Indische Küche, indisches Essen, Indische Gerichte, Indisch Kochen

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Indische Küche - Indisches Essen - Indische Gerichte - Indisch Kochen lernen

    Indische Küche, indisches Essen, Indische Gerichte, Indisch Kochen

Wenn man sich ein bisschen mit dem Thema „Indische Küche" beschäftigt und verschiedene indische Gerichte gekostet hat, kommt man darauf, dass es "DIE" indische Küche eigentlich nicht gibt. Auch wenn einige behaupten, dass es in Indien kein gutes Essen gibt, liegen sie damit falsch.

Die indische Küche ist sehr vielfältig und je nach Region sehr unterschiedlich. Oft wird das Gericht durch seine Gewürze bestimmt und über ganz Indien verteilt findet man Gewürzmischungen, die gerade für diesen oder jenen Landesteil typisch sind.Grundnahrungsmittel sind im Norden mehr Fladenbrote (Chapati, Roti, Nan), die aus Mais-, Weizen oder anderem Mehl hergestellt werden und im Süden mehr Reis (Chawal, Pulao), der gekocht mit Safran seine schöne gelbe Farbe erhält. Weitere Grundgerichte sind Linsen (Dal) und alle Sorten von Gemüse.

Indisches Essen bedeutet nicht automatisch vegetarisches Essen. Eine Vielzahl von Fleischgerichten steht zur Auswahl, wobei zu bedenken ist, dass je nach Religionsgemeinschaft der Verzehr von Fleisch sehr unterschiedlich sein kann. Hindus und Muslime können Lamm- oder Hammelfleisch sowie Geflügel und Fisch essen. Hindus essen jedoch auf keinen Fall Rindfleisch und Muslime nie Schweinefleisch. Anhänger des Jainismus essen zumeist überhaupt keine tierischen Produkte. In der indischen Küche beeindruckt also vor allem die Vielzahl an verschiedenen Gerichten. Es werden Fleisch- und Fischgerichte in allen Variationen angeboten und dazu eine Fülle raffinierter vegetarischer Speisen, wie Sie sie in keinem anderen Land der Erde auf der Speisekarte finden. Und Sie werden bald feststellen, dass die indische Küche gar nicht so scharf ist wie ihr Ruf.
Für all jene, die nicht wissen, was sie sich aus diesem großen Angebot wählen sollen, empfehlen wir einen Thali. Thali bedeutet "Tablett" und auf eben diesem Tablett bekommt man, vegetarisch oder nicht, eine bunte Mischung verschiedener Speisen mit Reis und Brot serviert. Das berühmte indische Curry ist nicht das bei uns bekannte Currygewürz, sondern eine in vielen Variationen und aus vielen Zutaten hergestellte Gewürzmischung.

Indian cuisine

Diese Gewürzmischung bildet die Grundlage für verschiedene Saucen (z.B. Gemüsecurry, Fleisch-, Fisch- und Eiercurry), die zu Reis und Fladenbrot gereicht werden. Ein Curry-Rezept kann aus bis zu 300 verschiedenen Körnern und Kräutern bestehen und zumeist hat jede indische Hausfrau ihre eigene Art und Weise ein Curry zuzubereiten.

 

Indisches Essen ist in der Regel eher fettig. Fett dient als Ausdruck von Wohlstand, Großzügigkeit und des Wunsches, der Familie und Freunden etwas Gutes tun zu wollen. Der Trend, das Fett aus Gesundheitsgründen in der Kost zu reduzieren, ist in Indien ziemlich neu, aber im Kommen. Reines Butterfett (Ghee) und hausgemachte Butter, die heute mehr und mehr gegen Pflanzenöle ausgetauscht werden, galten lange Zeit als unentbehrliche Zutaten für eine gute und gesunde Speise. Zu Trinken gibt es neben gewürztem Tee mit Milch (Chai) auch Kaffee, Kokosmilch, süßen oder gesalzenen Yoghurt mit Milch oder Wasser (Lassi), Säfte, Softdrinks, Soda- und stilles Wasser. Alkoholische Getränke gibt es, aber eher selten.

