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Das Taj Mahal, Agra, Indien !

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Tagesexkursion zum Taj Mahal (Tadsch Mahal), Agra - Indien

Das Taj Mahal ist das meistfotografierte und meistdiskutierte Gebäude der Geschichte. Dem "Archaeological Survey of India“ zufolge wurde es nicht vom venezianischen Juwelier Geronimo Versoneo entworfen, sondern von Shah Jahans eigenem Architekten Ustad lahori. Es wurde auch nicht auf dem Grundstück einer alten Andachtsstätte errichtet, sondern an der Stelle des Herrenhauses von Raja man Singh, das seinem Enkel Raja Jai Singh gehörte. Für das Grundstück erhielt der Raja eine Residenz aus den Kronländereien des Mogul-Kaisers. Der für das Taj Mahal verwendete Marmor stammte aus den Marmorsteinbrüchen von Makrana in Rajasthan, einem Gebiet, in dem auch heute noch hervorragender Marmor gewonnen wird.

Das Taj Mahal wurde zum Gedenken an den Tod von Mumtaz erbaut, die bei der Geburt ihres 14. Kindes am 7. Juni 1631 starb. Sie wurde vorübergehend in Burhanpur bestattet.


In sechs Monaten brachte Prinz Shuja Nawab Wazir Khan den Leichnam nach Agra. In jenen Tagen waren Reisen eine langwierige Angelegenheit, und der Leichnam erreichte sein Ziel am 29. Dezember 1631. Er wurde wieder unter einer vorläufigen Kuppel begraben, um die das Taj Mahal zu entstehen begann. Der Bau wurde im Jahr 1642 fertiggestellt, doch es sollte ein weiteres Jahrzehnt dauern, bis alle Arbeiten abgeschlossen waren. In Übereinstimmung mit der islamischen Tradition verwendete man abstrakte Muster, Blumendekorationen und Kalligraphie bei den in den weißen Marmor eingelegten Halbedelsteinen.
Shah Jahan beabsichtigte, einen Nachbau aus schwarzem Marmor auf der anderen Seite des Flusses zu errichten, wurde jedoch von seinem Sohn eingesperrt. Man bestattete ihn später neben Mumtaz Mahal, da Kaiser Aurangzeb, sein Sohn, nicht riesige Summen für den Bau eines weiteren Taj verwenden wollte.

Das Taj Mahal in AGRA, Indien !
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PIETRA DURA DER MOGULN (Tagesexkursion zum Taj Mahal in Agra)
Intarsien sind seit dem 15. Jahrhundert in Indien bekannt. Großer Beliebtheit erfreute sich anfänglich Marmor, der in ein weiches Sandsteinbett eingelegt wurde. Während der ersten drei Jahrzehnte des 17. Jahrhunderts vollzog sich in der Architektur und in der Kunst im allgemeinen ein tiefgreifender Wandel. Im Königreich des Mogulherrschers Jahangir wurden von den Kunsthandwerkern nunmehr funkelnde, bunte Halbedelsteine und schwarzer Marmor als Arbeitsmaterialien für die Intarsiatur verwendet.

Marmorintarsien und Edelsteinintarsien beruhen auf zwei grundlegend verschiedenen Techniken. Da die Moguln jedoch Meister sowohl in der Intarsiatur als auch in der Bearbeitung von Edel- und Halbedelsteinen hatten, lag eine Verschmelzung zur Pietra dura nahe. Die Intarseure hatten bei der Entwicklung der Pietra-dura-Motive keineswegs freie Hand, sondern mußten sich an die Wünsche und Vorstellungen ihrer Auftraggeber halten. Jahangir z. B hatte eine Vorliebe für Kelche und Blumen, die er als Pietra-dura-Motive in seine Bauwerke einarbeiten ließ. Im Gedenken an ihren verstorbenen
Mann ließ Königin Nurjahan die Grabstätte bei Lahore mit seinen Lieblingsmotiven ausschmücken. Ihre volle Blüte erreichte die Intarsiatur unter Shahjahan. Jahangirs Motive wurden weitgehend übernommen, weiterentwickelt und verfeinert. Shahjahans Paläste in Agra und das märchenhafte Taj Mahal sind Musterbeispiele hochentwickelter Mogul´-Intarsiatur.

