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Udaipur Reiseführung - Sehenswürdigkeiten & Reiseführer (Rajasthan, Indien)
Pichola Lake - Die Inseln - Jagdish-Tempel - City Palace und Museum - Jagdish-Tempel - Pratap Samak - Bhartiya Lok Kala Museum - Saheliyon ki Bari - Ahar Museum - Lake Fateh Sagar

Udaipur, die Stadt am See ist eine kühle Oase mitten in dem trockenen Rajasthan. In Rajasthan kan fast jede Stadt ihre eigene Geschichte erzählen, alle haben ihren eigenen Reiz. Vielleicht hat aber Udaipur von allen Städten Rajasthans das meiste romantische Flair.

In der Stadt gibt es viele Paläste, von denen Sie sich mindestens zwei anschauen sollten. Der Seepalast, heute in ein Hotel umgewandelt, bietet wahren Luxus und erscheint wie ein Traum. Man sollte zumindest eine Bootsfahrt von dort aus unternehmen, um sich alles einmal von der Seeseite diesen Palast anzusehen. Der riesige Stadtpalast am See wird heute als Museum genutzt, auch er ist einen Besuch wert. Die Stadt Udaipur hat viele Gärten, Brunnen, Mussen und Tempel zu bieten, aber auch viele Sehenswürdigkeiten in der Umgebung. Der Maharana von Udaipur ist Ranghöchster der Solar Rajputen, der

Sonnenrajputen. Udaipur wird auch als Stadt des Sonnenaufgangs bezeichnet, und der Maharana führt die Sonne als Symbol in seiner Standarte. Gegründet wurde Udaipur 1567 durch den Maharana Udai Singh nach der dritten Zerstörung von Chittor.

Praktische Hinweise
Die Altstadt, umgeben von einer Stadtmauer, erstreckt sich entlang der Osteite des Lake Pichola. Bahn – und Busbahnhof liegen außerhalb der Stadtmauer im Südosten. Ebenfalls außerhalb der Mauern, aber im Nordosten, findet man das Fremdenverkehrsamt geöffnet jeden Montag bis Samstag von 10.00-17.00 Uhr, und den Tourist Bungalow. Beide sind nicht weit vom Busbahnhof. Einen Schalter des Tourist Office gibt es auch am Flughafen und im Bahnhof. Das Hauptpostamt ist im Norden der Altstadt, und zwar hinter dem Kino beim Chetak Circle. Postlagernde Sendungen müssen Sie jedoch beim Postamt an der Kreuzung der Hospital Raod und der Straße nördlich des Delhi Gate abholen.

 

Sehenswürdigkeiten
Pichola Lake:
Diesen wunderschönen See ließ der Maharana Udai Singh nach der Stadtgründung vergrößern. Er ließ auch einen Damm errichten, bekannt als Badi Pol, so daß der See sich heute über eine Länge von 4 km erstreckt und 3 km breit ist. Der Stadtpalast (City Palace) dehnt sich über eine stattliche Länge entlang des östlichen Seeufers aus. Südlich des Palastes liegt am Seeufer ein bezaubernder Garten. Nördlich des Palastes kann man gut wandern. Dabei haben Sie herrliche Blicke auf den See und kommen an Bade – und Dhobi-Ghats vorbei. Im See befinden sich zwei Inseln – Jagniwas und Jag Mandir. Zum Sonnenuntergang können Sie eine Bootsfahrt – sogar mit Musik – unternehmen, die am Palace Hotel beginnt.

Die Inseln: Jagniwas ist die 1,5 ha große Insel mit dem Seepalast. Der frühere Palast

Pichola lake, Udaipur

wurde von Maharana Jagat Singh II. im Jahr 1754 erbaut und dehnt sich über die gesamte Insel aus. Vor einiger Zeit ist der Palast in ein Hotel der Luxusklasse mit herrlichen Gärten, Brunnen, Innenhöfen und einem Swimmingpool umgewandelt worden. Diese Anlage ist ein einziger Traum. Und wer es sich nicht leisten kann, hier einmal zu übernachten, der sollte trotzdem auf die Insel fahren, um sich wenigstens alles einmal anzusehen. Vom Bhansi Ghat besteht eine Fährverbindung. Bhansi Ghat liegt südlich des Palast-Museums. Dort angelangt, wird man Sie unhöflich drängen, ein Essen zu bestellen.

Vielleicht entsteht in Kürze auch aus dem anderen Inselpalast ein Hotel. Der Bau dieses Palastes wurde unter dem Maharana Karan Singh begonnen, aber nach dem Maharana Jagat Singh (1628-1652) benannt, der eine Reihe von Anbauten vornahm. Man sagt, daß sich der Mogulherrscher Shah Jahan sier einige Anregungen für sein Taj Mahal hotle. Er wohnte nämlich von 1623-24 in diesem Palast, als er einen Aufstand gegen seinen Vater Jehangir anführte. Wer von Süden her über den See blick und die Stadt und den großen Palast hinter den Inselpalästen sieht, der kann sicher nicht umhin zuzugeben, daß es wie ein Märchen anmutet. Es gibt am See einige preiswerte Hotels mit guter Aussicht.

 

City Palace und Museum: Der Stadtpalast (City Palace) erhebt sich majestätisch über dem See. Erist der größte Palastkomplex in Rajasthan.Figentlich ist dieser Palast nichts anderes als eine Ansammlung von Gebäuden, die von verschiedenen Maharanas gebaut wurden. Bewundernswert dabei ist aber, daß sich alles einheitlich zu einem schönen Ganzen zusammenfügt. Den Anfang machte Maharana Udai Singh, der Begründer der Stadt. Umgeben ist der Palast von Balkonen, Türmen und Kuppeln; von den oberen Terrassen des Palastes aus haben Sie wunderschöne Ausblicke auf die Stadt und den See.

