Hinduismus
- Buddhisten -Moslems - Sikhs - Jains- Parsen - Christen - Juden
In
Indien ist ein ganzes Kaleidoskop von Religionen vertreten. Kaum ein
anderes Land dieser Erde hat mehr unterschiedliche Religionen und
Sekten aufzubieten als Indien. Sieht man davon ab, daß in Indien
ohnehin fast alle großen Weltreligionen vertreten sind, so muß
zusätzlich berücksichtigt werden, daß dieses Land auch die
Geburtsstätte zweier großer Weltreligionen war, nämlich des Hinduismus
und des Buddhismus. Ferner ist Indien die Heimat einer der wichtigsten
und ältesten Religionen (Zoroastrismus) und die Heimat einer Religion,
die einmalig für Indien ist (Jainismus).
Der Hinduismus:
Die Menschen des Indus Valley entwickelten damals eine Religion, die
eine enge Verwandtschaft zum heutigen Hinduismus erkennen läßt. Auch
die Einflüsse der Drawiden aus dem Süden und der Arier, die etwa 1500
v. Chr. In den Norden Indiens einfielen, prägten damals diese Religion
mit. Als um 1000 v. Chr. herum die vedischen Schriften auftauchten,
gaben sie dem Hinduismus erstmals einen erkennbaren Rahmen. Der
heutige Hinduismus besitzt eine Reihe heiliger Bücher. Zu ihnen
gehören die Bhagavadgita, dem Gott Krishna geweiht, das Mahabharata,
das Ramayana (die Geschichte des Rama) sowie die Veden, die Upanishads
und die Puranas.
Eines haben sie alle gemeinsam, nämlich daß alle Hindus eine Reihe von
Wiedergeburten und Wiederverkörperungen durchwandern müssen, die
irgendwann einmal zur endgültigen Erlösung (Moksha) führen. Erst durch
einen Zyklus von Wiedergeburten, dessen Häufigkeit sich nach den guten
Taten im Leben eines Hindus richtet, wird diese geistige Erlösung
früher oder später erreicht. Entscheidender Faktor dieses Kreislaufes
ist das Karma, die guten und bösen Taten des Menschen, die
schicksalsbestimmend im gegenwärtigen Leben und für zukünftige
Geburten sind. Als Träger des Karma wird von Geburt zu Geburt nach
hinduistischem Glauben ein feinstofficher Körper angenommen, der
bereits bei der Zeugung in den Mutterleib eingeht. Es haben als
schlechte Taten und Handlungen ein böses Karma zur Folge. Dies
wiederum führt zu einer Wiedergeburt auf einer niedrigeren Stufe.
Demgegenüber werden gute Taten und ein einwandfreies Leben mit einem
guten Karma belohnt, was zur Wiedergeburt auf einer höheren Stufe
führt und den Hindu einen Schritt näher zur erstrebten endgültigen
Erlösung bringt. Damit gekoppelt ist eine geringere Anzahl von
Wiedergeburten.
Das Dharma oder auch die natürlichen Gesetze sind die in der Religion
begründeten sittlichen Gebote, besonders die Pflichten innerhalb der
einzelnen Kasten. Die Dharmas bestimmen das soziale Verhalten sowie
das ethische und geistige Verhalten eines jeden Hindus sein Leben
lang. Es gibt drei Kategorien des Dharma: zunächst die Übereinstimmung
mit der Ewigkeit, die das ganze Universum mit einbezieht, dann das
Dharma, welches die Kasten selbst sowie die Beziehungen der Kasten
untereinander regelt und drittens schließlich der moralische Kodex
eines jeden Hindus, den er lebenslang befolgen sollte.
Die Hindu-Religion basiert auf drei Grundregeln: den ständigen
Zeremonien zur Reinigung und dem Dienen der Gottheiten, der
Leichenverbrennung und dem Kastensystem. Es gibt vier Hauptkasten: die
der Brahmanen oder die Priesterklassen, die der Kshatriya oder die
Kriegerklasse Vaisyas, die aus Händlern und Bauern besteht und
schließlich die der Sudras als unterste Klasse, denen unwürdige
Arbeiten, aber auch das handwerk zukommen. Außerhalb aller Klassen
finden sich die Harijans (Parias) oder die Unberührbaren; ihnen
obliegen die schlimmsten Aufgaben, wie das Straßenkehren, das Reinigen
der Toiletten, das Leichenverbrennen oder das Arbeiten in der
Lederindustrie.
Den Bewohnern der westlichen Welt fällt das Eindringen in den
Hinduismus und das Verstehen dieser Religion nicht allzu leicht,
besonders deshalb nicht, weil eine verwirrende Vielzahl von Göttern
und Gottheiten auf den Interessierten einstürmt. Vereinfachend kann
man aber sagen, daß sie lediglich bildhafte Darstellungen der vielen
Erscheinungsformen eines Gottes sind. Der allumfassende Gott hat
normalerweise nur drei Erscheinungsformen: Brahma als Schöpfer, Vishnu
als Erhalter und Shiva als Zerstörer und Erneuerer. Diese drei
Gottheiten werden meistens mit vier Armen dargestellt. Nur bei Brahma
kommt noch hinzu, daß er vier Köpfe besitzt. Sie sollen aufzeigen, daß
er vier Köpfe besitzt und alles erblickt und überblickt. Den vier
Veden sagt man nach, sie seien aus Brahmas Mund gehaucht worden. Zu
jeder Gottheit gehört ein Tier, auf dem sie sich fort bewegt.