Selbstverständlich erregten die feinen Pietra-dura-Arbeiten gleichermaßen Gefallen bei großen Mogulherrschern wie reichen Adeligen und Kaufleuten, nur konnten letztere mit den Märchenpalästen ihrer Regenten freilich nicht ganz mithalten. Sie verlegten sich somit auf das Sammeln von aus Italien importierten Kunstgegenständen. Der französische Juwelier Tavernier berichtet von einem Geschenk, das er Aurangzebs Onkel, Nawab Jafar Khan, am 12. September 1665 überreichte. ,,Ein Brett, bestehend aus 19 Teilen, die man zu einem Kästchen zusammensetzen konnte, alle verziert mit bunten Edelsteinen, die verschiedene Tiere und Blumen darstellen. Das Werk wurde in Florenz gefertigt und kostete 2150 Pfund.“ Im Florenz der Medici entstande Pietra-dura-Arbeiten die weder in ihrer Pracht noch in ihrer Ausarbeitung mit der indischen Intarsiatur konkurrieren konnten. Die Bedeutung, die dieses Kunsthandwerk in Lahore und Agra Mitte des 17. Jahrhunderts angenommen hatte, schließt eine mögliche Übernahme der zeitgleichen, aber viel kleineren Strömung in Florenz aus. Als die indischen Kunsthandwerker in den vierziger Jahren des 17. Jahrhunderts die Grabeinfassung für Mumtaz Mahal mit prächtiger Pietra-dura-Ornamentik verzierten, standen sie auf einer Entwicklungsstufe in der Intarsiatur, die nie vom Florenz der Medici erreicht wurde.

Als Shahjahan ein Jahrzehnt später seine Festung in Delhi baute, tat er es seinen reichen Untertanen gleich und kaufte Kunstgegenstände aus Italien. Die Nische hinter seinem jarokha-Thron ist mit Platten im Florentiner Stil ausgelegt. Erinnert man sich daran, daß Jahangirs Künstler ein religiöses Bild, das Sir Thomas Roe dem Mogulherrscher als Geschenk überreichte, so getreu nachbilden konnten, daß Jahangir das Original nicht von der Reproduktion zu unterscheiden wußte, so ist es auch vorstellbar, daß Shahjahans Kunsthandwerker ein halbes Jahrhundert später in der Lage waren, Pietra-dura-Dekorationen mit ausländischen Motiven anzufertigen. Die indische Pietra-dura-Kunst ging nicht aus der florentinischen hervor, sondern entwickelte sich zeitgleich, ohne sich jedoch italienischen Einflüssen zu verschließen.


Tagesexkursion zum Taj Mahal in Agra (Besichtigung , Architektur & Geschichte):

Von den bunten, phantastischen Anekdoten, die sich um das Taj Mahal ranken, wurden viele erst unter der Herrschaft der Briten im 19. Jahrhundert in Umlauf gebracht. In den meisten Geschichten wird die Errichtung des Grabmals europäischen Architekten zugeschrieben – allem authentischen zeitgenössischen Beweismaterial zum Trotz, das eingemeißelt in Stein Shahjahan und seinen leitenden Architekten als Bauherren ausweist.

Als Symbol ewiger Liebe hat das Taj Mahal den Namen der Lieblingsfrau Shahjahans – Mumtaz Mahal, ,,Licht des Palasts“ – unsterblich gemacht. Shahjahan und Mumtaz Mahal galten als unzertrennlich. Weder bei Hofe noch im Kampf gegen Feinde wich die Maharani von der Seite ihres Gatten. Am 28. Juni 1631 starb Mumtaz Mahal bei der Geburt ihres 14. Kindes. Wie in einem 1854 erschienenen Buch über die Geschichte des Palasts nachzulesen ist, hat die Maharani ihre
n Tod vorausgeahnt:,, Wenn ein Kind vor seiner Geburt stirbt“, sagte sie zu ihrem Gatten, ,,stirbt auch die Mutter. Deshalb muß ich mich darauf vorbereiten, diese Welt zu verlassen.“ Sie nahm ihrem Mann das Versprechen ab, nach ihrem Tode nicht wieder zu heiraten und ,,für sie das schönste Grabmal zu bauen, das die Welt je gesehen hat.“

Der Wahrheitsgehalt dieser rührenden Geschichte wird zumindest teilweise durch die Tatsache bestätigt, daß Shahjahan tatsächlich nicht wieder geheiratet und sein Versprechen mit dem Bau des prächtigsten Mausoleums der Welt eingelöst hat.