Man betritt den Palast vom Norden her durch das Bari Pol aus dem Jahr 1600 und das Tripolia Gate aus dem Jahr 1725, das aus acht Marmorbögen besteht. Früher war es einmal Sitte, dass sich die Maharanas unter diesem Tor in Gold aufwiegen ließen und

City palace, Udaipur

dieses Gold dann unter der Bevölkerung verteilten.

Der Hauptteil dieses Palastes ist heute ein Museum mit einer großen und vielfältigen, aber etwas verkommenen Sammlung. Zum Museum gehört der Mor Chowk mit den wunderschönen Mosaiken mit Pfauen, dem Lieblingsvogel der Bewohner von Rajasthan. Im Manak oder Ruba Mahal befindet sich eine Sammlung von Glas und Porzellanfiguren, und im Bari Mahal ist ein sehr schöner Garten angelegt worden. Weitere Gemälde können Sie im Zanana Mahal sehen. Das Moti Mahal ist ausgeschmückt mit vielen Spiegeln, das Chini Mahal mit Ornamentfliesen belegt. Zu den weiteren Ausstellungsstücken gehört aber auch ein Rolls-Royce der Prinzen. Das City Palace Museum betreten Sie durch das Ganesh Deori und gelangen dann zum Rai Angam oder Königlichen Hofgarten. Das Museum ist täglich von 9.30 – 16.00. In dem Palastkomplex ist auch ein staatliches Museum untergebracht. Ausgestellt werden dort unter anderem ausgestopfte Känguruhs und Wild, das wie siamesische Zwillinge zusammengewachsen ist.

 

Jagdish-Tempel: Der Maharana Jagat Singh ließ 1651 diesen Tempel im Indo-Arier-Stil erbauen. Er liegt nur 150 m nördlich des Eingangs zum Stadtpalast. Im Tempel steht eine große schwarze Steinfigur von Vishnu in Gestalt des Jagannath, des Herrn des Universums. Vor dem Tempel kann man in einem Schrein das metallene Bildnis des Garuda sehen. Die Treppen zum Tempel hoch flankiert von Elefanten.

Lake Fateh Sagar: Ursprünglich legte der Maharana Jai singh im Jahr 1678 diesen See im Norden des Lake Pichola an. Aber heftige Regenfälle zerstörten den Damm, und erst der Maharana Fateh Singh ließ ihn wieder herrichten. An der Ostseite des Sees entlang führt ein sehr schöner Weg, der von Hügeln und Parks umgeben ist. Eine beliebte Ausflugsinsel ist Nehru Park; sie liegt mitten im See, und auf ihr gibt es auch ein Restaurant.

Pratap Samak: Auf dem Gipfel des Moti Magri (Perlenhügel), oberhalb des Lake Fateh Sagar, steht die Statue eines Rajputenhelden. Maharana Pratap war sein Name. Als mutiger Krieger, der häufig den Moguln die Stirn bot, ging er in die Geschichte ein, mit ihm sein Schlachtroß Chetak. Dass er seit der Erlangung der Unabhängigkeit immer mehr an Beliebtheit gewinnt, mag darin begründet sein, daß er ein Hindu war und die Moguln Moslems. Im krassen Gegensatz zu dem Kult, den man auch seinem Pferd Chetak entgegenbringt, steht die Behandlung der Ponies, die in der Stadt die Tongas ziehen. Sie werden nur geschunden. Der Weg zum Hügel hinauf führt durch

Jagdish tempel, Udaipur

einige elegante Gärten, z. B. den japanischen Felsengarten. Der Park ist von 9.00-18.00 Uhr geöffnet.

Bhartiya Lok Kala Museum: Dieses kleine Museum, zugleich eine Stiftung zur Erhaltung der Volkskunst, zeigt eine sehr interessante Sammlung von Gewändern, Puppen, Masken, Musikinstrumenten, Gemälden und – als Höhepunkt – Marionetten, die gelegentlich auch in Aufführungen mitwirken. Die Öffnungszeiten sind von 9.00-18.00 Uhr

Saheliyon ki Bari: Im Norden der Stadt liegt dieser Garten der Ehrenjungfrauen (Garden of the Maids of Honour). Er ist zwar klein, aber sehr schön mit seinen Brunnen, den Kiosken, Marmorelefanten und einem bezaubernden Lotusteich. Der Garten ist von 9.00-18.00 Uhr geöffnet.

Ahar Museum: Im Osten von Udaipur kann man die Überreste einer alten Stadt besichtigen. Außerdem gibt es dort ein kleines Museum und die Ehrengrabmäler der Maharanas von Mewar.

Weitere Sehenswürdigkeiten: Im Norden der Stadt finden Sie Patel oder Sukhadia Circle. In der Mitte steht ein großer Brunnen, der Nachts an gestrahlt wird. In den Sajjan Niwas Gardens gibt es gepflegte, schöne Rasenflächen, einen Zoo und einen kleinen Zug, mit dem die Kinder zum Vergnügen fahren können. Eigentlich ist es ein Obstgarten mit Guaven und Mangobäumen. Daneben finden Sie den Rosengarten (Gulab Bagh). Verwechseln Sie den Nehru Park nicht mit dem gleichnamigen Park auf der Insel gegenüber vom Bapu Bazaar. In diesem Stadtpark stehen einige kunstvoll beschnittene Bäume sowie ein riesiger Teetopf aus Zement. Für Kinder gibt es dort Elefanten und Kamele.