Natürlich hat jeder Gott auch einen Gefährten. Dieser wiederum ist
ebenfalls mit besonderen Attributen und Fähigkeiten ausgestattet.
Darüber hinaus haben die Götter ihre eigenen Symbole, die sie in ihren
Händen halten. Dies erleichtert dem Unkundigen das Herausfinden, um
welche Darstellung es sich handelt, denn mit einer Gottheit sind immer
auch ihre Tiere, auf denen sie sich fortbewegen, und ihre Symbole
abgebildet. Die Gemahlin von Brahma ist Sarasvati, die Göttin der
Weisheit. Sie reitet auf einem weißen Schwan und halt ein
Saiteninstrument in ihren Händen (Veena).
Vishnu, der Erhalter und Bewahrer, wird üblicherweise in einer seiner
Verkörperungen gezeigt, in denen er auf die Erde kam. Insgesamt hat
Vishnu bereits neunmal die Erde besucht. Sein 10. Besuch steht noch
aus. Dann soll er als Kalki herniedersteigen, auf einem Roß reitend,
um die Welt von Bösewichtern zu befreien. Bei seinen früheren Besuchen
nahm er u. a. die Gestalt von Tieren an (Fisch, Schildkröte, Eber,
Mann-Löwe [Narsingh], wählte aber für seine 7. Wiedergeburt Helden.
Seine Taten sind im Ramayana verewigt worden. Rama schuf auch viele
Untergottheiten, wie z. B. seinen treuen Helfer Hanuman, den
Affengott. Wegen seiner treuen Charaktereigenschaften dient Hanuman
häufig in From eines Abbildes als Schutzgott am Eingang von Forts oder
Palästen. Natürlich haben die Gottheiten auch nach ihrer Wiedergeburt
Gefährten; zu Rama gehörte die Göttin Sita.
Während seines 8. Besuches der Erde schlüpfte Vishnu in die Haut des
Krishna. Er wurde von Bauern großgezogen und ist heute ein verehrter
Held der arbeitenden Klasse. In die Geschichte ging er aber nicht nur
wegen seiner Heldentaten ein, sondern auch wegen seiner
Liebesabenteuer mit den Gopis, den Hirtenfrauen. Glaubt man den
Überlieferungen, dann war er mit 16.000 Frauen verheiratet und brachte
es auf die stolze Zahl von 180.000 Söhnen. Seine Gefährtinnen sind
Radha, das Oberhaupt der Gopis, Rukmani und Satyabhama. Krishna hat
meist eine blaue Körperfarbe und spielt auf einer Flöte. Vishnus
letzte Inkarnation war die als Buddha. Dies war möglicherweise ein
geschickter Schachzug, um die buddhistischen Splittergruppen mit dem
Hinduismus zu vereinigen.
Taucht Vishnu aber in seiner Form als Vishnu auf und nicht in einer
seiner vielen Inkarnationen, dann ruht er auf einem Diwan. Dieser
besteht aus gewundenen Giftschlangen. In seinen Händen halt Vishnu
dann vier Symble: eine Schneckenmuschel, einen Lotus, eine Keule und
einen Diskus. Als Fortbewegungsmittel dient Vishnu die Kreatur Garuda,
zur Hälfte Mann und zur anderen Hälfte Adler. Der Garuda ist ein
treuer Helfer und Vollbringer guter Taten, hat aber eine tiefe
Abneigung gegenüber Schlangen. Indonesien taufte die nationale
Fluggesellschaft auf den Namen Garuda. Gefährtin Vishnus ist die
wunder-schöne Lakshmi (auch Laxmi genannt). Sie kam aus der See und
ist Göttin des Reichtums und des Glücks.
Shiva, als Gott des Zerstörens, aber auch des Erneuerns, wird unter
dem Phallussymbol (Linga) verehrt. Er reitet auf dem Stier Nandi, und
seinen geflochtenen Haaren sagt man nach, sie hätten Ganga, die Göttin
des Flusses Ganges, in sich. Dem Schrifttum nach soll Shiva im
Himalaya leben und einen großen Teil seiner Zeit mit dem Genuß von
Drogen verbringen. Auf der Stirn hat er ein drittes Auge und trägt
einen Dreizack. Bekannt ist Shiva aber auch als Nataraja, der
gewaltige Tänzer. Sein Tanz führte zum Weltuntergang, wobei die Erde
geschaffen wurde. Shivas Gefährtin ist Parvati, die Schöne. Trotzdem
hat auch sie eine Schattenseite, mit der sie als Druga, die
Schreckliche, erscheint. Tritt sie in dieser Rolle auf, halt sie in
ihren 10 Händen Waffen und reitet auf einem Tiger. In ihrer grausigen
Gestalt als Kali, der schwarzen, fordert sie Opfer und trägt eine
Kette aus Schädeln. Kali befaßt sich hauptsächlich mit der
zerstörerischen Seite von Shivas Persönlichkeit.
