Was Sie bei
während einer Indien Reise bei sich haben Sollten !
Auch bei Reisen
nach Indien kommt die allgemeine Regel für die Reisenden zur
Anwendung: Nehmen Sie so wenig wie möglich mit. Es ist immer
besser festzustellen, daß man etwas nicht mit hat, als daß man
zuviel mit hat und es nicht los wird. Im Süden von Indien können
Sie das ganze Jahr über mit einem “hemdsärmeligen” Wetter
rechnen, während es im Norden so kühl werden kann, daß Sie
unbedingt einen Pullover oder eine Jacke benötigen. Jedenfalls
gilt dies dort für die Winterabende. Ganz im Norden nähern sich
dann die Temperaturen dem Gefrierpunkt. In dieser Zeit werden
Sie dort alles anziehen, was Sie mithaben.
Bedenken Sie, daß in Indien Kleidung einfach und preiswert
gekauft werden können. Sie können sich Garderobe von der Stange
kaufen oder in einer der vielen Schneidereien billig anfertigen
lassen. Die Großstädte haben ein vielfältiges Angebot an
Modischem zu bieten, das mittlerweile auch den Westen erobert
hat, aber in Indien fast zu dem Preis in Rupien eingekauft
werden kann (Ihnen helfen die lokalen Kollegen von Indo
Vacations und erteilen Ihnen gerne Tips).
Ein Bekleidungsstük sollten Sie gleich nach Ihrer Ankunft in
Indien anfertigen lassen: eine der leichten Hosen, die wie eine
Schlafanzughose aussehen. Schnell werden Sie herausfinden, daß
sie viel angenehmer zu tragen sind als die Jeans, und der Preis
ist gerade sehr günstig. Auf angemessene Kleidung legt man in
Indien besonderen Wert, genauso wie in anderen asiatischen
Ländern. Daran, daß Männer aus westlichen Ländern gern Shorts
tragen, hat man sich wohl oder übel gewöhnt und hält es für eine
Eigenart der Europäer. Aber Frauen sollten sich äußerst
unauffällig kleiden (möglich wie wenig vom Körper zeigen). Das
Gepäck für eine Reise nach Indien sollte u.a. enthalten:
Unterwäsche und Badehose oder Badeanzug, ein Paar Jeans und ein
Paar Shorts,
Einige T-Shirts oder kurzärmelige Hemden, einen Pullover für
kühle Nächte,
ein Paar Turnschuhe oder feste Schuhe, Sandalen oder Thongs,
eine leichte Jacke oder Regenzeug und eine Garnitur “Ausgeh-Kleidung”.
Außer der Kleidung noch:
Waschzeug,
Nähzeug und Medikamente,
Eine Sonnenbrille und
Ein Vorhängeschloß.
Zur Ausrüstung sollte auch ein Regenschirm gehören, wenn Sie
während des Monsuns in Indien sind. Es ist zwar äußerst lästig,
einen Schlafsack mit sich herumzutragen, aber er ist äußerst
nützlich, um im Notfall darin zu schlafen (z. B. wenn die
Bettwäsche im Hotel einmal nicht so einwandfrei ist). Auch als
Kissen bei langen Zugfahrten oder als Sitz während langer
Wartezeiten auf Bahnsteigen und als Decke in Hotels (die in
billigen Hotels man selten bekommt) eignet sich ein Schlafsack.
Beabsichtigen Sie, im Norden auf eine Trekking-Tour zu gehen,
dann ist ein Schlafsack unerläßlich. In Indien ist das Ausleihen
einer Trekking-Aus-Rüstung nicht so einfach wie in Nepal. Einige
erfahrene Traveller schwören auf eine Plastikplane. Sie soll
unter anderem gegen Flöhe in unsauberen Hotelbetten schützen.