Das strahlend weiße Gebäude, ganz am Rande der Berge, aber von der Stadt aus sichtbar, diente dem Maharadscha als Palast im Monsun. Heute ist dieser Bau verlassen, aber man hat von dort einen unvergeßlich schönen Blick. Rechnen Sie für den Hin-und Rückweg mit etwa 3 Stunden.

 

Essen

Die Auswahl an Eßlokalen ist in Udaipur nicht sehr groß, es sei denn, Sie haben Appetit auf chinesiche Gerichte. Zum Tourist Bungalow gehört ein eigenes Restaurant mit den üblichen Gerichten, deren Qualität jedoch recht unterschiedlich ist. Beim Chetak Circle gibt es einige Restaurants, unter anderem ein eher durchschnittliches Kwalitey Restaurant, das Chetak Restaurant und Berry’s Restaurant.

 Gegenüber vom Nehru Park (damit ist der Stadtpark gemeint und nicht der Park, der mitten im See liegt) und unweit der Bank of Baroda finden Sie das Parkview Restaurant. Wäre es nicht eines jener Lokale, deren Fenster geschwärzt sind und deren Inneres duster gehalten wurde, könnte man als Gast den Ausblick genießen. Das Essen ist aber

beautiful work inside of city palace, Udaipur

gut, auch wenn die Speisekarte die üblichen, nicht-vegetarischen Speisen enthält.

Für einen kühlen Drink bietet sich die saubere und freundliche Patel’s Soda Factory beim Suraj Pol Gate an Fruchtsäfte serviert man. Stolz ist man hier auf ein Foto von Roger Moore mit Autogramm. Er hielt sich in der Stadt während der Dreharbeiten zu dem Film, “Octopussy” auf, der 1982 teilweise auch in Udaipur gedreht wurde.

Wer über das Wasser bis zum Hotel Lake Palace vorstößt, kann abends das hervorragende Buffet genießen. Bestellt man nach der Speisekarte, zahlt man allein für ein Essen leicht 100 bis 140 USD Getränke nicht eingeschlossen. Wer nicht im Hotel wohnt, darf aber ohnehin nur am Buffet teilnehmen. Ein Bier ist bis 20-fach teurer als normal.

Anreise
Flug:
Flugzeuge erreichen Udaipur täglich aus Delhi und fliegen dann weiter nach Bombay. Das Gleiche gilt auch in umgekehrter Richtung. Dreimal die Woche gibt es einen Direktflug Udaipur-Delhi.

Bahn: Täglich fährt der Chetak Express in 21 Stunden von Delhi nach Udaipur (739 km). Der Zug fährt über Jaipur und Ajmer. Auch zwischen Udaipur und Ahmedabad gibt es eine tägliche Zugverbindung; die Fahrzeit beträgt 9-10 Stunden.

Bus: Gute und häufige Busverbindungen bestehen zu den wichtigsten anderen regionalen Zentren: Ahmedabad, Mt. Abu, Ajmer, Jodhpur (grauenvolle 8-10 Stunden ), Bundi-Kota, Jaipur Chittorgarh (nahezu stündlich). Die Fahrzeit beträgt bis Chittorgarh 3 Stunden . Nach Ahmedabad verkehren täglich aber auch Luxusbusse (Fahrzeit 8 Stunden), desgleichen nach Jaipur (Fahrzeit 9 Stunden).

Neuerdings können Sie Mt. Abu auf zwei Routen erreichen. Eine Strecke (180 km) führt über Gogunda und Pindwara, die andere ist 320 km lang und verläuft über Eklingi, Nathdwara, Sadri und Bali. Achten Sie darauf, dass nicht alle Busse bis Mt. Abu durchfahren, denn einige enden in Abu Road (Zuganschluss nach Mt. Abu). Der täglich verkehrende Luxusbus fährt 5 Stunden.

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Rajasthan Reiseangebot, 17 Tage, Delhi - Shekhawati - Bikaner - Osian - Jaisalmer - Jodhpur - Ranakpur - Udaipur - Deogarh - Samode - Jaipur - Fatehpur Sikri - Agra

Reisen in Rajasthan, 17 Tage, Delhi - Shekhawati - Bikaner - Osian - Jaisalmer - Jodhpur - Ranakpur - Udaipur - Deogarh - Samode - Jaipur - Fatehpur Sikri - Agra

Rajasthan Reisen, Urlaub in Rajasthan, Ferien in Rajasthan

Im Verlauf der untenstehenden Reisen erleben Sie den Ort „Udaipur“

Rajasthan Reise zum Kennenlernen (inklusive die Besichtigung vom Taj Mahal) [14 Tage]
Delhi - Agra - Fatehpur Sikri - Jaipur - Pushkar - Udaipur - Ranakpur - Jodhpur - Osian - Jaisalmer - Bikaner - Mandawa - Delhi

 

Rajasthan Reise mit Pushkar Fest [16 Tage]
Delhi - Shekhawati - Bikaner - Osian - Jaisalmer - Jodhpur - Ranakpur - Udaipur - Pushkar - Jaipur - Fatehpur Sikri - Agra - Delhi

 

Farbenfrohes Rajasthan Reise [17 Tage]
Delhi - Shekhawati - Bikaner - Osian - Jaisalmer - Jodhpur - Ranakpur - Udaipur - Deogarh - Samode - Jaipur - Fatehpur Sikri - Agra - Delhi

 

Rajasthan und Nordindien Reise [19 Tage]
Delhi - Shekhawati - Bikaner - Osian - Jaisalmer - Jodhpur - Ranakpur - Udaipur - Pushkar - Jaipur - Fatehpur Sikri - Agra - Khajuraho - Varanasi - Delhi