Shiva und Parvati haben zwei Kinder. Ganesh mit seinem Elefantenkopf
ist der Gott des Reichtums sowie der Weisheit und vermutlich auch
einer der beliebtesten Götter. Seinen Elefantenkopf verdankt Ganesh
dem ungezügelten Temperament seines Vaters Shiva. Als der nämlich von
einer langen Reise heimkehrte, fand er Parvati mit einem jungen Mann
im Zimmer an. Vor Wut dachte er über nichts mehr nach, auch nicht
darüber, daß ja sein eigener Sohn inzwischen herangewachsen war. Shiva
hackte ihm kurzerhand den Kopf ab. Später zwang ihn Parvati dazu,
seinen Sohn wieder zum Leben zu bringen. Dies war aber nur dadurch
möglich, daß er ihm den Kopf des ersten Lebewesens aufsetzte, das ihm
begegnete. Und das war zufällig ein Elefant. Das Fahrzeug von Ganesh
ist eine Ratte. Shivas und Parvatis zweiter Sohn ist kartikkaya, der
Kriegsgott.
Es gibt aber auch noch eine Vielzahl weniger wichtiger Götter und
Göttinnen. Die Tempel sind immer dem einen oder anderen geweiht.
Erstaunlich ist die Tatsache, daß nur wenige Tempel Brahma zu Ehren
erbaut wurden. Insgesamt gibt es in Indien nicht mehr als zwei oder
drei Tempel für Brahma. Die meisten Hindus sind Anhänger von Vishnu (Vishnuiten)
oder Shiva (Shivaiten). Die Kuh ist das heilige Tier der Hindus. Der
Hinduismus ist keine Religion der Bekehrung, da man zu ihr nicht
konvertieren kann. Man wird als Hindu geboren, ein späteres
Überwechseln in eine andere Kaste ist nicht erlaubt. Die Zugehörigkeit
zu einer Kaste behält man sein ganzes Leben bei. Dennoch besitzt der
Hinduismus eine große Anziehungskraft auf Menschen der westlichen
Welt, und Indien exportiert reichlich und erfolgreich Gurus.
Ein Guru ist nicht so sehr ein Lehrer, sondern eher ein geistiger
Führer; jemand, der durch sein eigenes Verhalten oder auch nur durch
seine Anwesenheit wegweisend für Unerfahrene ist. Wer sich auf der
Suche nach neuer geistiger Erfahrung befindet, benötigt hierzu einen
Guru. Ein Sadhu ist dagegen ein Heiliger, ein Wandermönch, allein auf
der Suche nach einer neuen geistigen Welt. Sie zu erkennen fällt nicht
schwer, da sie meistens halbnackt herumlaufen, staubbedeckt sowie mit
verfilzten Haaren und Bärten. Wandeln diese Sadhus auf Shivas Wegen,
dann tragen sie häufig sein Symbol, den Dreizack. Nicht selten ist ein
Sadhu ein Mensch, der sich entschloß, Geschäft und Familie zu
verlassen, alles über Bord zu werfen und in die geistige Welt
einzudringen. Vielleicht war er in seinem früheren Leben ein
Dorfpostbote oder ein tüchtiger Geschäftsmann. Die Sadhus sind Meister
der Kasteinung und Selbstdemütigung. Sie wandern durch ganz Indien,
treffen sich gelegentlich zu Pilgerfahrten oder an deren religiösen
Versammlungen. Unter den Mitläufern finden sich hin und wieder auch
gewöhnliche Bettler, die auf dieser Welle mitreiten und ihr Leben so
einfacher bestreiten. Die meisten Sadhus sind jedoch ernsthaft bei der
Sache und verinnerlicht auf ihrer Suche nach der nagestrebten neuen
Welt.
*Mehr
über Hinduismus in Indien....
Die
Buddhisten:
Nur 6 -7 Millionen Buddhisten leben auf dem Subkontinent Indien.
Dennoch spielt diese Religion eine bedeutende Rolle, denn ihre
Geburtsstätte war Indien. Und vieles erinnert noch heute an
historische Begebenheiten aus der Entstehungsgeschichte des
Buddhismus. Die Buddhisten prägten Indien nachhaltig mit.
Genaugenommen ist der Buddhismus keine Religion, da nicht alles auf
einen Gott ausgerichtet ist. Vielmehr ist der Buddhismus eine
philosophische Lehre und ein Moralkodex. Seine Gründung fällt etwa in
die Zeit um das Jahre 500 v. Chr. Damals wurde Siddharta Gautama, von
Geburt aus ein Prinz, in Nordindien erleuchtet. Er war auch nicht der
erste Buddha, sondern der vierte, und man erwartet, daß Gautama Buddha
nicht der letzte Erleuchtete sein wird. Dem buddhistischen Glauben
zufolge ist die Erleuchtung das Höchste, was ein menschliches Wesen
überhaupt erreichen kann, und irgendwann einmal wird die ganze
Menschheit sich diesem Ziel endgültig nähern.
