Corn flex angeboten werden. Es wird sicher einige Zeit dauern, bis
Sie wissen, welche der vielen Teesorten und Arten der Zubereitung
Sie am liebsten mögen. Lustig wird es, wenn Sie “Aggs” als Eggs,
also Eier, identifizieren müssen, und verstehen, daß Bolid Eggs
Bolied Eggs, d. h. gekochte Eier sind. Und sollten Sie gar zum
Frühstück Porridge essen wollen, dann steht auf der Karte
vielleicht Pordge und meint das gleiche.
Ähnlich lustig
verhält es sich auch mit den Suppen. Da wird nämlich eine
Zwiebelsuppe schnell zur Onion Soap. Um nicht nur indische
Gerichte auf seiner Karte zu haben, bot ein Wird nicht nur
Napoleon Spaghetti an, sondern auch Stalin Spaghetti. Und wer nur
eine leichte Zwischenmahlzeit in Form eines Sandwiches sucht, der
bekommt oft einen harten Brocken zum Kauen, nämlich eine Sandwitch
(Sandhexe!).
Besonders aparte Gerichte bieten auch die Chinesen an. Da werden
aber in Indien Frühlingsrollen zu “Spring Rolos” sowie Pilze zu “Mashrooms”,
und als Reisgerichte bietet man “Plane fried Rice” und, “Park
fried Rice” an. Die schmackhaften Lychees verwandeln sich schnell
zu “Leeches”, die dann allerdings weniger appetitlich sein
dürften, denn das sind Blutegel. Und zu den schlimmsten Irrtümern
gehört wohl, was ein Leser in einer Speisekarte entdeckte: “fried
children” anstelle von “fried chicken”. |
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