 

20 Tage Vogelbeobachtung Reise in Gujarat und Rajasthan [20 Tage]
Mumbai - Bhavnagar - Velavadar Nationalpark - Bhavnagar - Sasan Gir - Sayla - Dasada - Ahmedabad - Udaipur - Kumbhalgarh - Phalodi - Jaisalmer - Desert Nationalpark - Jaisalmer - Jodhpur - Jaipur - Delhi

 

Rajasthan und Nordindien über Landweg [21 Tage]
Delhi - Shekhawati - Bikaner - Osian - Jaisalmer - Jodhpur - Ranakpur - Udaipur - Pushkar -Jaipur - Fatehpur Sikri - Agra - Gwalior - Khajuraho - Varanasi - Delhi

 

Rajasthan-Nordindien und Jungle Safaris in National Parks [32 Tage]
Delhi - Sariska - Jaipur - Bikaner - Jaisalmer - Osian - Jodhpur - Ranakpur - Udaipur - Pushkar - Ranthambore - Fatehpur Sikri - Agra - Orchha - Khajuraho - Varanasi - Bandhavgarh National Park - Kanha National Park - Nagpur - Kolkata - Guwahati - Kaziranga - Delhi

 

Kamel Safari - wohnen und wandern durch die Wüste von Rajasthan [18 Tage]
Delhi - Jaipur- Bikaner - siana village - Bungri - Jaisalmer - Osian - Jodhpur - Ranakpur - Udaipur - Pushkar - Fatehpur Sikri - Agra - Delhi

 

Nord Indien Reise mit Ajanta - Ellora (15 Tage) [15 Tage]
Delhi - Sikandra - Agra - Fatehpur Sikri - Jaipur - Pushkar - Jodhpur - Ranakpur - Udaipur - Aurangabad - Ajanta - Ellora - Elephanta - Mumbai

 

16 Tage Höhepunkte Indiens [16 Tage]
Delhi - Varanasi - Khajuraho - Agra - Jaipur - Deogarh - Udaipur - Mumbai

 

Rajasthan und Gujarat Rundreise inklusive Taj Mahal [14 Tage]
Delhi - Mathura- Agra - Fatehpur Sikri - Karauli - Jaipur - Puhskar - Jojawar - Udaipur - Dungarpur - Ahemadabad - Bhavnagar - Palitana - Mumbai (Bombay)

 

19 Tage Rajasthan & Gujarat intensive Reise ! [19 Tage]
Delhi - Agra - Fatehpur Sikri - Jaipur - Ranthambore - Bundi - Chittorgarh - Udaipur - Ranakpur - Mount Abu - Kuch - Ahmedabad - Bhavnagar - Palitana - Gir - Diu - Mumbai

 

Rajasthan Urlaub (mit Pushkar Fest) für Frauen [20 Tage]
Delhi - Sariska - Shekhawati - Bikaner - Jaisalmer - Jodhpur - Mount Abu - Ranakpur - Udaipur - Pushkar - Jaipur - Ranthambore - Fatehpur Sikri - Agra - Delhi