Da es kein überliefertes Schriftentum von Buddha gibt und sich der
Buddhismus später noch spaltete, gibt es heute zwei Hauptrichtungen
des Buddhismus. Der Theravada-Buddhismus (Lehre der Ältesen) auch
Hinayana (kleines Fahrzeug) genannt, ist mit wenigen Ausnahmen allein
den Priestern vorbehalten. In dieser Glaubensrichtung versucht jeder,
für sich allein den Weg in das Nirwana (Verwehen, Verlöschen) zu
finden. Anders verhält sich dies in der Glaubensrichtung des Mahayana
(großes Fahrzeug). Sie ist nicht nur der Priesterklasse vorbehalten,
sondern man versuchte, eine breitere Streuung zu erreichen, und glaubt
daran, daß es nur mit der gemeinsamen Anstrengung aller Gläubigen zu
schaffen ist, am Ende die Erlösung zu erreichen. So meinen dann auch
viele, daß die weniger strenge und weniger asketische Lehre der
Mahayana-Schule der bequemere Weg zur Erlösung ist. Die Lehre des
großen Fahrzeuges wird vorwiegend in Vietnam, Japan und beiden
chinesischen Buddhisten Praktiziert, während Anhänger der Lehre des
Kleinen Fahrzeuges vornehmlich in Sir Lanka, Burma und Thailand zu
finden sind. Selbstverständlich bestehen weitere mystische
Untergruppen des Buddhismus, wie zum Beispiel der Tantrismus in Tibet,
dessen Geheimriten man in Ladakh oder in anderen nordindischen Orten
verfolgen kann.
Buddha entsagte dem weltlichen Leben, um sich auf die Suche nach der
Erleuchtung zu begeben, war aber, im Gegensatz zu anderen Propheten,
der Meinung, daß der Hungertod nicht zur Erleuchtung führen werde.
Daher entwickelte er die Lehre von einem goldenen Mittelweg, nämlich
der Mäßigung in jeder Hinsicht. Buddha lehrte, daß Leben dem Leiden
gleichzusetzen sie, daß aber das Leiden aus unseren Wünschen und
Begierden und der Illusion resultiere, diese Begehren seine
lebenswichtig. Buddha suchte einen Weg zur Lösung des Problems des
Leidens. Folgte man den edlen, achtteiligen Pfad (rechte Anschauung,
rechtes Wollen, rechtes Reden, rechtes Tun, rechtes Leben, rechtes
Streben, rechtes Gedenken und rechtes Sich versenken), würden diese
Wünsche allmählich vergehen und würde ein Zustand des Nirwana
erreicht. In diesem Stadium seien alle Begehren verschwunden, und man
sei frei von allem Irrglauben. Um die Erlösung aber zu erreichen, habe
man einen mühevollen Weg hinter sich zu bringen, bis schließlich so
viel Reinheit erzielt wird , daß eine Wiederkehr in die Welt des
Leidens unnötig werde. Der Weg durch diesen Kreislauf ist das karma
und nicht einfach Schicksal. Karma ist ein Gesetz von Ursache und
Wirkung, denn die Taten und das Verhalten in einem Leben bestimmen die
Rolle und den Weg, den man im nächsten Leben gehen muß.
Eine Blütezeit erlebte der Buddhismus in Indien unter dem großen
Herrscher Ashoka. Sein Reich dehnte sich weit über den Subkontinent
aus und verbreitete diese Religion. Während seiner Regentschaft sandte
er auch Missionare in andere Länder der Erde, und von seinem eigenen
Sohn sagt man, er habe den Buddhismus nach Sri Lanka gebracht. Später
konzentrierte sich der Buddhismus aber doch auf Indien, da er die
großen Massen nie in sich vereinen konnte. Mit dem Wiederaufleben des
Hinduismus ging der Buddhismus nach und nach in der älteren Religion
auf, so daß Buddha heute für die Hindus lediglich eine weitere
Inkarnation von Vishnu ist.
In seinen Glanzzeiten entstanden aber imponierende Bauten die man
überall dort findet, wo der Buddhismus, der Theravada-Buddhismus, der
nicht an eine menschliche Gestalt des Buddha glaubte, stellte seine
Gegenwart nur in buddhistischer Kunst oder Architektur dar, aber auch
durch Symbole, wie beispielsweise durch den Feigenbaum (unter ihm
wurde Buddha eines Nachts erleuchtet) und den Elefant, von dem seine
Mutter kurz vor seiner Geburt träumte und der so das “Rad des Lebens”
in Bewegung setzte. Heute stellen aber sogar Theravada-Buddhisten
Buddhabilder her.
*Mehr
über Buddhismus in Indien.......