Garam Masala
Garam Masala bedeutet “scharfe Gewürze”. Wenn ein Inder darauf hinweist, dass kein Chili im Essen ist (das von Ausländern meist gefürchtete rote Chilipuder), erwähnt er dabei nicht das Vorhandensein der noch schärferen Garam Masala (Gewürzmischung).
Garam Masala besteht meist aus einer Mischung von gemahlenen Gewürzen (Hausfrauen bevorzugen wegen des charakteristischeren

Lassi

Geschmackes manche dieser Gewürze unzerkleinert). Zu den Gewürzen des Garam Masala gehören üblicherweise Kardamom, Gewürznelken, Zimt und schwarzer Pfeffer. Sie kommen bei zahlreichen Gerichten zum Einsatz, meist bei üppigen Soßen und Partygerichten. Die Hülsen des schwarzen Pfeffers und Zimt werden beispielsweise dem Reis beigefügt; beißt man auf die ersterben, verbrennt man sich die Zunge.
Beim maßvollen Einsatz dieser Gewürze ist das Resultat ziemlich befriedigend. Inder fügen gemahlenen Garam-Masala-lngwer ihrem Tee bei und kreieren somit den Masala-Tee.

 

Essen am Straßenrand
Inder lieben es, zum Essen auszugehen – und nicht immer in Restaurants. Sehr oft möchten sie einfach ihren Gaumen mit einer Vielfalt von Gerichten verwöhnen, wie sie am Straßenrand angeboten werden. Während jedoch die meisten Inder eiserne Mägen haben, müssen ausländische Besucher versuchen, die hygienischen Bedingungen des Essensstandes abzuschätzen und gleichzeitig darauf bestehen, dass Chili maßvoll zum Einsatz kommt.
Ein sehr beliebtes Gericht ist Gol-gappas (kleine hohle Klöße aus gebratenen Weizenpfannkuchen), das der Koch kurz in eine Soße mit gewürzten Kartoffeln taucht und über dass er ein pikantes Wasser gießt, das einige Gewürze sowie Chili und Minze enthält).

Food on the roadside

 

Diese Pfannkuchen “explodieren” förmlich im Mund und setzen die verschiedenen Gewürze frei. Zu den Gol-gappas können Papri-chaat (knusprige, in Joghurt getauchte Pfannkuchen) gereicht werden, auf denen Kartoffeln, Scheiben grüner Chillies, Ingwer, Minze, Chutney, Tamarinden-Chutney sowie eine Prise Salz und rotes Chilipuder angehäuft sind.

Eine gesündere Alternative bietet die Früchteplatte Chaat (etwa Bananen, Äpfel, Orangen, Guaven und Chikoos, in mundgerechtes Stücke geschnitten und mit Gewürzen und etwas Limonensaft versehen). Dieser Appetitanreger hinterlässt einen angenehmen Nachgeschmack.

Der Chaat-wallah (Chaat-Verkäufer) bietet auch Aloo-tikkis an (runde Kartoffelschnitzel mit Linsen in der Mitte, kochendheiß mit Tamarindenchutney und einem Curry serviert). Samosa sind dreieckige, schmackhafte, mit gewürzten Kartoffeln gefüllte Teigteilchen, zu denen Tamarindenchutney gereicht wird.

Eine aus Bombay stammende Variation des Chaat-Gerichtes stellt Bhelpuri dar (Portionen von Puffreis, mit etwas Mehl versehen und dem üblichen Tamarindenchutney und Gewürzen garniert.

Ein beliebter lmbiss in Kalkutta ist Jhaal-Muri-Puffreis mit etwas Senföl, grünem Chili, gehackten Zwiebeln und Gewürzen.

Die kulinarischen Genüsse am Straßenrand werden von Kulfi abgerundet (indische Eiscreme in kleinen konischen Behältern, die in Trockeneis in einem großen Tontopf aufbewahrt wird). Kulfi reicht man mit Griess und duftendem Rosenwasser. Diese Nachspeise verschafft der Zunge nach den vorangegangene Chaat-Gerichten wohltuende Linderung.

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MOSLEMISCHE KÜCHE
In einer engen Gasse im Dorf Nizamuddin befindet sich Karim’s Restaurant. Die aus Saudi-Arabien stammenden Vorfahren der heutigen Besitzer standen einst als Küchenchefs im Dienste der Mogulherrscher.