Miniaturmalereien
In kaum einem Museum Indiens fehlen die oft nur wenige Quadrat-zentimeter großen Malereien, mit denen zunächst religiöse Texte, später auch weltliche Dichtungen illustriert wurden. Unter der Fülle oft mittelmäßiger oder gar schlechter Arbeiten fällt es dem europäischen Betrachter sehr schwer sich zurechtzufinden. Viel eher noch als bei der zumindetst vom Anblick vertrauten Kunst Europas muß er sich den Zugang zur Miniaturmalerei Indiens erobern, denn den intuitiven Erfassen sind Grenzen gesetzt. Hier ist vor allem zu erwähnen, daß der Sinn des Dargestellten nur verständlich wird, wenn man die dazugehörigen Texte kennt, denn es handelt sich ja um lllustrationen. Die Maler selbst, die als Angehörige der Shudrakaste meist Analphabeten waren, kannten selten genug die Geschichte, die sie gerade zu illustrieren hatten. Sie mußte ihnen zuerst von einem schriftkundigen Brahmanen erzählt werden. Die Themenauswahl traf der Auftraggeber, oft also der Maharaja selbst, der schließlich auch die Arbeiten überwachte und seine Wünsche betreffs Farben, Landschaften oder Figuren verwirklicht sehen wollte. Der Maler war Handwerker und er ging selten als Künstler in die Geschichte ein.
Bei den Figuren sollte keine Ähnlichkeit mit lebenden Personen erzielt werden, sondern sie mußten den ldealvorstellungen der Epoche entsprechen. Damit der Betrachter im Laufe einer Geschichte dennoch einzelne Personen unter den vielen ldealfiguren herausfinden konnte, wurden diesen Personen bestimmte Attribute beigestellt. Götter erkennt man an ihren Tragtieren, an einer Hautfarbe oder einem Gegenstand, den sie in den Händen halten. Beispiele dafür sind etwa Shivas Stier, die blaue Hautfarbe Krishnas, die entstanden war, weil der Gott alles Gift der Welt getrunken hat, oder die Halskette aus abgeschlagenen Menschenköpfen als Erkennungs-merkmal der blutdürstigen Kali. Um die Attribute wie Kopfschmuck, gerade, spitze Nase oder Doppelkinn (Zeichen des Wohlstands) besser herausstellen zu können, wurden die Personen im Profil gezeichnet. Eine andere Möglichkeit, dies zu erreichen, hatten die Maler nicht, denn eine plastische Darstellung durch Licht- und Schattenwirkungen sowie durch perspektivische Verkürzungen war unbekannt. Bei Dämonenköpfen wich man dagegen von der Profilansicht ab, da deren Frat zenhaftigkeit klarer wurde, wenn man beide Gesichtshälften sah.
Bei den ältesten erhaltenen Miniaturmalereien Indiens handelt es sich um lllustrationen von Jaina-Schriften aus dem 12. Jhdt. die auf Palmblätter gemalt wurden. Wie weit diese Yaksha-Kunst aus Gujarat zurückreicht, läßt sich nicht sagen. Sicher ist nur, daß es sich um eine konservative Stilrichtung gehandelt hat, die sich im Laufe mehrerer Jahrhunderte nur unwesentlich weiterentwickeln konnte. Schon hier findet sich die Darstellung der Personen im Profil. Das zweite Auge wurde jedoch aus der verdeckten Gesichtshälfte herausgestellt, um da durch den Gesichtsausdruck zu verstärken. Zu Ende des 14. Jhdts. brachten die Moslems die Kunst der Papierherstellung nach Indien. Dadurch eröffneten sich neue Möglichkeiten sowohl für das Format der Bücher, als auch für die Farbgebung, denn nicht alle Farben hafteten auf der alten Palmblattunterlage.
Gleichzeitig sahen die Jainas ihre Tempel von der Zerstörung durch die islamischen Eindringlinge bedroht, und so gaben sie immer weniger Geld für Stiftungen aus. Sie investierten nun in die Miniaturmalerei, denn diese ließ sich leicht vor dem Feind retten. Wo mehr Auftraggeber waren, wurden mehr Maler benötigt, konnte sich die Malerei entwickeln und über die Grenzen Gujarats hinaus ausdehnen. Etwa zu Anfang des 16. Jhdts. erreichte sie den Staat Malwa als erstes Fürstentum Rajputanas. Hier wurde erstmals auch weltliche Literatur illustriert, wurden die Szenen in eine Landschaft gestellt. Unter der neuen, nun auch hinduistischen Thematik sowie unter dem Eindruck der Landschaft, die sich in ihrer Urwüchsigkeit bis heute in den Staaten Udaipur, Bundi und Kota, und hier besonders an den Ufern des Chambal, erhalten hat, mußte eine völlig von der Yaksha-Kunst losgelöste Malerei entstehen.
Aus Bundi und Mewar sind keine Zeugnisse aus dieser Zeit erhalten. Die ältesten Blätter aus Bundi werden um 1590 datiert, aus Mewar 1605. Bundi hatte zu dieser Zeit schon Einflüsse vom Moghulhof umgesetzt, wo Maler aus Persien beschäftigt waren, Mewar dagegen nahm im seinem Ringen um Unabhängigkeit diese Strömungen erst viel später auf, entwickelte aber einen eigenen Stil, der auch Bundi beeinflußte. Die Blütezeit Bundis lag zwischen 1650 und 1800. Seit der Unabhängigkeit Kotas bildete sich auch hier eine eigene Schule. Als Thema beliebt waren in Rajasthan vor allem die Legenden aus dem Leben Krishnas, das Ramayana, das Mahabharata, Liebesliteratur und Ragamalas. Bei den Ragamalas wurden männliche Melodien (ragas) und weibliche (raginis) in Stimmungsbildern eingefangen, die zu einer Sammlung von sechs Stimmungen mal sechs Jahreszeiten zusammengefaßt wurden. Ragamalas befinden sich als Wandmalereien in einem Schlafgemach in Bundi.
Die Thematik war je nach Vorliebe oder Bekenntnis zu einem bestimmten Gott von Hof verschieden. Dies hilft bei der Bestimmung des Herkunftsortes einer Miniaturmalerei. Weitere Mittel zur Bestimmung sind die Form der Landschaft wie die Farbwahl.
Mit wachsendem Einfluß von Seiten der Moghulmalerei, also der stark von Persien geprägten Schule, verschwanden in Rajasthan die hinduistischen Themen, vollzog sich ein Wandel zugunsten von höfischen Szenen, Porträts und Straßenszenen. Dies führten vor allem die Schulen von Udaipur, Kota, Kishangarh, Jaipur und Westrajasthan fort. Die Moghulmaler hatten inzwischen Heiligenbilder kennengelernt, die die portugiesischen Missionare an den Hof von Delhi mitgebracht hatten. Hier wurde ihnen der Weg zu plastischer Darstellung im Bild geöffnet. Die Figuren lösten sich aus der bisherigen Unpersönlichkeit und bekamen mehr charakteristische Merkmale, was einer ausgereiften Porträtmalerei Bahn bereitete.
In Rajasthan erlebte die Miniaturmalerei, die vielleicht feinste Kunstgattung, die die Rajputen-Höfe hervorbrachten, einen letzten Aufschwung mit dem Aufbegehren gegen Kaiser Aurangzeb.
Armselige Relikte der großen Zeit der indischen Miniaturmalerei sind die billigen Drucke mit Hindugottheiten, wie man sie heute in jedem indischen Haushalt sieht. Hier war unter dem Einbringen von Licht und Schattenmodulation bei gleichzeitiger Beibehaltung tradierter Götterattribute (blaue Hautfarbe, Vielarmigkeit, etc.) und Ausschmückung der Legenden eine kindlichnaive Farbenorgie entstanden, die die alte Malerei geradezu zu verspotten scheint.