Die Moslems:
Die Moslems, Anhänger des Islam, sind Indiens größte religiöse
Minderheit. Mit Millionen Anhängern machen mittlerweile sie 18 % der
Gesamtbevölkerung Indiens aus. Dadurch wird Indien zu einer der
bedeutendsten islamischen Nationen der Erde seit Erlangung der
Unabhängigkeit. Indien hatte einige moslemische Präsidenten, einige
Minister und Kabinettsmitglieder. Der Islam ist die jüngste und
weitverbreitetste Religion Asiens. Ihr Einfluß verbreitet sich vom
Mittelmeerraum bis Indien. Aber selbst in Bangladesch, Malaysia und
Indonesien ist der Islam Hauptreligion.
Der Gründer des Islam, der Prophet Mohammed, wurde 570 n. Chr. In
Mekka, heute Saudi-Arabien, geboren, Seine erste Offenbarung durch
Allah hatte er im Jahre 610. Diese und später folgende Offenbarungen
sind im Heiligen Buch der Moslems, dem Koran, zusammengetragen worden.
Da ihm der Sinn seines Lebens offenbart wurde, begann er mit der
Verdammung der Anbetung von Mekka, das damals Zentrum aller Moslems
war. Die Moslems sind Strikte Monotheisten und glauben, daß schon eine
Darstellung ihres Gottes durch Bilder eine Sünde ist. Die Moslemischen
Lehren stimmen in vielem mit dem Alten Testament überein, und Moses
sowie Jesus werden als moslemische Propheten eingegliedert. Allerdings
wird Jesus nicht als Sohn Gottes anerkannt.
Als Mohammed scharfe Angriffe auf die örtliche Geschäfswelt losließ,
wurde er mit seinen Anhängern im Jahr 622 aus der Stadt gewiesen. Als
Zufluchtsort wählten sie Medina, die Stadt des Propheten. Etwa um 630
herum waren sie stark genug, um zurück nach Mekka zu marschieren und
die Stadt einzunehmen. Ganz erstaunlich ist jedoch, daß Mohammed
bereits 632 starb und er es geschafft hat, innerhalb von zwei
Jahrzehnten den größten Teil Arabiens dem Islam zuzuführen. Der Islam
ist mehr als nur eine Religion. Er erlegt seinen Anhängern auf, die
Lehre in alle Welt zu tragen – wenn nötig, auch durch das Schwert. In
den nachfolgenden Jahrhunderten weitete sich der Islam über drei
Kontinente aus. Die Araber, erste Anhänger dieses Glaubens, standen in
dem Ruf, skrupellose Gegner zu sein, aber auch beachtenswerte
Anführer. Für viele Völker war dies Grund genug, sich ihnen zu
unterwerfen. So fiel es den Moslems gar nicht schwer, sich das
zerbröckelnde byzantinische Reich einzuverleiben. Die dort lebenden
Menschen sahen ohnehin keinen großen Sinn darin, einem fernen
christlichen Herrn zu dienen.
Über einen Zeitraum von hundert jahren drangen die Anhänger des Islam
nur nach Westen vor, bis sie im Jahre 732 bei Politiers in Frankreich
zum Stillstand gezwungen und verdrängt wurden. Die Ausdehnung nach
Osten dauerte allerdings mehrere Jahrhunderte. Der Islam verhalf auch
dem persischen Reich wieder zu Ruhm, das durch die ständigen
Auseinandersetzungen mit dem byzantinischen Reich geschwächt war. 711
war nicht nur das Jahr, in dem die Moslems bis nach Spanien
vordrangen, sondern zu diesem Zeitpunkt schickten sie auch ihre
berühmten Segelschiffe, die Daus, den Indus flußaufwärts bis in das
Innere Indiens. Obwohl dies damals eher noch ein zufälliger Überfall
war als eine gezielte Invasion, war es doch ein Vorstoß, der
folgenschwer sein sollt. Im 11. Jahrhundert fiel nämlich Indiens
Norden völlig in die Hände der Moslems. Schließlich und endlich
kontrollierte das Reich der Moguln die größten Teile des indischen
Subkontinents. Indien wurde somit zum Sprungbrett der Moslems in den
südostasiatischen Raum, denn die indischen Händler waren stets auf der
Suche nach neuen Märkten und brachten den Islam mit. Bereits zu einem
frühen Zeitpunkt erlitt der Islam eine Zersplitterung, die noch heute
besteht. Der 3. Kalif, Nachfolger von Mohammed, wurde nämlich
ermordet, und ihm folgte Ali, der Schwiegersohn des großen Propheten
im jahr 656. Auch Ali fiel einem Meuchelmord zum Opfer (661).
Drahtzieher war der Gouverneur von Syrien, der sich dann auch selbst
als Kalif einsetzte und dabei die Nachfahren von Ali außer acht ließ.
Etwa 90 % der Moslems sind heute Sunniten, Nachfahren und Anhänger
dieses Kalifen. Die restlichen Moslems sind Schiiten, Nachfahren von
Ali und Anhänger seiner Lehren.