Seife, Zahnpasta und andere Toilettenartikel werden Sie in
Indien ohne Mühe einkaufen können. Schwieriger wird es bereits
bei Toilettenpapier, wenn Sie sich nicht gerade im Bereich von
Großstädten aufhalten. Nützlich is auch ein Stöpsel für den
Abfluß von Waschbecken. Die fehlen in Indien in den meisten
Hotels. Damen werden Schwierigkeiten haben, wenn Sie Tampons
kaufen wollen. Die sind fast nur in Großstädten zu bekommen. Auf
Rasierzeug kann beim Packen verzichtet werden. Überall findet
man nämlich Friseure, die Kunden für wenig Geld gern rasieren.
Außerdem ist ein Friseurbesuch immer wieder ein besonderes
Erlebnis. Mehrere Arbeitsgänge gehören dazu, bis schließlich als
krönender Abschluß die Einbalsamierung mit Rasierwasser ansteht.
Die Düfte werden allerdings kaum Ihren Vorstellungen
entsprechen. Manchmal reicht man den Kunden ein dampfendes
Frotteetuch und pudert sie hinter her mit Talkum ein. Für wenig
Geld sind Sie bei einem indischen Friseur nicht nur glatt
rasiert, sondern auch über den neuesten Stadtklatsch
unterrichtet und wissen, wo man gut wohnt und ißt.
Sie werden sich sicher auch fragen, was für ein Gepäckstück Sie
nach Indien mitnehmen sollen. Nun, für Traveller mit wenig Geld
wird es sicher ein Rucksack sein. Er hat sich fast überall als
praktisch erwiesen. Um ihn ein wenig besser gegen Diebe
abzusichern, sind angenähte Schlaufen gut, mit denen man dank
eines Vorhängeschlosses die Öffnung sichern kann. Eine neue Art
von Rucksäcken bietet die Möglichkeit, die Träger in einer
Reißverschlußtasche unterzubringen, so daß man mit wenigen
Handgriffen den Rucksack in eine Reisetasche verwandeln kann.
Dies hat nicht nur den Vorteil, daß so ein Gepäckstück ohne die
üblichen Beschädigungen transportiert wird sondern vor allem,
daß gar nicht erst Vorurteile gegen Rucksackreisende entstehen
können. Zudem übernehmen einige Fluggesellschaften keine Haftung
mehr bei Diebstählen oder Beschädigungen von Rucksäcken. Die
nächste Alternative ist eine große Umhängetasche. Ist innen
alles in einzelnen Plastiktüten verpackt, verliert man auch bei
größeren Taschen die Übersicht nicht.
Fotoapparate
und Filmkameras:
Negativfilme
sind heute fast überall in Indien zu bekommen. Auch das
Entwickeln und die Fertigung von Abzügen ist kein Problem
mehr. Das ist meist auch recht preiswert und qualitative
ebenfalls annehmbar. Wer Dias möchte, muß sich Filme
mitbringen, und zwar genügend, denn Indien bietet unendlich
viele reizvolle Motiv. Findet man in Indien einmal Diafilme,
sind sie meist sehr teuer. Die Entwicklung ist hingegen
problemlos möglich, die Qualität ganz gut. Die
Filmhersteller weisen oft darauf hin, daß belichtete Filme
besser sofort entwickelt werden. Das ist aber nicht
unbedingt nötig. Die Qualität bleibt ohne Beeinträchtigung
sogar in der heißen Jahreszeit in Indien über Monate
erhalten.
Die vielen
Fotogeschäfte in Indien sind durchaus in der Lage, kleinere
Reparaturen auszuführen, wenn Sie Probleme mit Ihrer Kamera
haben. Dagegen bereitet das Fotografieren selbst einige
Schwierigkeiten. In der trockenen Jahreszeit verhindert der
Dunst scharfe und kontrastreiche Aufnahmen. Nicht immer
gelingt eine gewünschte Aufnahme dann in gewohnter Güte.