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Geschichte Udaipur (Reisebericht)

Die Sisodias sind einer der ältesten Rajputenclans. Die Stadt Chittorgarh war schon seit dem 8. Jhdt. in ihrem Besitz, und unter dieser Herrschaft entstand das Reich Mewar. Als Chittorgarh 1567 von Akbar belagert wurde, floh der damalige Maharana Udai Singh mit seinen Ministen aus der Festung in die Berge und über und überließ das Volk seinem Schicksal. Andere Rajputen sahen diese Flucht als einen Akt der Feigheit.
Udai Singh gründete noch im selben Jahr die Stadt Udaipur und machte sie zur neuen Hauptstadt des Staates Mewar. 1572 starb Udai Singh. Akbar, der in der Absicht, die Bündnisse mit den Rajputen durch Familienbande zu festigen, Töchter der Maharajas zu Frauen gefordert hatte, fand in Udai Singhs Sohn und Thronfolger Pratap einen entschiedenen Widersacher. Während die Herrscher von Amber, Ranthambor, Jodhpur, Bikaner und Jaisalmer längst in die unwürdigen Hochzeiten mit dem Moslem Akbar eingewilligt hatten, stand für Maharana Pratap fest, daß er seine Töchter nicht einmal den Söhnen dieser Rajputentamilien geben würde.
Am 21. Juni 1576 standen sich die Truppen Akbars und Prataps bei Haldighat nördlich von Udaipur gegenüber. Als Chetak, das mittlierweile berühmt gewordene Pferd Prataps, verletzt wurde und daraufhin der Rana stürzte, ergriff Bida Jhala den königlichen Schirm, um seinen Herrscher zu retten. Die Soldaten Akbars töteten den vermeintlichen Rana, Pratap selbst war gerettet, die Schlacht aber verloren.
Obwohl große Teile Mewars dem Feind überlassen werden mußten, blieben Pratap und seine Gefolgsleute unbeugsam. Zum Gedenken an die Zerstörung Chittorgarhs untersagte Pratap sich und seinen Nachfolgern jeglichen Luxus, bis die Ehre wiedererlangt sei. Als Teller benutzte man Palmblätter, das Bett war aus Stroh, die Bärte sollten nicht mehr geschnitten werden. Die Ehre zurückerlangen, darunter verstand man vor allem die Rückeroberung Chittorgarhs, doch blieb Pratap, der bis zu seinem Tod 1597 große Teile Mewars wiedergewann, dieser Triumph versagt. Wie man sich im Palast von Udaipur überzeugen kann, enthielten sich Prataps Nachfolger nicht lange des Luxus. Bereits sein Sohn Amar Singh unterwarf sich Akbars Thronfolger


Udaipur (Stadtbild)
Man lernt Udaipur vor allem dann schätzen, wenn man bereits eine weite Reise durch Westrajasthan hinter sich hat, wo Trockenheit das Landschaftsbild bestimmt. Udaipur mit seinen Stauseen wirkt dagegen erfrischend. Nach der tropischen Landschaft, die die Filme ,,Der Tiger von Eschnapur“ und ,,Das Indische Grabmal“ der Stadt andichten, wird man jedoch vergeblich suchen. Sicher haben diese Filme nicht allein der Stadt, sondern dem ganzen Land den Ruf eines Reiches voll unermeßlicher Schätze in bezaubernder Umgebung eingebracht. Unter diesen Vorzeichen muß jeder Besuch Udaipurs enttäuschen.

Die Lage der Stadt inmitten der Berge bildete in Verbindung mit einer starken Befestigungsmauer, die nicht mehr vollständig erhalten ist, einen ausgezeichneten Schutz. Wo andernorts Kanäle und Bewässerungsanlagen als Lebensader stets von Zerstörung durch feindliche Angreifer bedroht waren bildete hier der 4 km lange und 3 km breite Pichola-See, der bereits im 14. Jhdt. angelegt worden war, selbst einen Teil der Befestigungsanlagen. Höhere Monsunniederschlöge als im überigen Rajasthan begünstigten zudem den Bau bewässerter Parkanlagen, die die Stadt bekannt werden ließen.

Udaipur erstreckt sich am Ostufer des Pichola-Sees. Badeghats führen an den See, der von Wasserlilien beinahe erstickt zu werden droht. Im Süden sieht man auf einer Insel den Jag Mandir Palast, den Amar Singh 1615 errichten ließ. Gegenüber dem Stadtpalast steht auf einer anderen Insel der 1757 unter Jagat Singh II erbaute Jag Niwas, dessen geschmäcklerischer Anbau später ins ,,Lake Palace Hotel“ umgebaut wurde. Motorboote fahren von der Anlegestelle unterhalb des Stadtpalastes zur Insel hinüber. Das Hotel hat ein Monopol auf diese Fährverbindung. So müssen Touristen, die nur zur Besichtigung zum Jag Niwas fahren möchten, für das Übersetzen inklusive Tee, Keksen und 2-Stunden-Aufenthalt einen stolzen Preis zahlen. Was gibt es auf der Insel zu sehen? Einen Palast, der die Illusion vom Märchenland Indien mit neuem Zündstoff versieht, einen Kellner, der für die Teecoupon-fuchtelnden Gelegenheitsgäste nur vernichtende Blicke übrig hat, die Aussicht auf die Stadt und – Touristen der High Society, die sich entsetzen, weil sie sich plötzlich selbst in der Rolle des vom Tourismus bestaunten Objekts finden. Auf einer Tafel bei der Rezeption liegt man schließlich, daß Rund fahrten auf dem See, also auch die Besichtigung des Jag Mandir, ,,For Guests Only“ seine. Dann stehen da noch haarklein pro Kopf, Nase und Fahrstunde die Preise, die jeden 2-Stunden-Gast das Fürchten lehren. Als Udai Singh aus Chittorgarh floh, ließ er 1570 einen ersten Palastbau am Ufer des Pichola-Sees errichten. Dieser stand noch ganz im Einfluß der überlieferten Hindurchitektur.