Seltsam mutet es an, daß der Islam, der sich mit einer solchen Macht
über die Erde ausbreitete, heute so schwerfällig ist und ohne Wandel
blieb. So sind in der islamischen Gesellschaft die Frauen zwar nicht
völlig Bürger einer zweiten Klasse, aber ganz sicher sind sie ein
anderer Typ Bürger innerhalb der Gemeinschaft der Moslems. Obwohl der
Islam lange Zeit Indien kontrollierte, gelang es ihm doch nicht, in
die Gemeinschaft der Hindus oder gar in die Religion des Hindusimus
einzudringen. Übertritte zum Islam wurden höchstens von Angehörigen
der unteren kasten vorgenommen. Dies wiederum hatte zur Folge, daß
Pakistan nach der Abtrennung von Indien nicht über ein so effektives
Heer von Beamten und Kirchlichen Mitarbeitern verfügte, das in Indien
so außerordentlich hilfreich eingesetzt werden konnte. Obwohl die Zahl
der zum Islam Übergetretenen gering blieb, ist der moslemische Einfluß
in Indien dennoch weithin sichtbar, nämlich in der Architektur, in der
Kunst und in Essen.
Ein Eintritt in die Welt des Islam ist leicht zu vollziehen. Man sagt
nur: “”Es gibt keinen Gott außer Allah, und Mohammed ist sein Prophet”
und schon ist man Moslem. Freitag ist der heilige Tag bei den Moslems,
und die größte Moschee einer jeden Stadt ist denn auch die Jami Masjid
oder Freitagsmoschee. Das erstrebenswerte Ziel eines jeden Moslems ist
eine Pilgerreise nach Mekka und dadurch ein Hadschi (Mekkapilger) zu
werden.
*Mehr über Islam in Indien.......
Die Sikhs:
die rund 13 Millionen Anhänger dieser religiösen Richtung haben sich
vornehmlich im Punjab angesiedelt. Nur vereinzelt findet man sie auch
in anderen Teilen Indiens. Sie ist aber auch die am leichtesten
erkennbare Gruppe unter den Angehörigen der verschiedenen
Religionsrichtungen in Indien. Der Guru Gobind Singh führte fünf
Symbole ein, damit sich die Männer der Sikh-Gruppe untereinander
erkennen können. Diese fünf Symbole, die jeder Sikh zu beachten hat,
wenn er nicht Gefahr laufen will, aus der Gemeinschaft ausgeschlossen
zu werden, beginnen in der Punajbi Sprache alle mit einem “K” und sind
im einzelnen: Kesha (langes, ungeschnittenes Haar), Kangha (der Kamm
aus Holz oder Elfenbein), Kachha (kurze Unterhosen), Kara (ein
stählernes Armband) und Kirpan (ein Schwert). Diese fünf Kennzeichen
muß ein Sikh stets bei sich tragen. Wegen des Verbotes, sich je die
Haare zu schneiden, tragen die Sikhs diese zu einem Knoten
zusammengeschlungen und aufgesteckt sowie unter einem Turban
verborgen. Das Tragen von kurzen Unterhosen und eines Schwertes geht
auf die militante Vergangenheit der Sikhs zurück. Denn sie wollten
nicht wegen ihres Lendentuches (Dhoti) straucheln und auch nicht ohne
Waffe gefangengenommen werden. Das Schwert wird heute aber häufig nur
noch symbolisch getragen, z.B. als Verzierung des Kammes. Das
Stahlarmband ist aber auch praktisch, denn es dient zugleich als
Flaschenöffner. Mit ihren Bärten und Turbanen sowie ihrer aufrechten,
fast militärischen Haltung sind sie nicht zu übersehen und leicht zu
erkennen.
Gegründet wurde diese Religion 1469 von dem Guru Nanak. Eigentlich
beabsichtigte er, eine Religion zu schaffen, die sich aus Merkmalen
des Hinduismus und des Islam zusammensetzt und ein bildfreier
Monotheismus werden sollte. In den Grundlagen des Sikh-Glaubens zeigen
sich Ähnlichkeiten mit dem Hinduismus, allerdings mit den
außerordentlich wichtigen Abwandlungen, daß die Sikhs das Kastensystem
abschafften und erklärte Gegner dieses Systems sind und daß sie keine
Pilgerfahrten zu heiligen Flüssen unternehmen. Gegen Pilgerfahrten zu
heiligen Plätzen haben sie allerdings nichts. Sie treffen sich zu
heiligen Zeremonien in ihren Tempeln (Gurdwaras) und taufen ihre
Kinder erst in einem alter, von dem sie annehmen, daß die Kinder die
Religion und die Taufzeremonie auch verstehen. Die Aufnahme in die
Gemeinschaft mit ihrer besonderen Taufzeremonie heißt bei den Sikhs “Pahul”.
Die Toten werden verbrannt, nur Asketen werden sitzend begraben. Das
heilige Buch des Sikhs ist das Granth Sahib. Es enthält die Lehren
aller zehn Sikh-Gurus sowie moslemische und hinduistische Schriften.
Im 16. Jahrhundert bekam der Sikhismus militante Züge. Verantwortlich
dafür war der Guru Gobind Singh. Es war ein verzweifelter Versuch, die
Sikhs von der Verfolgung zu befreien, unter der sie damals litten.
Seit dieser Zeit tragen alle Sikhs zusätzlich den Namen “Singh”, was
Löwe bedeutet. Alles in allem gab es 10 Gurus; der letzte starb 1708.