Alles sieht verwaschen und flach aus, auch wenn Sie einen
Filter benutzen. In den Bergen sollten Sie die extreme klare
Luft und die Lichtintensität berücksichtigen, die die
Aufnahmen leicht überbelichtet erscheinen lassen.Auch bei der Wahl des Objektes ist in Indien einiges
zu beachten. Alle militärischen Anlagen fallen unter ein
Fotografierverbot. Dazu können auch Brücken, Flughäfen und
Bahnhöfe gehören. Sind Sie sich einmal nicht ganz sicher,
dann fragen Sie besser jemanden. Im allgemeinen lassen sich
die Inder gern ablichten. Vorsicht ist nur bei Moslemfrauen
geboten. Auch hier gilt: Im Zweifelsfalle frage
Diverses: Es ist immer wieder erstaunlich, welche
Gegenstände man plötzlich unterwegs vermißt und dann sagt: “Ach,
hätte ich doch noch dieses oder jenes mitgenommen!”. Dazu gehört
auch ein Vorhängeschloß, das manchmal sogar unerläßlich ist.
Viele der einfachen Hotels haben an den Zimmertüren nämlich nur
einen Haken und ein Vorhängeschloß. Um das Gewissen zu
beruhigen, ist es wesentlich besser, ein eigenes Schloß zu
benutzen als seines vom Hotel. Verwendungsmöglichkeiten für ein
Schloß gibt es viele. Damit läßt sich z.B. das Gepäck an der
Ablage im Zug befestigen, war zwar keine absolute Sicherheit
gegen Diebstahl bietet, aber auf Diebe abschrekend wirkt. Dann
ist da noch der Gummistopfen für die Abflüsse in Waschbecken und
Badewannen. Haben Sie schon einmal versucht, Wäsche in einem
Waschbecken ohne Stopfen für den Abfluß zu waschen? In der
größten Not hilft dann nur noch ein Strumpf, der notdürftig den
Abfluß verschließt. Schließlich, der notdürftig den Abfluß
verschließt. Schließlich ist noch das Taschenmesser (Schweizer
Armeemesser) zu erwähnen. Es eignet sich für fast alles,
besonders aber zum Schälen von Früchten. Einige erfahrene
Traveller singen auch ein Loblied auf einen kleinen Tauchsieder,
um selbst Wasser abkochen zu können.
Das heiße Klima in Indien erfordert besondere Verhaltensweisen.
Wichtig ist zunächst ein Sonnenhut. Begeben Sie sich in der
Heißen Zeit in Indien ins Freie, dann ist der Vergleich nicht
abwegig, daß Sie der Sonne Ihren Kopf als Amboß darbieten.
Eigentlich spüren Sie die Sonne gar nicht besonders. Sie ist
aber da und berührt Sie negative. Wichtig ist auch der Rat,
stets eine Flasche mit einem Getränk und Wasserentkeimungsmittel
bei sich zu haben. In der Hitze Indiens benötigen Sie mehr
Flüssigkeit als zu Hause. Unzählige Tassen Tee, Früchte und in
Flaschen abgefüllte Getränke reichen da nicht immer aus. Die
Entkeimungsmittel für Wasser sind nicht immer ganz verläßlich,
man wird aber – wie bereits erwähnt – im Ernstfall Prioritäten
setzen müssen.
Indische Kleidung
Nicht wenige Indienreisende beginnen schon unterwegs mit dem
Tragen indischer Kleidung, denn es zeigt sich, daß die
beliebteste Kleidung in der westlichen Welt – Jeans und T-Shirt
– doch nicht für alle Gegenden Indiens ideal ist. Das
bekannteste aller indischen Kleidungsstücke ist wohl der Sari.