Um sein Projekt in die Tat umzusetzen, rief Shahjahan die besten Handwerker seines Landes und der islamischen Nachbarstaaten nach Agra. Lange Zeit war unklar, wer für die künstlerische Gestaltung des Bauwerks verantwortlich zeichnete. Das Gerücht, daß Geronimo Veroneo der wahre Baumeister des Grabmals gewesen sei, wurde von einem Pater

Manrique in die Welt gesetzt. Der Italiener starb aber als Unbekannter bereits 15 Jahre vor Fertigstellung des Projekts. Noch unglaubwürdiger als Baumeister ist Austin de Bordeaux, der 1632 (ein Jahr bevor mit dem Bau des Grabmals begonnenen wurde) verstarb. Abgesehen von den recht eindeutigen Hinweisen, die historische Quellen liefern, läßt auch Ustad Hamids Grab keinen Zweifel daran, daß er sich als mimar-i-kul, als leitender Architekt, um das prächtige Mausoleum verdient gemacht hat: Auf dem Grabstein sind die bedeutendsten Werke dieses Architekten eingemeißelt: die Festung von Agra, Jama Masjid in Delhi – und das Taj Mahal.

Das große Mogul-Projekt wurde von zahlreichen Fachleuten ausgeführt, deren einziges Ziel darin bestand, die Wünsche ihres königlichen Meisters getreu in Stil, Form und Dekoration umzusetzen. Gewöhnlich wurde ein amir, ein hochrangiger Adliger, mit der Bauaufsicht betraut. Im Fall des Taj Mahal gab es wegen der Größe des Projekts gleich zwei Bauaufseher.
Dem mimar-i-kul kam die Rolle des Koordinators zu, der sich bei der künstlerischen Ausgestaltung seines Herrn zu orientieren hatte. So wie bereits sein Großvater Akbar den Bauwerken in Agra und in Fatehpur Sikri eine persönliche Note verliehen hatte, ließ auch Shahjahan viel von seiner künstlerischen Schaffenskraft in das Taj Mahal einfließen.

Ein Großteil der detaillierten Pläne, die der mimar-i-kul zusammen mit seinen Assistenten entworfen hatte, gingen wahrscheinlich während des turbulenten 18. Jahrhunderts verloren. Ein Grabmal vom Zuschnitt des Taj Mahal ist kein Zufallsprodukt. Eine der Originalzeichnungen tauchte zuletzt 1916 in Agra auf. Sie befand sich im Besitz eines Nachfahren einer der Architekten, die im Dienste Shahjahans gestanden hatten. Leider ging auch diese Zeichnung verloren und mit ihr die Anwort auf eines der vielen Rätsel, die das Taj Mahal umgeben.
Ohne eine perfekte Koordination zwischen Planung und Ausführung, sprich moslemischen Architekten und hinduistischen Kunsthandwerkern, wäre es wohl unmöglich gewesen, die einzelnen Elemente der Mogularchitektur zu einem harmonischen Ganzen zusammenzuflechten. Die Harmonie ist so vollkommen, so umfassend, daß jedes Element erst durch seine Einbettung in den Gesamtkomplex voll zur Entfaltung kommt, Wenn auch in der Gestaltung der persische Einfluß dominiert, findet das Taj Mahal in der Synthese wieder zu seinem indischen Charakter zurück.

Allein schon die Wahl des Standorts war eine großartige Meisterleistung. Shahjahan kannte sein Agra, den Lauf des Flusses und die Konturen der Landschaft. Von seinen Marmorpalästen der Agra-Festung aus muß Shahjahan mit sehr präzisem Augenmaß die Biegung des Yamuna 800 Meter flußabwärts als Standort für das Grabmal seiner geliebten Frau auserkoren haben. Die Frontseite ist von der Festung aus teilweise sichtbar. Wäre des Mausoleum nur etwas näher zum Fort hin gebaut worden, hätte Shahjahan unr die Mauern des Gartens sehen können. Hinter der Flußbiegung wäre das Grabmal zu isoliert und zu weit entfernt gewesen.