Die Sikhs glauben an einen einzigen Gott und verabscheuen das
Götzentum. In vorbildlicher Weise praktizieren sie Toleranz und
Nächstenliebe; ihre Gastfreundschaft geht so weit, daß sie jedem
Fremden Unterkunft in ihren Tempeln gewähren. Durch ihre besondere
Einstellung zum Leben gehören sie zu der höheren Schicht in Indien.
Einen besonders guten Ruf haben sie in der Technik. Sie sind
Spezialisten im Bedienen und Warten von Maschinen, ganz gleich, ob es
Auto-Rikschas oder Jumbo-Jets sind.
Seit 1982 fordern die Akalis, der politische Flügel der Sikh-Partei,
mehr Selbständigkeit für den Punjab. Einige Sikhs, die im Ausland
leben, gehen mit ihren Forderungen noch weiter, sie streben einen
unabhängigen Staat an; er soll Khalistan heißen. Die in Indien
lebenden Sikhs sind von dieser Idee nicht ganz so besessen, dennoch
sind die Forderungen nach mehr autonomer Verwaltung heftiger geworden
und führten zu Ausschreitungen im Punjab. Im Frühjahr 1984 kam es zu
schweren Zusammenstößen, bei denen Tote zu beklagen waren.
*Mehr
über Sikhismus in Indien.............
Die Jains:
Der Jainismus
hat viele Gemeinsamkeiten mit dem Buddhismus. Gegründet wurde er um
500 v. Chr. Durch Mahavira. Er war der 24. und letzte Prophet der
Jains. Diese Propheten sind auch unter der Bezeichnung Tirthankars
bekannt, was soviel wie “Finder des Pfades” bedeutet. Heute gibt es
etwa 5 Millionen Jains über ganz Indien verstreut, aber vorwiegend im
Westen und Südwesten. Der Jainismus geht davon aus, daß das Universum
immer bestand und nicht erst durch eine Gottheit erschaffen wurde.
Seine Anhänger glauben ebenfalls an eine Wiedergeburt und an eine
geistige Erlösung (Moksha). Die wird erreicht, indem man auf den durch
die Tirthankars aufgezeigten Pfaden wandelt. Eine wesentliche
Grundlage dieser Glaubensrichtung besteht aus dem Ahimsa oder Ahinsa,
der Achtung vor allem Lebenden und dem Vermeiden jeglicher Verletzung
eines Lebewesens. Daher sind die Jains strikte Vegetarier, und einige
Übereifrige bedecken sogar ihren Mund mit einem Stück Stoff, um
sicherzugehen, daß sie nicht versehentlich ein Insekt verschlucken.
Die Jains sind in zwei Sekten gespalten: die Schwetambaras
(“Weißgekleidete”) und die digambaras (“Luftgekleidete”). Die
Digambaras legen einen weitaus höheren Wert auf ein asketisches Leben.
Daher auch ihr Name, der in Sanskrit soviel bedeutet wie “die in Luft
Gekleideten”, denn sie verachten jeglichen materiellen Besitz und
laufen unbekleidet herum. Die Digambaras sind vorwiegend Mönche,
halten sich nackt aber nur im Gebiet des Klosters auf. Die Tempel der
Jains weisen als Besonderheit auf, daß sie meist aus einer Ansammlung
ähnlicher Gebäude bestehen. Häufig besitzen die Tempel unzählige
Säulen, von denen nicht einmal zwei gleich sind. Die Anhänger dieser
Glaubensrichtung sind kluge und erfolgreiche Geschäftsleute. Ihr
Einfluß ist im Verhältnis zu ihrer Mitgliederzahl unverhältnismäßig
hoch. Ins Auge fallen dies auch, daß die Tempelanlagen der Jains meist
außerordentlich gut gepflegt sind. Die Jains leben vorwiegend in
Gujarat, Rajasthan und Bombay.
*Mehr
über Jainismus in Indien...........
Die Parsen:
Der Parsismus ist eine der ältesten Religionen der Welt und wurde im
6. oder 7. Jahr hundert vor Christus durch den Propheten Zarathustra
in Persien gegründet. Geboren wurde Zarathustra in Mazar-i-Sariff, das
heute in Afghanistan liegt. In seiner Blütezeit erstreckte sich das
Einflußgebiet des Zoroastrismus von Indien bis in den Mittelmeerraum.
Heute beschränkt er sich auf die Städte Shiraj im Iran, Karachi in
Pakistan und Bombay in Indien. Die Nachfahren des Zoroastrismus sind
die heutigen Parsen. Als sie in Persien der Verfolgung ausgesetzt
waren, flohen sie nach Indien.