Er kann von fast allen Frauen, auch von denen aus der westlichen
Welt, getragen werden. Dieses zudem äußerst anmutige Gewand
besteht nur aus einer einzigen Stoffbahn, ein wenig breiter als
ein Meter und zwischen fünf und neun Meter lang
(durchschnittlich ist er sechs Meter lang). Er wird ohne
jegliche Hilfsmittel wie Knöpfe, Nadeln oder Schlaufen getragen
und sieht dennoch attraktiv und stets ordentlich aus. Die recht
knapp geschneiderte kleine Bluse, die unter dem Sari getragen
wird, heißt Choli. Das eine Ende des Saris, das über die
Schulter der Trägerin geschlagen wird, wird Pallav oder Palloo
genannt. Die Möglichkeiten, Saris in
Farbe und Form zu variieren, sind vielfältig. Aber Indien hat
auch noch weitere Damenmoden zu bieten. So tragen die
Sikh-Frauen Hosen, die einem Schlafanzug ähneln und die in der
Hüfte und an den Fesseln eng zusammengehalten sind. Diese Hosen
heißn Salwars, und über ihnen tragen die Sikh-Frauen eine lose
flatternde Tunika, die Kameez. Die Churidhar ähnelt der Salwar,
ist aber an der Hüfte enger geschnitten. Hierzu trägt man als
Oberteil ein kragenloses ode rein höchstens mit einem
Mandarinkragen ausgestattetes Hemd, das Kurta genannt wird. Dies
ist ein Kleidungsstück, das nicht nur bei Indern und Inderinnen
beliebt ist, sondern Anhänger auch im Westen fand.
Die Mehrheit der indischen Bevölkerung trägt zwar immer noch die
traditionelle Kleidung. Langsam setzt sich aber auch bei den
Indern die westliche Kleidung durch. Blickt man einmal in den
Anzeigenteil der Zeitungen, dann stellt man fest, daß die
Hersteller der Textilbranche sehr stark für die westliche
Garderobe, bestehend aus Anzug und Hemd, werben. Hierbei hat man
den konventionellen Anzug samt Oberhemd, alles natürlich
maßgeschneidert, im Auge. Der traditionelle Lungi, der früher
nur im Süden beheimatet war, wo er auch seinen Ursprung hatte,
wird heute sowohl von Männern als auch von Frauen getragen. Es
besteht nur aus einem Stück Stoff, das um die Hüfte geschlungen
wird, ähnlich wie der Sarong. Ein Dhoti dagegen ist ein etwas
formelles Kleidungsstück. Die einem Schlafanzug ähnelnden Hosen,
die die Landbevölkerung trägt, heißen Lenga. Die gestreiften
Pyjama-anzüge sind zwar sehr bequem, werden aber hinlänglich als
Kleidungsstücke unterer Bevölkerungsschichten angesehen. Ganz
sicher ist man damit nicht richtig für einen Besuch in einem
teuren Restaurant oder gar im privaten Rahmen angezogen. Hinzu
kommen unendlich viele religiös bedingte und regionale Trachten,
wie die außerordentlich prächtigen Hemden aus Rajasthan mit den
kleinen eingesetzten Spiegeln und die Kleider aus anderen
farbenfrohen Stoffen. In Ladakh tragen die Frauen wunderschöne
tibetanische Trachten mit hohen Hüten. Die Männer tragen dort
lange Gewänder, die wie ein Talar aussehen. Die Moslemfrauen
verhüllen sich nahezu völlig und sind nicht sehr modebewußt,
ganz im Gegensatz zu den Frauen, die dem Hinduismus angehören.
Die ganz traditionsbewußten Moslems tragen die alles bedeckende,
wie ein Zelt anmutende Burkha.
Dobi Wallahs: Das Waschen der Kleidung wird während einer
Indienenreise kein Problem sein. Sie benötigen kaum mehr als
eine Garnitur zum Wechseln. Denn täglich klopft ein dienstbarer
Geist an Ihre Zimmertür, um die arg verstaubte und unansehnliche
Kleidung des Vortages abzuholen. Es ist fast ein Wunder, daß Sie
diese verschwitzten und unappetitlichen Stücke am Abend des
gleichen Tagen Frisch, sauber und gebügelt zurückerhalten. So
liebevoll behandelt, wie es dank Technik und Chemie in
Heimischen Gefilden kaum der Fall sein dürfte. Dafür bezahlt man
dann kaum mehr als 1 Euro Was aber geschah mit Ihrer Wäsche
zwischen dem Abholen und der Rückgabe?