Der Charakter des Mausoleums war durch die Todesumstände von Mumtaz Mahal von vornherein bestimmt. Taj Mahal durfte nicht in einem Charbagh liegen, einem einfachen Garten in der Form eines Rechtecks, sondern mußte ein Rauza darstellen, eine Grabstätte mit einer prächtigen Gartenanlage. Am wichtigsten war aber, daß das Taj Mahal als Urs, als Pilgerstätte diente, da Mumtaz Mahal während der Geburt ihres Kindes starb und damit zur Märtyrerin aufstieg. Damals wie heute werden vor dem Grab Gebete gemurmelt und in dem Kenotaph Stellen aus dem Koran gelesen. Jeder, der dieses Schauspiel einmal mit - erlebt und gehört hat, wie die Stimme des Vorbeters in die Höhen der inneren Kuppel aufsteigt und dort voll und mächtig widerhallt, wird von tiefer Ehrfurcht vor dieser meisterhaften architektonischen Konstruktion ergriffen.

Der Grabbau ist nicht nur ein Rauza und ein Urs, so
ndern dient auch als Baradari oder Festhalle. Ein Jahr nach dem Todestag von Mumtaz Mahal hielt Shahjahan eine Trauerfeier in seinem Garten ab., in dem eine provisorische Grabstätte bis zur Fertigstellung des Mausoleums errichtet worden war. Aus dem Badshah Nama wissen wir, daß der Großmogul bei der Vorbereitung der Trauerfeier weder Kosten noch Mühen scheute. Eingeladen zu dem rauschenden Fest waren Ulema (Mitglieder des Klerus), Scheichs und Huffaz (Gelehrte, die den Koran auswendig aufsagen können), die entsprechend ihres Rang unter den prächtigen Schirmdächern Platz fanden, Shahjahan war nicht bei allen Festen anwesend, anfangs weil er in Delhi Unabkömmlich war und später, weil ihn sein Sohn Aurangzeb in seiner Festung gefangenhielt. Aber auch wenn der Mogulherrscher nicht immer persönlich die zeremonielle Beschenkung der Armen anläßlich der Trauerfeier zu Ehren Mumtaz vornehmen konnte, standen immer Geldmittel für wohltätige Zwecke bereit.

In Abwesenheit Shahjahans blieb es den Architekten überlassen, Baupläne zu entwickeln, die den Vorstellungen ihres Meisters, des Großmoguls, eine konkrete Form gaben. Ausgehend von der Zweckgebundenheit des Grabmals als Rauza, Urs und Baradari, entstand zunächst der Entwurf für die großen Baukomplexe wie etwa für den Vorhof mit seinen Geschäften und Basaren, den imposanten Torbau an der Nordwand und den Vorgarten in Form eines charbagh. Der Entwurf für den Garten beinhaltete die Schaffung rechtwinkliger Achsenkreuze, Kanäle, Wasserspiele und eines Wasserbeckens in der Mitte.

Der Vorhof ist funktionell ausgelegt, fügt sich jedoch harmonisch in den Gesamtkomplex ein. Neben dem Westeingang bietet sich auch der Tajganjqasba (Tajganj-Palastbereich) als Zutrittsmöglichkeit zum Grabmal an. Er führt direkt zu dem prächtigen dreistöckigen Torbau mit üppiger persischer Ornamentik. Ein imposanter apsidialer Eingang erhebt

sich über mehrere übereinanderlegende Nischen zu den achteckigen Minaretten, mit den chhatris aus weißem Marmor. Flankiert von schlanken, anmutigen Minaretten hebt sich das obere Stockwerk wie ein märchenhaftes Diadem vor dem Blau des Horizonts ab. Der Eingang ist von Marmorbändern durchzogen. in die Sprüche aus dem Koran in schwarzen Schiefer eingelassen sind. Die kalligraphische Ornamentik, die sich überall im Taj Mahal findet, ist das Werk von Amanat Khan Shirazi, der es sich auch nicht nehmen ließ, seinen Namen in den Torbau, der direkt zum Mausoleum führt, zu verewigen. Das Tor öffnet zu einem Kuppelgrab mit herrlicher Stukkatur auf rotem Sandstein.