Jahangir. Damit war das heroische, oft genug romantisch verklärte Kapitel der Geschichte Mewars, auf das sich die Bewohner des Landes haute noch gern berufen, geschrieben.

Amer Singh (1597 – 1621) und Karan Singh (1621 – 1628) hatten eine friedliche Regierungszeit. Erst die Expansionspolitik Shah Jahans, Jahangirs Nachfolgers in Delhi, brachte wieder Unruhen ins Land. Jagat Singh von Mewar (1628 – 1652) wurde 1644 mit 14 000 Männern seiner Armee nach Balkh (Afghanistan) geschickt. Trotz der verschiedenen Klimazonen und der hohen Bergpässe, die sie überwinden mußten, hatten sie großen Erfolg. Doch die Schwierigkeit lag in der Verwaltung des Gebietes. Schließlich befahl Shah Jahans Sohn Aurangzeb, der damalige Gouverneur Balkhs, den Rückzug durch den tief verschneiten HIndukush. Die Armee traf mit 5 000 Mann Verlust in Kabul ein. Dies als Beispiel dafür, was die Eroberer, seien es die Moslems oder später die Briten, den Rajputen abverlangten.

Shah Jahan vernachlässigte mehr und mehr die Regierungsgeschäfte. Er gefährdete die Staatskasse mit dem Bau des Taj Mahal, des Grabmals, das er für seine Lieblingfrau Mumtaz Mahal errichten ließ. Nach zu Lebezeiten des Kaisers stritten sich seine Söhne um die Thronfolge. Der älteste Sohn Dara fand bei vielen Rajputen Unterstützung gegen Aurangzeb, der bereits als fanatischer Moslem bekannt war. Aurangzeb blieb Sieger. Mit Tempelzerstörungen und der Einführung der Jizya, der Kopfsteuer für Hindus, zog er im ganzen Reich den Haß der Hindus auf sich. Die Regierungszeit Raj Singhs von Udaipur (1652 – 1680) war erfüllt von Kämpfen gegen die Moghulen. Später verwüsteten die Marathen das Land. Hungersnöte waren die Folge, 1818 sah sich Mewar gezwungen, den Vertrag mit den Briten zu unterschreiben, um endlich Frieden und neuen Wohlstand erlangen zu können.
In den beiden Weltkriegen stellte das Fürstentum seine Armee den Briten zur Verfügung. Im April 1948 trat Udaipur dem unabhängigen Indien bei. Den Sisodias blieb eine Abfindung, noch der Enteignung unter Indira Gandhi nur noch der in ein Hotel bzw. Museum umgebaute Palastkomplex als Geldquelle.


Spätere Herrscher hielten diesen ersten Bau für nicht ausreichend, und so erweiterte ein jeder den Palast nach seinen Vorstellungen. Die zum Bau verwendeten Materialien wie auch die Arbeiten selbst wurden von Mal zu Mal kostbarer. Mit Beginn des 17. Jhdts., also nach Amar Singhs Bündnis mit Jahangir, machte sich am Hof von Udaipur der islamische Einfluß bemerkbar. Die Finanzkraft der Ranafamilie, die sich aus den hohen Steuerforderungen an das Volk ergab, tat ihr übriges: die Kunst Mewars erreichte ihren Höhepunkt. Bald aber versuchten die Fürsten einander zu übertrumpfen, wo immer sie eine Möglichkeit dazu sahen. Wo man Platz fand, wurde der Palast durch weitere Anbauten ergänzt oder richtiger gesagt: er wurde verunstaltet. Der Besucher des Stadtpalastes mag lächeln über den Ramsch, den besonders die Maharanas des späten 19. und frühen 20. Jhdts. in aller Welt zusammenkauften, oder er mag an das Volk denken, auf dessen Rücken diese dekadente Verschwendungssucht ausgetragen wurde; der Palast wirkt den noch erst vollständig mit diesen seinen letzten Ausklängen, denn er ist in der Hauptsache Abbild der Geschichte Udaipurs mit Höhen wie dem Amar Vilas und Tiefen bis hin zum Unter gang wie etwa den seltsamen in die Wände eingelassenen Glasmurmeln. Trotz vieler islamischer Einflüsse spiegelt er – wie auch andere Palastbauten Rajasthans – die hinduistische Gedankenwelt wider mit dem Monent der ewig wachsenden, bisweilen wuchernde Phantasien. Schließlich – und dies das Entscheidende für unseren Eindruck – findet seine Lage am Ufer des Sees auch in anderen Ländern selten eine Entsprechung.

Das ,,Government Museum“, das Gemälde, frühe Inschriften, griechische Münzen aus der Zeit Alexanders des Großen, Waffen und Kostüme beherbergt, wurde aus dem Sajjan Nivas Garten in den Stadtpalast verlegt. Nach der Besichtigung kann man sich südlich des Palastes in einem verwilderten Park am Seeufer ausruhen. Weiter nördlich liegt der Sajjan Nivas Garten, den Sajjan Singh (1859 – 1884) anlagen ließ. Neben recht gepflegten Grünanlagen wie sie im heutigen Indien selten sind, findet man hier einen kleinen Zoo und das Saraswati Bhavan, eine Bibliothek mit wertvollen Manuskripten. Vom Machhala Magara, dem Hügel hinter dem Park, hat man einen schönen Ausblick auf den See. Weiter südlich über den Hügel gelangt man zur Stadtmauer.