Eines steht fest: Mit einer Waschmaschine kam sie ganz
sicher nicht in Berührung. Zunächst wird alles, was gewaschen
werden soll, zum Dobi Ghat getragen. Ein Ghat ist ein Platz, an
dem Wasser verfügbar ist, und ein Dobi ist ein Wäscher. Daraus
ergibt sich, das Dobi Ghat der Ort ist, an dem Wäscher ihren
Beruf ausüben. In den Großstädten nimmt ein Dobi Ghat
erstaunliche Ausmaße an, an dem Hunderte von Dobis ihrer
Beschäftigung nachgehen und Tausende von Kleidungsstücken
bearbeitet werden.
Zunächst werden die Kleidungsstücke nach Farben sortiert:
all die weißen Hemden zusammen, die grauen Hosen, die rotten
Röcke, die Blue Jeans usw. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an
dem in der westlichen Welt entweder alles hoffnungslos
durcheinander wäre oder rein Computer eingesetzt werden müßte.
Die Kleidungsstücke werden dann für einige Stunden in
Seifenwasser gelegt. Danach wird der Schmutz buchstäblich aus
ihnen herausgeschlagen. Keine noch so ausgeklügelte
Waschmaschine mit vielen Waschprogrammen zaubert die Wäsche so
sauber wie ein erfahrener Dobi. Allerdings hat man das Gefühl,
die Kleider seien nach mehrmaliger Behandlung durch einen Dobi
etwas dünner geworden. Knöpfe zerbrechen leicht bei dieser
Waschart, nehmen sie sich einige Ersatzknöpfe mit. Sind sie
sauber gewaschen, werden die Kleidungsstücke auf kilometerlangen
Wäscheleinen der indischen Sonne ausgesetzt und dann zu den
Unterständen gebracht, wo die “Heimbügler” ihrem Dienst
nachgehen. Hunderte pressen die Eisen mit einem Geschick auf
Jeans, Hemden usw., daß Sie Ihre Wäsche zurückbekommen wie
niemals zuvor. Aber man beschränkt sich mit dem Bügeln nicht nur
auf Jeans und Hemden. Nein hier wird alles gebügelt, auch die
Socken und Unterwäsche. Alles kommt fein mit einer Bügelfalte
zurück. Aber erst jetzt beginnt das indische Wunder. Zwischen
den Tausenden und Abertausenden von Stücken werden Ihre Socken,
Ihre Unterhosen, Ihre Hemden herausgepickt und finden den Weg
zurück in Ihr Hotelzimmer. Interessiert Sie, wie das geschieht?
Dann lassen Sie sich sagen, daß es eine Markierung gibt, die nur
den Dobis bekannt ist und die dem großen Durcheinander ein gutes
Ende bereitet. Man erzählt sich sogar, daß durch diese
sagenhafte “Dobi Markierung” Diebe ausfindig gemacht werden
konnten.
Diebstähle:
Wird Ihnen in Indien etwas gestohlen, entstehen
Unannehmlichkeiten. Nicht so sehr, weil Indien ein Land voller
Diebe ist, sondern eher wegen der Tatsache, daß endlose
Formalitäten auf Sie zukommen, wenn Sie auf Ersatz bestehen.
Wird Ihnen gar der Paß gestohlen, müssen Sie möglicherweise eine lange
Strecke bis zur Botschaft oder zum Konsulat zurücklegen.