Von dem Tor führt ein Kanal zu einem erhöht liegenden, in Marmor eingefaßten Wasserbecken namens Hauz-i-Kauser in der Mitte des Gartens. Der Hauz-i-Kauser ist der Ausgangspspunkt von insgesamt vier Kanälen, die den Garten in vier große Abschnitte unterteilen, die ihrer-seits durch rechtwinklige Achsenkreuze nochmals gevierteilt sind. Der Ost-West-Kanal zieht sich bis zu den Naubat khanas (Balkone), auf denen Musiker dem Mogulherrscher nach der Rückkehr von seinen Reisen einen musikalischen Empfang bereiteten und für das wöchentliche Urs aufspielten. Früher umstanden prächtige Obstbäume die Lieblingsblumen der Moguln wie Dahlien, Narzissen, Kaiserkronen, Krokusse und Tulpen. Dem großen Ansturm von mehreren Tausend Besuchern am Tag sind aber heute ausgedehnte Rasenflächen und robuste Sträucher und Bäume besser gewachsen. Ein plan der ursprünglichen Gartenanlage ist in dem kleinen Museum am westlichen Naubat khana ausgestellt. Ein ganz besonderer Zauber legt sich über den Park, wenn die Fontänen eingeschaltet werden und das Grabmal in der Ferne unwirklich über den Wasserspielen zu schweben scheint.

Das mit Marmor ausgekleidete Wasserbecken in der Mitte des Gartens ist ein symbolisches Element des Bagh-i-Adan,
des Garten Eden. Vom Wasserbecken ist die Frontseite des Mausoleums direkt sichtbar. Es erhebt sich auf einer Plattform aus Sandstein, die mit ihren 5,5 Metern niedriger als der 6,7 Meter hohe Sockel des Humayun-Grabs in Delhi ist. Auch wenn es das erklärte Ziel Shahjahans war, mit dem Bau des Taj Mahal alles bisher Dagewesene in den Schatten zu stellen, gab es für die kleinere Sockelausführung plausible Gründe. Eine höhere Plattform wäre für die wasserumspülte Trägerkonstruktion zu schwer gewesen und hätte auch die harmonischen Proportionen des Gesamtkomplexes aus dem Gleichgewicht gebracht. Wie imposant auch die Sockelkonstruktion des Humayun-Grabs wirken mag, an Ästhetik steht sie dem Taj Mahal weit nach. Daß der Standort des Mausoleums und die Mindesthöhe des Trägersockels genial berechnet waren, zeigte sich auch während der Überschwemmungen 1924 und 1978, als die Terrasse vollkommen trocken blieb. Auch wenn ästhetische Gesichtspunkte beim Bau des Sockels im Vordergrund standen, erfolgte die Bauausführung immer vor Hintergrund gründlicher bautechnischer Überlegungen.

Das Mausoleum selbst ist ein riesiger Marmorblock von 56 Metern Seitenlänge und 56 Metern Höhe. Die Ecken sind abgekantet und mit Nischen verziert. Die größeren, 19 Meter hohen Nischen werden von zweistöckig angeordneten kleineren Nebennischen begleitet. Auf einem Tambour ruhend, erhebt sich die Mittelkuppel mit ihrer Spitze bis auf 72 Meter. Allein die Kuppelspitze ist neun Meter hoch. Die Terrasse liegt als 95x95 Meter großes Quadrat auf einer Plattform, die sich von der Moschee im Westen bis zu ihrem Pendant im Osten, dem mihman khana (Gästehaus), erstreckt.

Vier elegante Minarette, losgelöst von der Grabkammer und doch ganzheitlich mit ihr verbunden, betonen die vier Ekken des Marmorquaders. Sie bilden mit dem Mittelbau des Grabs eine Fünfergruppe, ähnlich den hinduistischen Pancayatana-Tempeln. Die Marmorquader der Minarette werden von schwarzen Schieferbändern umrandet. Zusammen mit der Blumenornamentik bilden sie einen interessanten Kontrast zu dem blendenden Weiß des Mausoleums. Über jedes der drei Stockwerke spannen sich Kuppelgewölbe, die von acht Säulen getragen werden.