Sehr zum Gefallen ihrer königlichen Herren hatten sie eine eigene Mogul-Küche kreiert – vorwiegend Fleischgerichte, die mit Dickmilch, ghi und Gewürzen zubereitet werden. Während des Sepoy-Aufstandes oder Ersten Indischen Unabhängigkeitskrieges floh die Familie aus Delhi und lebte über 30 Jahre in einem Dorf im heutigen Uttar Pradesh. Um 1890 kehrte Haji Karimuddin, der Urgroßvater des heutigen Besitzers, mit ehrgeizigen Plänen nach Delhi zurück: Er wollte die königliche Küche dem Volk nahebringen und zu Ruhm und Wohlstand gelangen. 1913 eröffnete er das ursprüngliche Karim’s im Matia-Mahal-Basar, nur einen Katzensprung von der Jama Masjid entfernt. Das Karim’s in Nizamuddin existiert seit 1974.

Wie Restaurantchef Wasimuddin erklärt, werden die Familienrezepte auch heute noch streng gehütet und selbst vor den Köchen geheimgehalten. Die Frauen mahlen und mischen die Gewürze zu Hause – allein für garam masala benötigt man 32 verschiedene Zutaten. Sie bereiten auch Karim’s berühmten khir zu, eine Mischung aus Milch und Reis, die mit einer eßbaren Silberfolie bedeckt und in Tongeschirr serviert wird, was der Süßspeise ihren einzigartigen Geschmack verleiht.

Mehr als die Hälfte der Gerichte sind Tandoori-Spezialitäten und werden in riesigen Holzkohleöfen (tandoors) zubereitet. Auf Anfrage brät Wasimuddin auch eine ganze Ziege, aber die meisten Gäste begnügen sich m
it Tandoori-raan oder Lammkeule und Tandoorihuhn. Zu den Kebabs gehören Tandoori-burras (Lammkoteletts) und Seekh kebabs (Hackfleischbällchen auf Spießen). Angeblich wurden letztere für einen zahnkranken Kaiser erfunden, der kein Fleisch mehr kauen konnte, In einem anderen großen Tandoor werden nans und Tandoori-roti aus Sauerteig hergestellt. Mit Eisenstangen wird das Brot einige Sekunden, nachdem es an die Innenwand des aufgeheizten Tandoor geklatscht wurde, wieder herausgeholt.

Von der Königsfamilie besonders geschätzt wurden Akbari Murgh Masala, ein köstliches Hühnergericht mit Dickmilch, Makhani Murgh-e-Jahangiri, Huhn in Butter und ausgewählten Gewürzen, sowie Jahangiri Qorma, ein gehaltvolles Hammelcurry. Eine leichtere und allgemein sehr beliebte Speise ist Badshahi Badam Pasanda. Sie besteht aus geschnetzeltem Hammelfleisch mit Mandeln, Dickmilch und einer delikaten Gewürzmischung, deren Zusammensetzung geheim ist. Nargisi Kofta sind mit Ei gefüllte Hammelfleischbällchen. Shahi Murg-Do-Piyaza enthält extrem wenig Chili und ist wegen seiner Verträglichkeit bestens für noch unangepaßte Touristenmägen geeignet. Huhn- und Hammel-biryanis gehören zu den Reisgerichten.

Für heutige Verhältnisse ist das Essen sehr üppig, aufgrund der fein abgestimmten Gewürze und der sorgfältigen Zubereitung jedoch äußerst bekömmlich. Die Speisen werden nicht mit Alkohol, sondern mit jal jeera (Kümmelwasser), lassi (Joghurt) oder dem sirupartigen sherbet hinuntergespült.

In Karim’s gibt es auch vegetarische Speisen, die es allerdings in Vielfalt und Geschmack nicht mit den Fleischgerichten aufnehmen können.

Während des Fastenmonats Ramadan öffnet das Restaurant erst, wenn die Moslems etwas zu sich nehmen dürfen – also von Einbruch der Dunkelheit bis zur Morgendämmerung. Eine reizvolle Abwechslung auch für Nichtmoslems!