Reiseschecks lassen sich nach Verlust ersetzen; dennoch
sollten Sie alles dafür tun, um Diebstähle zu vermeiden. Dies
beginnt damit, daß Sie immer Ihr Zimmer verriegeln,
insbesondere in Kleineren Hotels. Dies möglichst mit einem
eigenen Schloß. Lassen Sie die wichtigen Dokumente (z. B. Paß, Tickets, Impfzeugnis, Geld, Reiseschecks) nie im Hotelzimmer.
Die sollten immer am Körper getragen werden. Dies läßt sich
bequem erreichen mit einer festen Ledertasche am Gürtel, einem
Brustbeutel oder Innentaschen in Hosen. Bei Nachtfahrten
sollten Sie diese Dinge stets am Körper tragen und die
Gepäckstücke am Gepäcknetz mit einem Schloß sichern. Laufen
Sie niemals mit einer Umhängetasche herum, in der sich Ihre
Wertsachen befinden. Besondere Vorsicht ist in den überfüllten
öffentlichen Verkehrsmitteln geboten. Die finken Diebe in
Bombay haben sich nämlich auf Rasierklingen spezialisiert, mit
denen sie Taschen aufschlitzen. Die Diebe konzentrieren ihre
Aktivitäten natürlich auf die Orte, die besonders von
Touristen angesteuert werden. Dazu gehören auch die Züge, d.h.
die Strecken, auf denen die meisten Touristen unterwegs sind:
der Delhi-Agra Express, Delhi-Jammu Tawi, Delhi-Kalkutta und
Delhi-Bombay. Aber nicht nur in den Zügen, sondern auch zu
den Ankunfts-und Abfahrtszeiten, wenn auf den Bahnhöfen
vermehrtes Gedränge herrscht, sollten Sie wachsam sein. Ein
beliebter Trick ist der, daß genau in dem Augenblick, wo der
Zug anrollt, Ihr Gepäck aus dem anfahrenden Zug fliegt, einem
Kumpanen des Diebes in die Arme; der Dieb selbst springt dann
schnell ab. Auf der Strecke Delhi-Jammu kommt vor allem die
Technik der “sich schnell ansammelnden Menge” zur Anwendung.
Blitzschnell versammeln sich viele junge Leute um Sie herum;
sie alle arbeiten zusammen, und Ihr Gepäck verschwindet in
Windeseile. Verschont bleiben auch nicht die Flughäfen,
besonders bei nächtlicher Ankunft internationaler Flüge. Die
Gauner wissen, daß Ihre Wachsamkeit durch lange Flüge und
zunehmende Müdigkeit herabgesetzt ist. Da
trifft man nette Menschen unterwegs in Bahn, Bus oder einer
Stadt, kommt mit ihnen ins Gespräch und wird zu einer Tasse
Tee eingeladen. Stunden später aber wacht man dann mit
Kopfschmerzen auf und muß entdecken, daß das gesamte Gepäck
und vor allem die Wertsachen verschwunden sind. Trinken Sie
daher niemals ein Ihnen spendiertes Getränk, auch wenn der
Gastgeber noch so freundlich ist, besonders dann nicht, wenn
Sie allein reisen. Achten Sie aber auch auf Ihre Mitreisenden.
Leider gibt es Reisende, die ihre Kasse mit fremdem Geld
aufbessern. Plätze wie Goa sind ein besonders gefährdetes
Gebiet. Schnell sind Ihre Wertsachen verschwunden, während Sie
sich wohlig in den Wellen tummeln. Bedenken Sie, daß ganz
besonders Rucksäcke relativ einfach zu durchsuchen sind.
Bewahren Sie daher nie Wertsachen im Rucksack auf, vor allem
nicht bei Flügen. Es gibt Genuß Sachen, die für einen Dieb
sicher nicht von hohem Wert sein mögen, für Sie und Ihre
weitere Reise aber sehr wichtig sind. Erwähnt seien nur die
belichteten filme! In solchen Fällen hilft zwar keine
Reise-Diebstahl-Versicherung; diese kann aber trotzdem
sinnvoll sein, z.B. beim Diebstahl der Kamera.