Die Anordnung der Formen und die Ausgewogenheit der Proportionen im Mausoleum sind eine architektonische Meisterleistung. Die Grabkammer bildet eine harmonische Einheit für sich, ohne jedoch den ganzheitlichen Bezug zum Gesamtkomplex zu verlieren. Die Verschmelzung indischpersischer Einflüsse wird besonders an den achteckigen chhatris deutlich, welche die vier abgefaßten Ecken des Mausoleums markieren. Geschickt hat hier der Architek
t eine Überladung des Mittelbaus vermieden, indem er die chhatris von der Mittelkuppel weggerückt und ihnen dadurch sogar noch mehr Eigenständigkeit verliehen hat. Einen Überblick über die Anordnung der einzelnen Bauelemente gewinnt man nicht im Mausoleum selbst, sondern nur in einiger Entfernung, wie etwa vom Wasserbecken Hauz-i-Kauser aus.
Nehmen Sie sich also Zeit für einen beschaulichen Spaziergang entlang dem Kanal, um das Gesamtbild des Mausoleums mit seinem ehrfurchtgebietenden Eingangstor und seinen blendend weißen Fassaden, die das gleißende Sonnenlicht reflektieren, ganz in sich aufzunehmen. Die Atmosphäre, die vom erhabenen Weiß des Marmorbaus ausgeht, wechselt von Stunde zu Stunde. Die von der grellen Mittagssonne überbetonten Konturen werden weicher, je näher der Abend rückt, und verschwimmen schließlich im Schleier der Dämmerung. Vom Mittelbecken dem Hauptkanal folgend, erreichen Sie eine schmale Treppe, die Sie zu einer Terrasse führt. Halten Sie inne, um jetzt die Nuancen des imposanten Torbaus auf sich wirken zu lassen. Inschriften aus dem Koran, meisterhaft ausgeführt von Hauptportal. Spätestens jetzt sich Ihnen der Reiseführer an die Fersen geheftet haben und sich in einem eifrigen Vortrag über die Geschichte und die Bauweise des Taj Mahal ergehen. Lassen Sie seinen Redefluß noch eine Weile an sich vorbeiziehen, um die prächtige Ornamentik beim ersten Kennenlernen noch in ihrer Gesamtheit auf sich wirken zu lassen.

Nach der Besichtigung des Inneren der Grabkammer empfiehlt sich ein kleiner Rundgang um das Grabmal, um die Aufteilung des Raums, die Anordnung der Formen und die Dekoration an den Außenfassaden im Zusammenhang zu sehen. Der Haupteingang wird von zwei eleganten Pilastern flankiert. Ihre in Schwarz und Gelb gehaltenen Mosaikarbeiten ziehen sich als Zickzackmuster über die Ecksteine nach oben, um sich in Lotusblüten zu öffnen. Dekorative Reinheit und Einheitlichkeit ziehen sich durch den gesamten Grabkomplex und zollen dem guten Geschmack Shahjahans Respekt. Hier bewies der Mogulherrscher eher Liebe zum Detail und maßvolle Zurückhaltung als Verschwendungssucht und übertriebene Prachtentfaltung.

Wie klein und unwichtig einzelne Details auch erscheinen mögen, sie tragen wesentlich zum Gesamteindruck bei und machen den ganz besonderen Charme des Taj Mahal aus.Den Mittelpunkt der Grabanlage bildet der Gla
spalast Aina Mahal, der in einem unterirdischen Gewölbe die sterblichen Überreste von Mumtaz Mahal bewahrt. Dämmerlicht und gedämpftes Gemurmel der Betenden tauchen Aina Mahal in eine feierliche, andachtgebietende Atmosphäre. Der Kenotaph der Maharani wird von Nebenräumen umgeben, die durch mehrere Gänge miteinander verbunden sind. Gebetstexte aus dem Koran, leise intoniert von den Huffaz, die an dieser Pilgerstätte ihren religiösen Pflichten nachkommen, durchziehen die Kammern und Gänge und verfangen sich unter dem 24 Meter hohen, kaum sichtbaren Stalaktitengewölbe, das die Haupthalle überspannt.

Die Mumtaz Mahal und Shahjahan gewidmeten Kenotaphen werden von einer achteckigen Einfassung von unglaublicher Schönheit umgeben. Sie besteht aus feingearbeitetem Marmorgitterwerk, das in mit phantastischen PietraduraIntarsien verzierte Marmorrahmen eingelassen ist. Die Steinmetze des Mogulherrschers benötigten zehn Jahre, um dieses Meisterwerk fertigzustellen. Es ersetzte die ursprüngliche Einfassung aus Gold und wertvollen Edelsteinen, die von den Juwelieren des Mogulherrschers angefertigt wurde. Ohne Zweifel fügt sich das weiße Marmorwerk besser in die schlichte Gesamtkomposition der Grabkammern als der übertriebene Prunk einer überladenen Einfassung aus Gold.