Kulinarische Reise (Food Tour) in Indien
Willkommen zu einer gastronomischen Tour durch Indien; man sollte darauf gefaßt sein. überrascht zu werden. Die zahlreichen indischen Restaurants im Ausland haben den Eindruck entstehen lassen, die indische Küche bestünde vorwiegend aus Curry und scharfen Gewürzen.
Man sollte dies jedoch nicht gegenüber einem Inder erwähnen. Bestellt man in einem indischen Restaurant ein Currygericht, wird man mit der ersten Überraschung konfrontiert; ,,Curry, natürlich – aber könnten Sie sagen, was Sie gerne hätten?” wird man dann höflich gefragt. In Wahrheit gibt es kein ,,indisches Curry”. Der Begriff wird generell auf alles angewendet, das eine Soße hat, und in Indien fallen sehr viele Gerichte in diese Kategorie! Vielleicht möchte man ein Butter-und-Sahne-Curry oder eines mit ganzen
Gewürzen womöglich eines mit sehr vielen Zwiebeln…

Man muß also spezifizieren, welche Art von Curry man haben möchte und was darin sein soll: Lammkeule, Hühnerbrust, Garnelen, Fisch, geröstete Auberginen, Stangenbohnen, Kartoffeln, Blumenkohl, Erbsen…An diesem Punkt läßt sich die Verwirrung noch steigern. Welche Art von Curry war es noch, die man haben wollte? Das üppige, fette Mughlai mit seiner Würze und getrockneten Früchten, das feinere Lucknavi-Gegenstück oder die unverwechselbare Hyderabadi-Version? Vielleicht dachte man an die herzhaften Curries des Punjab, die feurige Version Tamil Nadus oder die süßsauren Currys aus Gujarat und Maharashtra!

Curry ist ein mythisches Gericht, es existiert nicht – wenigstens nicht im Singular – und seine Vielfalt läßt das Bestellen für die meisten Besucher zu einem Alptraum werden. Über Jahrtausende hat die indische Küche zahllose Einflüsse absorbiert, und durch Rezepte, die selten unter Nachbarn oder selbst innerhalb von Familien ausgetauscht werden, sind die Variationen unglaublich zahlreich. Die Bemerkung: ,,Du bereitest das nicht wie meine Mutter zu”, ist nirgends angemessener als in Indien.

Indische Kost
Gibt es so etwas wie indische Kost? Sicherlich. Und am Ende einer kulinarischen Reise wie wir diese in Indien anbieten, wird man wahrscheinlich eine Art ,,Fernexperte” der indischen Küche sein, vorausgesetzt, man nimmt von bestehenden Vorurteilen Abstand.

Wir beginnen mit den Grundlagen. Viele Inder sind Vegetarier, doch ein beträchtlicher Prozentsatz ißt Fleisch, weshalb es daran in Indien nicht mangelt. Die Gründe für die Abstinenz vom Fleisch sind meist religiöser Art. In vielen Familien enthalten sich die Frauen an bestimmten Tagen des Fleisches (meist montages, dienstags und donnerstags).

Man sollte sich daran erinnern, daß die Hindus kein Rind essen, während für die Moslems Schwein tabu ist. Alkohol wird vor Mahlzeiten serviert und nie während des Essens – einer der Gründe, warum indische Dinnerpartys spät am Abend enden und die Gäste, kurz nachdem sie gegessen haben, aufbrechen.

Jede Region Indiens hat, von geringen Variationen abgesehen, ihre eigene, unverwechselbare Küche. Ein indisches Grundgericht besteht aus gedünstetem Reis, der mit Dhal (Linsencurry), Joghurt, Gemüse, Lamm oder Huhn, Salat, Pickles und Rotis (ungesäuertem Brot aus Vollkornweizenteig, frisch serviert) gereicht wird. Dies ist jedoch eine grobe Vereinfachung.

Mughlai-Kost
Die Mughlai-Küche stellt eine Verbindung indischer Soßen mit der Üppigkeit der Mogul-Essenskultur Nordindiens dar. Die Soßen sind schwer, und nichtvegetarische Gerichte sind fast immer obligatorisch. Die Gewürze werden mit Sahne und Butter abgemildert und mit Rosinen, Mandeln, Pistazien, Walnüssen oder Cashewnüssen angereichert. Sie bilden die Soßen für Lamm (ein beständiger Favorit) oder Huhn wie auch für Gerichte mit Hüttenkäse und Gemüse. Die Mughlai-Kost verlangt eine große Vielfalt, und dazu gehören Biryani (mit Safran und Lamm oder Huhn gekochter Reis) sowie eine Auswahl an Broten, von denen man einige in die üppigen Soßen tunkt. Unter den Nawabs von Awadh (Lucknow) veränderte sich die Mughlai-Küche, indem sie eine Wende zum leichteren nahm. Weniger Gewürze und Fett kommen als Folge dessen zum Einsatz und die Gerichte werden in Einzelbehältern zubereitet, die man mit Teig versiegelt. Sie werden vor dem Speisenden geöffnet, damit der Duft des dampfenden Gerichtes zur Gaumenfreude beiträgt. Es handelt sich um die Dum-Pukht-Schule, und ihren Praktikern zufolge kommt es bei der Erzielung der besten kulinarischen Resultate auf die Behälter und deren Form sowie auf das Brennholz an, über dem das Essen zubereitet wird. Heute wird jedoch statt Holz Gas oder Elektrizität verwendet.