Verläßt man den Palast nicht wie oben beschrieben in südlicher Richtung, sondern geht nach Norden durch das Tripolia-Tor, dann gelangt man in den Bazar. Links neben dem Tor liegt zunächst das Peepli Ghat, wo gelegentlich noch Boote ablegen.


Weiter nördlich erreichen wir den Jagdish Chowk mit dem Jagdish-Tempel (1651), in dem hinduistische Baugedanken erneut auflebten, nachdem sie bereits seit dem 14. Jhdt. fast nur noch Stadien des Verfalls ausbildeten. Der Tempel, der als einer der wenigen seiner Zeit nicht der Zerastörungswut Kaiser Aurangzebs zum Opfer fiel, ist dem Gott Vishnu geweiht. Der Schrein
des Garuda, Vishnus Tragtier, weist darauf hin. Laut Inschrift hat der Bau, den Jagat Singh ein Jahr vor seinem Tod hat ausführen lassen, etwa 1,5 Millionen Rupies gekostet (zum Vergleich: ein Maurer erhielt ca. 2,5 Rs. im Monat; die Kosten für das Taj Mahal, 1654 fertiggestellt, betrugen ca. 18,5 Mio. Rs.). Neben dem Jagdish-Tempel steht der weniger bedeutende Radha-Krishna-Tempel. Radha war die Lieblingsfrau Krishnas, der achten Inkarnation Vishnus. Vor der Liebe der beiden zueinander, insbesondere vom Einfluß dieser Liebe auf die Entwicklung der Kunst als auch der Religion, werden wir noch im Zusammenhang mit Mira Bai beim der Erzählung von Chittorgarhhören. Hier sei noch erwähnt, daß eine andere Bezeichnung Krishnas, Jagganath, dem Jagdish-Tempel (auch Jagganath Rai) seinen Namen gab.


Um den Clock Tower trifft man auf reiche Silberschmiede, die sich nun Vollends auf den Tourismus eingestellt haben. Zwar kann man hier alten Silberschmuck erstehen, jedoch nicht zu günstigen Preisen. Nordöstlich vom Clock Tower liegt der Svaroop Sagar, auch Rang Sagar genannt, der den Pichola-See mit dem Fateh Sagar verbindet. Am Chetak-Circle beschließen wir die Besichtigung der Altstadt mit einem Abendessen. In den Geschäftsstraßen beleuchten nackte Glühbirnen die ausgelegten Waren. Nur der Erdnußhändler verkauft seine ,,mumpalleehs“ beim Schein einer rußenden Petroleumfackel. Der Gestank der Kloake vermischt sich in der noch heißen Abendluft mit dem Duft von Äpfeln, Räucherstäbchen und Blumen. Die wohlhabende Geschäftsleute üben sich im Wettkampf der Stereoanlagen: der Japanimport gewinnt gegen das krächzende Imitat aus indischer Produktion. Von den Bändern plärren dabei die seit Monaten bekannten Songs der Hindifilme, die auf diese Weise ihren Weg auch zu jenen finden, die kein Geld haben, ins Kino zu gehen. Wenn erst die Lieder verstummt sind, können nur noch die Moskitos den Schlaf stören.

Als dritten See Udaipurs besuchen wir am nächsten Tag den Fateh Sagar, den Fateh Singh 1754 anlegen ließ. Von der Stadt fährt man über einen Hügel zur Staumauer Fatehsagar Pal hin auf. Die Straße führt weiter um den gesamten See herum, an dessen Ufern keine Bauwerke stehen. Ein angenehmer Wind weht vom Westen über den Sagar. Am Ostufer liegt zunächst der ,,Rock Garden“, ein Park am Hang des Moti Magri. Auf der Spitze des Berges steht das Pratap Smarak, ein Reiterdenkmal zu Ehren Maharana Prataps, sowie Reste eines Bauwerks aus der Zeit vor Stadtgründung. Den Aufstieg jedoch rechtfertigt allein die Aussicht auf Udaipur und den Fateh Sagar. Auf dem Rückweg begegnet uns ein händchenhaltendes Liebes-paar, eine Rarität in Indien. Von der Bootsanlegestelle unter halb des Rock Garden kann man zur Insel mit dem Nehru-Park hinüberfahren, der vor allem bei einheimischen Touristen sehr beliebt ist. Dei Überfahrt kostet weit weniger als die Fahrt zum Jag Nivas auf dem Pichola-See. Mit dem Boot fährt man an der Jet Fountain vorbei. Ein in Kaufhaus-Qualität gemaltes Panorama im Speisesaal des Tourist Bungalows läßt vermuten, daß die Fonitäne zumindest einmal in Gang gesetzt wurde, und sei es, um dem Maler den Bildentwurf zu erleichtern. Im Nehru-Park liegen den Ausflüglern Kostüme bereit, in denen sie sich in Maharajapose fotografieren lassen können.

Die schönste Aussicht auf den Fateh Sagar hat man vom Neemuch Mota, auf dessen Spitze ein unbedeutender Tempel steht. Schließlich besichtigen wir auf dem Rückweg in die Stadt den Saheliyon-ki-Bari, einen Garten mit Chhattris, Springbrunnen und Rosenbeeten, den Sangram Singh II im 18. Jhdt. anlegen ließ. Die alte Pracht des Gartens verblaßt mehr und mehr. Die Leitungen der Springbrunnen sind so sehr verstopft, daß das Wasser gar nicht oder in unvorhersehbare Richtungen austritt. In einem Pavillon des Gartens werden halbwissenschaftliche Informationen an Sonntagsauflügler verteilt, so etwa das Schema des Stromkreislaufs oder normale Blutdruckwerte verschiedener Altersklassen. Ein armseliges Ende für diesen ehemaligen Lustgarten.

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