Im Untergeschoß wurden die sterblichen Überreste von Mumtaz Mahal und Shahjahan in zwei nebeneinanderliegenden Grabkammern bestattet. Aurangzeb, ein fanatischer Muslim mit asketischer Lebensweise, gewährte seinem Vater Shahjahan, entsprechend seiner Stellung, immerhin die größere Grabkammer. Die sonst allgegenwärtigen Textstellen aus dem Koran fehlen hier ganz. Die Grabinschrift in der Gruft Shahjahans hält seinen Todestag fest und erinnert an seine Namen und Titel, die er zu seinen Lebzeiten führte. In das Grab der Maharani sind die 99 Namen Allahs eingraviert.

Dekorative Kunst in höchster Vollendung stellen die mit prächtigen Mosa
iken verzierten Gedenksteine dar. Brauner und grauer Achat, roter Jaspis und Karneol, blaugoldener Lapislazuli und grüne Jade sind als Blumenmotive, Arabesken und traditionelle Teppichmuster so fein in den Marmor eingearbeitet, daß sie wie aufgemalt wirken. Während der Führung durch die Grabkammer wird Ihnen eine Mohnblume in der achteckigen Umfassung gezeigt werden, die aus 31 Steinen zusammengesetzt ist. 64 Steine kann man auf der größeren Blume auf der gegenüberliegenden Seite zählen.

Zu Shahjahans und Aurangzebs Zeiten waren die Kammern mit kostbaren Teppichen ausgelegt und mit Kronleuchtern und allerlei Zierwerk ausgestattet. Der französische Arzt Bernier bestätigte: ,,Man kann sich nichts Schöneres und Prächtigeres vorstellen.“

Die atemberaubende Schönheit des Taj Mahal wird durch die Abwesenheit luxuriöser Accessoires nicht geschmälert. Als ob es eine Seele hätte, wechselt es seine Stimmung nach den Launen des Himmels. Bei Vollmond
funkeln Edelsteine in der hellen Nacht. Einen besonderen Glanz verleiht ihnen das blaue Licht des Sharad Purnima, des Wintervollmonds, der Ende Oktober über dem Taj Mahal aufsteigt.

Bei all der Schönheit und Pracht des Taj Mahal darf das tragische Ende seines Schöpfers nicht vergessen werden. Noch vor der Fertigstellung des Ehrendenkmals verließ der Großmogul Agra und zog in die traditionelle Hauptstadt Delhi. 22 Jahre nach der Grundsteinlegung kam hinter dem Baugerüst eines der bedeutendsten architektonischen Meisterwerke dieses Kulturkreises zum Vorschein. Shahjahan sah das Mausoleum zum letzten Mal in einem kleinen, in eine Marmorsäule eingelassenen Spiegel in der Festung von Agra, in der ihn sein eigener Sohn gefangenhielt.

AGRA – STADT DER MOGULN (Tagesexkursion zum Taj Mahal):
Wie Delhi kann Agra seine Stadtgeschichte bis ins Altertum zurückverfolgen. Agra wäre wohl eine kleine, unbedeutende Siedlung an den Ufern des Yamuna geblieben, hätten nicht zwei große muslimische Dynastien sie zur Hauptstadt auserkoren. Im 6. Jahrhundert errichteten die Lodis zwar einige beeindruckende Gebäude in Delhi, ihren Regierungssitz behielten sie aber in der kleinen Festung von Agar – dem Ausgangspunkt der wundersamen Verwandlung der Mongolen, der wilden Reiter, die sogar im Sattel schlafen konnten, in die zivilisierteren Mughulen, die in den Geschichtsbüchern in einem Atemzug mit urbaner Kultur, exquisitem Geschmack und großem Reichtum genannt werden. Damit wären wir auch schon bei den Moguln, der frühen Version unverbesserlicher Glitterromantiker `a la Hollywood.

Es war Baburs Enkel Akbar, der Agra zu seinem politischen und kulturellen Aufstieg verhalf. Zu einer Zeit, in der Europa von Religionskriegen zerrissen wurde, versuchte Akbar, eine Weltreligion zu gründen. Mochte er noch so viele Gelehrte und Genies in Agra versammeln, er war mit dieser Idee seiner Zeit zu weit voraus. Seine Weltreligion blieb ein frommer Wunsch, nicht aber so das Fort von Agra – auf den Grundfesten der alten Lodi-Burg erbaut – und die Palastanlage hoch oben auf dem Berg nahe dem Dorf Sikri.