Hyderabad-Küche
Die in Hyderabad servierten Gerichte weisen einen südlichen Geschmack auf. Dies ist vielleicht auf die Verwendung von weniger Gewürzen und die offensichtliche Betonung des Senfs zurückzuführen. Gourmets diskutieren weiterhin die Vorzüge der verschiedenen Schulen, die natürlich alle Genuß bereiten.

Kebab-Eßkultur
Den bereits erwähnten regionalen Küchen gemein ist eine Vielfalt an Kebabs, die den Mund wäßrig macht. Ein Kebab ist im Prinzip ein Stück Fleisch ohne Knochen, das auf Kohlen gegart wird. Durch den Einfluß des Mittleren Ostens ist der Kebab (gegrillter Fleischspieß) nun zu einem Bestandteil der nordindischen Küche geworden. Das Fleisch wird mit Joghurt und Gewürzen mariniert und entweder in kleine Portionen zerschnitten oder zu einer Paste beziehungsweise Hackfleisch verarbeitet. Es wird dann mit Gewürzen vermischt und auf Spießen gegrillt (Sheekh-kebabs), zu flachen Klößen gerollt und gebraten (Shammi-kebabs) oder gekocht und als Pathar Kebab (auf einem heißen Stein zubereitet), Boti Kebab (kleine Portionen heißen Boti), Malai Kebab (eine sahnige Variante) sowie in anderen Formen serviert.

Viele Inder bevorzugen bei Mahlzeiten außerhalb des eigenen Heims Kebabs und Tandoori-Gerichte. Tandoori gilt als besonders gesund, da die Speisen hygienisch, ohne Fett und mit minimalen Mengen an Gewürzen zubereitet werden. Im Mittelpunkt der Tandoori Küche steht der Tandoor (Tonofen), der etwa anderthalb Meter hoch ist und mit Kohle betrieben wird. Wenn er heiß ist, können ganze Hähnchen in Augenblicken gegart werden. An den Innenwänden des Tandoor backt man Brot; mühelos befördert der Koch Tandoori und Naan-Teig an die Seiten des Ofens und zieht sie wieder heraus, ohne sich die Hände zu verbrennen.

Ein üblicher Bestandteil der Tandoori-Kost ist ein Mah Ki Daal (schwarzes Linsencurry), das über Nacht langsam auf der Glut im Tandoor gekocht wird. Neben dem Tandoor sieht man meist eine Backplatte, über die der Koch dünne Streifen von Teig legt, um das passende Roomali Roti (,,Taschentuch-Brot”) zuzubereiten.

Udipi-Kost
Bei den Gourmets ebenso beliebt ist die südindische Küche, die man nach der Stadt ihres Ursprungs mit der Bezeichnung Udipi versehen hat. Doch es gibt deutliche Unterschiede zwischen zwei regionalen Ausprägungen. Die südlichen Gerichte sind meist vegetarisch, leicht und scharf. Es wird viel Reis gegessen, der mit einer Mischung von in Kokosöl gekochtem Öl auf den Tisch kommt. Beilagen eines jeden Mahls sind Sambhar (Linsencurry) und eine dünne Suppe namens Rasam (oder Milagu Tannir –,,Pfefferwasser”), aus der die im Westen beliebte Currysuppe entstanden ist. Die Gewürze (vorwiegend schwarzer Pfeffer) sind so scharf, daß dazu eine Portion Joghurt zwecks Besänftigung des Gaumens gereicht wird. Der Reichtum an Gewürzen läßt sich leicht erklären: Der winzige südliche Küstenstaat Kerala kann sich wahrscheinlich rühmen, das Gewürzzentrum der Welt zu sein.