Der Zoroastrismus gehört zu den ersten Religionen, die sich zu einem
einzigen allmächtigen und unsichtbaren Gott bekannten. Ihre Heilige
Schrift ist die Zend-Awesta. Sie ist gekennzeichnet durch einen
ethisch orientierten Dualismus, nämlich dem guten Gott Ahura Mazda und
dem bösen Geist Angra Manju. Ahura Mazda ist der Gott des Lichtes und
wird durch das Feuer symbolisiert. Die Menschen unterstützen nach
Ansicht der Parsen den Kampf des guten Gottes über das Böse durch
folgende Leitsätze: Humata (gute Gedanken), Hukta (gute Worte) und
Huvarshta (gute Taten). Ihre Zeremonien halten die Parsen in
Feuertempeln ab; sie tragen dabei eine Sadra (heiliges Hemd) oder
kasti (heiliges Tuch). Dürfen Kinder diese beiden heiligen
Kleidungsstücke erstmals tragen, dann geschieht dies im Rahmen einer
Zeremonie (Navjote). In den Tempeln brennt ein ewiges Feuer, dessen
Flamme sie als ein Gottessymbol verehren, hingegen nicht das Feuer
selbst. Da die Parsen an die Reinheit der Elemente glauben, nehmen sie
Abstand von Totenverbrennungen oder Bestattungen, denn damit würden
sie ja das Feuer, die Erde, die Luft und das Wasser verunreinigen.
Daher übergeben sie ihre Toten in “Türmen des Schweisgens” den Geiern,
die in kürzester Zeit nur noch die Knochen übriglassen.
Obwohl es in Bombay nur einige hundert tausend Parsen gibt, spielen
sie eine nicht unbedeutende Rolle in Handel sowie Industrie und haben
viele Wohltäter in ihren Reihen. Ihr Einfluß ist weitaus größer, als
ihre geringe Anzahl vermuten läßt. Sie waren auch hilfreiche
Verbindungsleute im Kontakt zwischen Indien und Pakistan, wenn sich
die Verhandlungen zwischen diesen beiden Staaten wieder einmal
festgefahren hatten. Wegen der sehr strengen Regeln, nach denen ein
Parse nur eine Parsin heiraten darf und nur derjenige ein Parse ist,
dessen beide Elternteile Parsen sind, nimmt die Zahl der Anhänger
dieser Religion langsam, aber stetig ab.
*Mehr
über Parsimus in Indien.........
Christen
und Juden:
Etwa 25 Millionen Christen leben in Indien. Christliche Gemeinden
lebten in Goa seit der Zeit, wo auch in Europa Christen sind. Den
Apostel Thomas soll 52 n. Chr. Nach Kerala gelangt sein und hier den
Grundstein zum Christentum gelegt haben.
Die Portugiesen waren in Goa, im Gegensatz zu den Engländern, recht
eifrig damit beschäftigt, ihren Glauben dem Land aufzudrücken. Dies
stand dem Eifer des Geschäftemachers in nichts nach. Sie hinterließen
in Goa eine starke Christliche Gemeinde. Generell aber war das
Christentum nicht sehr erfolgreich in Indien, jedenfalls nicht unter
dem Aspekt der Übertritte zur christlichen Kirche. Geschah dies doch,
so gehörten die Überläufer meist einer niedrigen indischen Kaste an.
Dennoch gibt es zwei Staaten (Mizoram und Nagaland), in denen eine
christliche Mehrheit lebt. Ferner ist ein Viertel der Bevölkerung von
Kerala und ein Drittel der Bevölkerung von Goa christlich. In einigen
Städten bestehen kleine jüdische Gemeinden. Eine bedeutendere Rolle
aber spielen die Juden in Cochin und Kerala. Sie behaupten nämlich,
daß bereits im Jahre 587 v. Chr. Vorfahren nach Cochin kamen.
*Mehr
über Christentum in Indien.........
Das Thema „Religionen
in Indien" in ein paar Absätzen abhandeln zu wollen, ist ein schier
aussichtsloses Vorhaben. Zu viele Religionen und
Glaubensgemeinschaften, so viele wie in kaum einem anderen Land der
Erde, führen hier ein mehr oder weniger friedliches Mit- und
Nebeneinander.
Darum sei eines
gleich vorweg bemerkt, ausführlichere Informationen zu diesem Thema
erhalten Sie auf jeder unserer Indien-Reisen von Ihrem(r) Indo
Vacations -
Reiseleiter(in).
Ausführlichere Informationen bedeuten vor allem mehr zum Thema
hinduistische Gottheiten, mehr über das Wesen, die Ursprünge und
Auswirkungen des Kastensystems, mehr über Karma, Dharma und das Rad
der Wiedergeburt, mehr zum Thema Leichenverbrennung, mehr über
Mahabharata und Bhagavad Gita, mehr über die Lehre Buddhas, mehr über
das Wesen des Jainismus, Parsismus und Sikhismus und mehr über den
muslimischen Alltag in Indien.
Also begeben Sie sich
auf eine Entdeckungstour durch Indien mit Indo
Vacations - es wird sich nicht nur aus diesem Grund lohnen!
Die bedeutendste
Religion Indiens ist der Hinduismus, der ca. 76% der Inder und Inderinnen
durch seinen Glauben vereint. Mit großem Abstand folgen die Anhänger
des Islam (18%), des Christentums (2,5%), des Sikhismus (2%) und des
Buddhismus (1%). Jains, Parsen und Juden sind je nur zu etwa 0,5% in
der indischen Bevölkerung vertreten.
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