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MATHURA
An der Straße von Delhi nach Agra, 57 km nördlich von
Agra. Liegt Mathura, eine Stadt mit einer beachtlichen
und großen Geschichte. Glaubt man der Legende, dann
wurde der Gott Krishna vor 3.500 Jahren in Mathura
geboren. Dieses Ereignis machte die Stadt zu einem
bedeutenden Wallfahrtsort der Anhänger dieser beliebten
Wallfahrtsort der Anhänger dieser beliebten Inkarnatiion
von Vishnu. In und um Mathura finden Sie |
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Mathura:
Vishram Ghat |
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zahlreiche Stellen, die mit dieser
Legende in Verbindung gebracht werden.
Mathura, auch unter der Bezeichnung Mutta bekannt, blickt auf
eine stolze Geschichte zurück. Schon Ptolemäus sowie die
chinesischen Reisenden Fa Hian (in Indien 401-410 n. Chr.) und
später Hiuen Tsang (634 n. Chr.) erwähnten diese Stadt in
ihren Schriften. Bereits zu dieser Zeit hatte sich jedoch die
Zahl von ehemals 3.000 Mönchen in 20 Klöstern auf etwa 2.000
Mönche verringert. Mathura war ein bedeutendes buddhistisches
Zentrum. Als jedoch Mahmud von Ghazni im Jahre 1017 auf seinem
Eroberungszug von Afghanistan aus Mathura erreichte, war der
Buddhismus fast vollständig verschwunden. Was Mahmud von
Ghanzi von der Stadt übrig ließ, zerstörte später Sikandar
Lodi. Im Jahre 1500 ließ er den Schrein von Mathura ganz
niederreißen. Die Stadt erholte sich aber unter den toleranten
Herrschern Akbar und Jehangir wieder. Lediglich der fanatische
Hrrrscher Aurangzeb fiel noch einmal über die Stadt her. Unter
ihm wurde der Kesava Deo-Tempel zerstört. Dieser Tempel stand
auf einem heiligen Platz der Buddhisten innerhalb eines
Klosters. Aurangzeb ließ auf auf den Grundmauern des
demolierten buddhistischen Heiligtums eine Moschee errichten.
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Die Jami Masjid, von Abd-in-Nabir
Khan, dem Gouverneur Aurangzebs, im Jahr 1661 auf den
Grundmauern des Kesava Deo-Tempels erbaut, steht auf dem
Platz, von dem man sagt, daß der Gott Krishna dort in
Gefangenschaft geboren wurde. Früher waren die Grundmauern
dieses Tempels immer noch hinter der Moschee sichtbar.
Leider ist heute alles durch moderne Bauten verdeckt. Der
moderne Kesava-Tempel wurde hinter der Katra wieder
aufgebaut. Der Tamuna River,der |
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Mathura:
Krishna Janma Mandir |
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Mathura durchfließt, ist hier 300 m
breit. An seinen Ufern finden Sie im Stadtbereich viele
Badestellen (Ghats). Im Wasser schwimmen riesige Schildkröten.
Am Flußufer steht auch der vierstöckige Turm Sati Burj aus dem
Jahr 1570. Er wurde zur Erinnerung an die Mutter des Erbauers
errichtet. Sie ließ sich zusammen mit der Leiche ihres Mannes
verbrennen. Auch hier wütete Aurangzeb und riß die obersten
Stockwerke ab; sie wurden später erneuert. Ebenfalls am Ufer
finden Sie das Fort Kans Qila, erbaut durch Raja Man Singh von
Amber. Auch der Jai Singh von Jaipur ließ hier eines seiner
Observatorien entstehen. Davon ist heute aber leider nichts
mehr zu sehen. Die berühmteste Badestelle ist Vishram Ghat;
hier soll Krishna sich von einem Kampf erholf haben, in dessen
Verlauf er einen tyrannischen König tötete. In Mathura
erinnert überall etwas an Krishna. Heute hat auch die Hare
Krishna-Bewegung ihr Hauptquartier in dieser Stadt. Sogar den
Platz, wo die göttlichen Windeln von Krishna gewaschen wurde,
finden Sie noch hinter der Katra Kesava, es ist Potara-Kund.
Im Government Museum, Dampier Nagar, sind Skulpturen,
Terrakotta-Arbeiten, Münzen und Bronzeobjekte aus dem 5.
Jahrhundert n. Chr. Ausgestellt. Eine besondere Bedeutung
kommt dem stehenden Buddha zu, den man bei Ausgrabungsarbeiten
in Mathura fand. In der Stadt liegt auch der moderne
Krishna-Tempel Dwarkadheesh. Gita Mandir, ebenfalls sehr
modern, finden Sie an der Straße von Mathura nach Vrindaban. |
DIE UMGEBUNG VON MATHURA
Mahaban, 11 km südöstlich von Mathura,
ist ein weiterer Ort aus der Krishna-Legende. Nanda, Krishnas
Pflegevater, soll hier in seinem Palast gelebt und die Wiege
Krishnas aufbewahrt haben. Nur wenige Kilometer entfernt liegt
Gokul, der Ort, in dem Krishna heimlich großgezogen wurde.
Scharen von Pilgern kommen alljährlich zu Krishnas
Geburtstagsfest in den Monaten Juli-August. Auch in Goverdhan,
26 km von Mathura entfernt, wird eine Geschichte über Krishna
erzählt. Man sagt ihm dankbar nach, daß er die Einwohner vor
dem Zorn Indras geschützt hat. Indra hatte nämlich aus Zorn
Regen über die Stadt ergossen. Krishna hielt daraufhin sieben
Tage lang die Bergspitzen schützend über die Stadt, fein
aufgehängt an seinen Fingern. Auch Krishnas
Lieblingshirtenmädchen (Gopi) kam aus dieser Gegend, nämlich
aus Barsana, 47 km von Mathura entfernt.
Vrindaban, 10 km nördlich von Mathura, ist der Ort, in dem
Krishna mit den Milchmädchen spielte. Man sagt ihm nach, daß
er den Maiden sogar die Kleider stahl, als sie im Fluß
badeten. Kein Wunder, daß sich diese Gottheit so großer
Beliebtheit erfreut! Der riesige Rote Tempel (Gobind Deo)
stammt aus dem Jahr 1590 und ist einer der neueren Hindutempel
Nordindiens. Er hat gewölbte Decken, ganz im Gegensatz zu den
sonst so einfachen Decken der meisten Tempel. Zu den weiteren
Tempeln von Vrindaban gehören Gopi Nath, Jugal Kishor (1027),
Radha Ballabh (1626) und Madan Mohan.
Man kann auch einen Tagesausflug von Mathura aus nach Terauli
unternehmen. Dieser Ort liegt ca. 20 km entfernt. Dort leben
zwei einheimische Kinder-Gurus. Er empfiehlt, sich für diesen
Ausflug entweder in Mathura oder Vrindaban ein Fahrrad zu
leihen. |
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