Die beliebtere Form der südlichen Küche besteht jedoch aus jenen Gerichten, die oft als Zwischen- oder Frühstücksmahlzeiten betrachtet werden. Sehr populär sind beispielsweise Masala Dosa (mit Kartoffeln gefüllter Pfannkuchen aus fermentiertem Reisteig), Idlis (gedünstete Klößchen aus fermentiertem Reis) und Vadas (Krapfen). Zu diesen Speisen reicht man großzügig bemessene Portionen Sambhar. Utthapams sind indische, pizzaartige Gerichte mit einem weichen Boden. Als weniger bekannt gelten die nichtvegetarischen Gerichte der südlichen Küche. Die Bewohner des Küstenstreifens und jene aus Hyderabad essen gerne Meeresfrüchte und auch Huhn und Lamm. Dazu gibt es meist gaumenkitzelnde Soßen, wobei sicherzustellen ist, daß sich genügend Joghurt in Reichweite befindet.

Spezialitäten Goas
Ebensogut gewürzt sind die Currys aus Goa in Westindien. Goa ist ist am meisten für seine Strände bekannt, und Besucher können sich deshalb auf reichlich Meeresfrüchte freuen. Als die Portugiesen ihr kulinarisches Wissen mit dem der einheimischen Fischer teilten, profitierte die goanische Küche gewaltig davon. Eine unschlagbare Spezialität ist Vin daloo (Fleisch oder Meeresfrüchte, in Gewürzen und Essig gekocht), die jedoch wiederum Joghurt erfordert. Die Vorliebe der Goaner für Schwein und Würste hat Sorpotel entstehen lassen (zartes Fleisch mit scharfem Curry).

Land der Vegetarier
Bewegt man sind auf der Landkarte nach Norden, gelangt man zu den hauptsächlich vegetarischen Bundesstaaten Gujarat und Maharashtra. Ihre Soßen sind sowohl süß als auch sauer. Die frühen moslemischen Siedler Maharashtras haben die Region um eine unverkennbar moslemische Küche bereichert, die man immer noch in manchen der Metro-Restaurants findet. Besondere Erwähnung gilt der Bora-Küche mit ihren leichten, aber typischen Soßen, die meist mit Reis serviert werden. Die Parsen Bombays bevorzugen Dhansak, eine Soße mit Hammel und Linsen, zu der man Reis und knusprige Zwiebeln ißt.

Im benachbarten Rajasthan nimmt sich die Bauernküche bescheiden aus Im Vergleich zu den Speisen des Hofes, die das Kulinarische zu einer Kunst erhoben. Shikar (die Jagd) geht dort mit einer rustikalen Methode der Essenszubereitung einher: Feldhasen werden etwa in einer Sandgrube gegart, die mit glühenden Kohlen und Holz bedeckt ist. Nach dieser kulinarischen Rundreise nun zurück in das Punjab, wo die Gerichte auf herzhafte Weise zubereitet werden. Die Punjabis mögen ihr mit Fett beträufeltes Huhn in einer Soße aus Butter und Tomaten, bevorzugen Tandoori Murgh und haben eine ausgeprägte Vorliebe für Chhola Bhatura (gewürzte Pferdebohne mit fritierten, fermentierten Rotis). Und im Winter geht ihnen nichts über Maisrotis mit Sarson (dem grünblättrigen Gemüse der Senfpflanze).

Die gastronomische Tour endet im Osten oder genauer in Bengalen, wo die kulinarische Kultur von den Bengalis über die Jahrhunderte gepflegt worden ist. Leider manifestiert sie sich nicht in den Restaurants, und die besten bengalischen Gerichte werden (mit wenigen Ausnahmen) nur in Privathaushalten aufgetischt. Deshalb kommen nur wenige Außenstehende in den Genuß authentischer Bengali-Küche. Im Mittelpunkt eines jeden bengalischen Mahls steht frischer, qualitativ guter Fisch, der meist nach einiger Feilscherei erstanden worden ist, in der die Inflation sowie Regierungs- und Weltkrisen erwähnt worden sind. Mag der Fischcurry den Besucher nun begeistern oder kalt lassen, so gibt es doch wenig Zweifel, daß die Bengali-Süßigkeiten entzücken werden. Dazu gehören Rosogollas (leicht gesüßter Hüttenkäse) oder Mishti-doi (mit Datteln gesüßter Joghurt).