Akbars Sohn Jahangir und sein Enkel Shah Jahan verhalfen Akbarabad (wie Jahangir Agra nannte) zu einer wirtschaftlichen Blüte, die ihren Ausdruck in der Entstehung zahlreicher mandis (Großhandelsmärkte) und Basar fand. Agra ist bekannt für seine feinen Teppiche, seine Schuhe und seine kunstvollen Drachen. Als Shahjahan die Hauptstadt zurück nach Delhi verlegte, verlor Agra etwas von seinem Glanz. Die Stadt blieb aber wohlhabend genug, um räuberische Jats aus Bharatpur anzuziehen, die im 18. Jahrhundert das Fort plünderten und mit der reichen Beute ihren eigenen Palast in Deeg neu ausstaffierten. Im frühen 19. Jahrhundert, als die Briten kamen, wurde Agra einer der bedeutendsten militärischen Außenposten der Ostindischen Kompanie.

Heute sind Agra und seine historischen Gebäude von der Umweltverschmutzung stark bedroht. Der Schaden, den die wilden
Jatshorden im 18. Jahrhundert in Agra anrichteten, nimmt sich gering aus im Vergleich zu der Katastrophe, die die Ölraffinerie in Mathura nördlich von Agra verursacht. Auch in dieser alten Stadt, die seit Jahrhunderten als Geburtsstätte Krischnas verehrt wird, werden große Anstrengungen unternommen, um den Fluß zu reinigen und die ghats zu reparieren. Jetzt, wo die warnenden Stimmen der Umweltschützer anscheinend doch noch Gehör gefunden haben, besteht Hoffnung für die Erhaltung des reichen kulturellen Erbes der Region.

Auf Wunsch organisieren wir ein Tagestour zum Taj Mahal (Tadsch Mahal) in Agra oder eine Rundreise worin Taj Mahal & Agra dabei sind.

Das kontroverse Taj Mahal (Tagesexkursion nach Agra):
Das Taj Mahal ist das meistfotografierte und meistdiskutierte Gebäude der Geschichte. Dem Archaeological Survey of India zufolge wurde es nicht vom venezianischen Juwelier Geronimo Versoneo entworfen, sondern von Shah Jahans eigenem Architekten Ustad lahori. Es wurde auch nicht auf dem Grundstück einer alten Andachtsstätte errichtet, sondern an der Stelle des Herrenhauses von Raja Man Singh, das seinem Enkel Raja Jai Singh gehörte, Für das Grundstück erhielt der Raja eine Residenz aus den Kronländereien des Mogul-Kaisers. Der für das Taj Mahal verwendete Marmor stammte aus den Marmorsteinbrüchen von Makrana in Rajasthan, einem Gebiet, in dem auch heute noch hervorragender Marmor gewonnen wird.

Das Taj Mahal wurde zum Gedenken an den Tod von Mumtaz erbaut, die bei der Geburt ihres 14. Kindes am 7. Juni 1631 starb. Sie wurde vorübergehend in Burhanpur bestattet. In sechs Monaten brachte Prinz Shuja Nawab Wazir Khan den Leichnam nach Agra. In jenen Tagen waren Reisen eine langwierige Angelegenheit, und der Leichnam erreichte sein Ziel am 29. Dezember 1631. Er wurde wieder unter einer vorläufigen Kuppel begraben, um die das Taj Mahal zu entstehen begann. Der Bau wurde 1642 fertiggestellt, doch es sollte ein weiteres Jahrzehnt dauern, bis alle Arbeiten abgeschlossen waren.

In Übereinstimmung mit der islamischen Tradition verwendete man abstrakte Muster, Blumendekorationen und Kalligraphie bei den in den weißen Marmor eingelegten Halbedelsteinen.

Shan Jahan beabsichtigte, einen Nachbau aus schwarzem Marmor auf der anderen Seite des Flusses zu errichten, wurde jedoch von seinem Sohn eingesperrt. Man bestattete ihn später neben Mumtaz Mahal, da Kaiser Aurangzeb, sein Sohn, nicht riesige Summen für den Bau eines weiteren Taj verwenden wollte.  

 

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