Reiseschecks: Triffs Sie das Unglück eines Diebstahls
doch, so erleichtern einige Vorsichtsmaßnahmen dennoch Ihre
Lage. Grundsätzlich werden alle Reiseschecks ersetzt. Dies
hilft Ihnen aber zum Zeitpunkt des Diebstahls herzlich wenig,
wenn Sie nämlich erst zu Hause bei Ihrer Bank den Ersatz
beantragen können. Alles was Sie benötigen, ist sofortiger
Ersatz. Und außerdem: Was tun Sie, wenn Sie einen Tag oder
auch mehr erst verbringen müssen, um das nächste Büro oder die
nächste Bank aufzusuchen? Einzige Antwort darauf ist die,
stets eine eiserne Reserve an Geld an einem ganz anderen Platz
verfügbar zu haben. Am gleichen Ort sollten auch die Nummern
Ihrer Reiseschecks vermerkt sein und die Nummer Ihres
Reisepasses vermerkt sein und die Nummer Ihres Reisepasses und
Flugtickets. American Express sagt von sich, daß sie überall
und umgehend verlorene Reiseschecks ihrer Firma ersetzen.
Immer mehr geschädigte Reisende machen aber die Erfahrung, daß
dem nicht so ist, es sei denn, man trifft einige
Vorsorgemaßnahmen. Auch die Banken erstatten Reiseschecks
nicht immer, sobald der Betrag 1.000 US$ übersteigt. Ein
guter Grund mehr, die Schecks kleiner gestückelt mitzunehmen.
Nützlich ist auch der Nachweis, daß sofort nach dem
Abhandenkommen der Schecks American Express telefonisch
informierten. Dieser Nachweis sollte die Telefonnummer das
American Express-Büros und die Uhrzeit und Datum enthalten.
Vor allem aber trennen Sie stets die Schecks von der
Bestätigung, daß Sie die Schecks kauften, worauf auch die
Nummern der einzelnen Schecks vermerkt sind. Haben Sie dies
nicht in Händen, so bekommen Sie innerhalb der nächsten Wochen
keinen einzigen Geldbetrag ersetzt.
Bleibt unser
Rat: Seine Sie stets wachsam! Aber seien Sie auch nicht allzu
verunsichert, denn auch in anderen Ländern muß man leider
solche negativen Erfahrungen machen – egal ob dies in Europa,
Asien oder sonstwo ist.
Bücher:
Indien ist
ein großartiges Land, um viel zu lasen. Da sind nicht
nur die nicht enden wollenden Bus und Bahnreisen,
sondern auch die vielen Buchhandlungen in den
Großstädten, die dies ermöglichen. Daneben besteht noch
ein großes Angebot an Literatur über Indien. Dies macht
Ihnen vielleicht den Mund wässerig, bevor Sie fahren,
oder läßt Sie Ihre Reise nochmals Revue passieren,
nachdem Sie heimgekehrt sind. Breit gefächert ist auch
das Angebot an Büchern über die indische Küche. Wer sich
dafür interessiert, hat eine große Auswahl. Auch die
indische Kunst wird in vielen Bänden dargestellt.
Indien gehört zu den Ländern der Welt, die die meisten
englischsprachige Bücher herstellen. Nach den USA und
England steht es ranggleich mit Kanada oder Australien.
Zwischen all den Büchern werden Sie auch äußerst
interessante Publikationen über das Land finden, die von
indischen Verlegern veröffentlicht wurden. Diese Bücher
sind in westlichen Ländern nur selten zu bekommen.
Darüber hinaus verlegen die Inder Nachdrucke von
Weltbestesellern, und dies zu Preisen, die weit unter
denen in Europa liegen. Meistens sind sie billiger als
in Europa. Vergleichen Sie dies einmal mit Buchpreisen
in Ihrer Heimat. Erstaunlich dabei ist, daß auch neue
Bücher in Indien sehr schnell veröffentlicht werden.