Süßigkeiten & Früchte
Inder haben landesweit eine Vorliebe für Süßes. Besucher werden kaum den Jalebis (brezelähnlichen, in Öl gebakkenen und in Zuckersirup getunkten Leckereien) widerstehen können, und die Gegenstücke westlichen Konfekts sind Barfi (meist aus Milch), Rosgullas und Gulab Jamuns (in Zuckersirup serviert) sowie Kulfi, eine sahnige indische Eiscreme voller getrockneter Früchte. Hausfrauen sind geschickt bei der Zubereitung von Kheer (verdickter, gesüßter Milch, in Reis gekocht und mit Safran und Rosinen garniert) oder Halwa (geröstetem Weizen -oder Reismehl).

Als Abschluß des Mahls bietet sich auch eine riesige Vielfalt an Früchten an. Bananen findet man im ganzen Lande, etwa die größten im Süden oder eine Sorte mit rosa Fruchtfleisch im Osten. Die Mango ist zweifelsohne die Königin der Früchte und eine Sommerdelikatesse, über deren geringe regionale Unterschiede Inder stundenlang diskutieren. Der Sommer ist auch die Zeit der Wassermelonen, Orangen, Nektarinen und Mandarinen. Auf den Hügeln wachsen Aprikosen, Pfirsiche und Pflaumen, und es gibt eine kurze Kirschsaison zu Beginn des Sommers.

Weitere Früchte sind Erdbeeren, Maulbeeren, Himbeeren, Jamun (eine violette Frucht mit zartem Fleisch, die während der Monsunsaison erhältlich ist) sowie Chikoos und Guaven.

Damit sind wir fast am Ende der gastronomischen Tour Indiens angelangt. Möchte jemand Curry?

Internationale Küche
Obwohl die indische Küche über die Jahrhunderte viel durch Einflüsse von außen übernommen hat, ist sie doch stets so vielfältig gewesen, daß sich die Inder nicht mit den Küchen anderer Länder befaßt haben. Wenige Inder schätzen wirklich Kulinarisches aus dem Ausland, und selbst jene, die beispielsweise die Feinheiten französischer Gerichte zu genießen wissen, werden sich selten dafür entscheiden.

Dies ist wahrscheinlich der Fall, weil der indische Gaumen stets mit zahlreichen Gewürzen bombardiert wird, von denen nicht alle unbedingt so scharf wie Chili sein müssen. Manche Gewürze diesen medizinischen Zwecken, während andere einem Mahl nur sehr leichte Geschmacksnuancen verleihen. Der westliche, sparsame Gebrauch von simplen Gewürzen liegt dem durchschnittlichen Inder kaum.

Man ziehe auch die große Vielfalt an Gerichten in Betracht, die dem indischen Speisenden zur Verfügung stehen: Zusammen mit Reis und Rotis nimmt er Linsen, Gemüse, Fleisch, Salat, Pickels sowie einfaches oder gewürztes Joghurt zu sich. Ein westliches Mahl besteht dagegen aus Suppe und einem Hauptgericht und läßt nur eine begrenzte Auswahl zu, besonders für Vegetarier.

Dennoch findet man in den großen Städten einige gute internationale Restaurants. Indien beheimatet Chinesen und Tibeter, doch die chinesische Küche ist mehr wegen ihrer gastronomischen Vielfalt so beliebt, insbesondere Sichuan-Gerichte. Die meisten Inder entscheiden sich beim Auswärtsessen neben der indischen Küche für die chinesische, und viele Hausfrauen können wenigstens ein paar einfache chinesische Gerichte zu Hause zubereiten. Die Sichuan-Küche wird wegen ihrer Würze bevorzugt.
Europäische Restaurants in Hotels bieten eine annehmbare Qualität, und
manche haben sogar Auszeichnungen erhalten. Sie werden in erster Linie von Diplomaten, Ausländern und Touristen frequentiert.

In der vergangenen Jahren sind auch andere Küchen (etwa Thai und die japanische) in Indien eingeführt worden, jedoch lediglich in sehr begrenztem Umfang. In kleineren Städten haben sogenannte europäische Speisen nur wenig Ähnlichkeit mit dem Originalgericht. Es ist deshalb am besten, sich an die bewährten Hotelrestaurants zu halten.

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