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Agra
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Tajmahal, Agra |
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Während der Herrschaft der Moguln im 16. und 17. Jahrhundert
war Agra die Hauptstadt von Indien. Die prächtigen Bauwerke
dieser Stadt erinnern noch an diese längst vergangene Zeit.
Ganz besonders sind es zwei Bauwerke, die Jahr für Jahr
Besucherströme anlocken. Viele von ihnen kommen allein
ihretwegen nach Indien: das Fort und das Taj Mahal. Mit seinen
überfüllten Straßen, den geschäftstüchtigen Rikschafahren und
der Lage am Yamuna River hat Agra eigentlich viele
Gemeinsamkeiten mit anderen nordindischen Städten. Aber nur,
wenn man all die imponierenden und beeindruckenden Gebäude aus
der Zeit der Moguln übersieht. Agra können Sie bequem von
Delhi aus in einem Tagesausflug besuchen. Im Hinblick auf die
außerordentlich guten Bahnverbindungen ist das kein Problem.
Aber Agra ist viel zu schade, um in nur einem Tag alle
Sehenswürdigkeiten abzuhaken. Und wer gar noch beabsichtigt,
die verlassenen Stadt Fatehpur Sikri zu besuchen, schafft es
ohnehin nicht an einem Tag. Vor allem sollten Sie sich für das
Taj Mahal genügend Zeit nehmen, und zwar für mehrere Besuche,
da das märchenhafte Gebäude zu jeder Tageszeit und unter den
verschiedenen Beleuchtungen stets anders aussieht. Hauptstadt
wurde Agra 1501 unter Sikandar Lodi, fiel dann aber sehr
schnell in die Hände der Moguln. Babur und Humayun ließen
einige der frühen Bauten aus der Zeit der Moguln errichten.
Seine volle Blüte erlebte Agra aber erst unter Akbar; er
regierte von Fatehpur Sikri aus in der Zeit von 1570 bis 1585.
Als er diese Stadt aufgab, ließ er sich in Lahore (heute
Pakistan) nieder, kam aber 1599 nach Agra zurück und blieb
dort bis zu seinem Tod (1605). Jehangirs Leidenschaft für
Kaschmir ließ ihn nicht allzu viel Zeit in Agra verbringen.
Dafür ist der Name Shah Jahan um so enger mit Agra verbunden.
Unter seiner Herrschaft wurden die Jami Masjid erbaut, die
meisten der Palastbauten im Fort und natürlich das Taj Mahal.
Zwischen 1638 und 1650 entstanden unter seiner Führung auch
das Rote Fort und die Jami Masjid in Delhi. Vielleicht hätte
er sogar den Regierungssitz dorthin verlegt, wäre er nicht
1658 durch seinen Sohn Aurangzeb entthront und gefangen
genommen worden. Aurangzeb verlegte die Hauptstadt dann aber
doch.
1761 fiel Agra in die Hände der Jats. Sie gingen wenig
liebevoll mit all den prächtigen Bauten und Denkmälern um und
schreckten noch nicht einmal vor der Plünderung des Taj Mahal
zurück. Danach eroberten die Marathen diese Stadt (1770). Aber
dies war noch längst nicht der letzte Wechsel der Herrschaft
über die Stadt. Agra geriet auch noch in die Hände vieler
fremder Machthaber, bis schließlich 1803 die Briten die Stadt
vereinnahmten. Während des Aufstandes im Jahr 1887 fanden rund
um das Fort erbitterte Kämpfe statt. |
TAJ
MAHAL: Wenn es zutrifft, daß ein einziges Gebäude
das Symbol eines ganzen Landes ist wie beispielsweise der
Eiffelturm für Frankreich dann ist dies für Indien das Taj
Mahal. Das geht sogar soweit, daß das indische
Fremdenverkehramt eine Werbekampagne eigens mit dem Ziel
startete, den Besuchern klar zu machen, daß es außer dem Taj
Mahal noch mehr in Indien zu |
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sehen gibt. Dieses berühmteste
Bauwerk der Mogulzeit ließ Shah Jahan zum Gedenken an
seine geliebte Frau Mumtaz Mahal (Perle des Palastes)
errichten. Immer wieder wird es als das extravaganteste
Gebäude beschrieben. Das je aus Liebe erdacht und erbaut
wurde. Denn Liebe war es, die Shah Jahan dazu bewegte,
seiner Frau ein Denkmal zu errichten. 17 Jahre war er
mit ihr verheiratet, als sie im Jahre 1629 bei der
Geburt des 14. Kindes starb. Mit dem Bau begann man
1632, aber erst 21 Jahre später wurde er vollendet. Die
Arbeiter für dieses Monument kamen aber nicht nur aus
allen Teilen Indiens, sondern auch aus Zentral-Asien.
Mehr als 20.000 Arbeiter waren am Bau beteiligt. Die
Experten holte man sich gar noch von viele weiter her;
zu ihnen gehörten der Franzose Austin aus Bordeaux und
der Italiener Veroneo aus Venedig. Beide halfen bei der
Ausschmückung mit. Der Architekt war Isa Khan, den man
aus Shiraz im Iran herbeigerufen hatte. Ungewöhnlich an
der Entstehungsgeschichte ist ferner, daß es
wahrscheinlich Pläne für den Bau eines zweiten Taj
gegeben hat. ShahJahan soll nämlich beabsichtigt haben,
für sich selbst ein ebenso meisterhaftes Gegenstück in
schwarzem Marmor anfertigen zu lassen, und zwar eine
Nachbildung des strahlend weißen Taj Mahal für seine
über alles geliebte Mumtaz Mahal. Bevor er aber diese
Pläne verwirklichen konnte, wurde er von seinem Sohn
Aurangzeb entthront. Den Rest seines Lebens verbrachte
er im Roten Fort. Allerdings wird neuerdings
angezweifelt, daß das Taj Mahal von Shan Jahan für seine
Lieblingsfrau errichtet wurde. Archäologen behaupten, es
sei bereits im 14. Jahrhundert erbaut und zunächst als
befestigter Palast benutzt worden. Nach ihrer Auffassung
hat Shah Jahan das Gebäude nur umgebaut und verschönert.
Das Taj Mahal steht auf einer erhöhten Marmorplatte, an
deren vier Ecken sich Minarette erhaben. Sie sind reine
Dekoration, denn niemand läßt von diesen Türmen aus
Gebete erschallen. Das Hauptgebäude besitzt vier
kleinere Kuppeln, die die mächtige Hauptkuppel umgeben.
Die Särge von Mumtaz Mahal und Shah Jahan sind in einer
tiefer gelegenen Gruft aufgestellt. Die beiden Särge im
oberen Raum sind Nachbildungen, eine durchaus gängige
Praxis bei indischen Mausoleen. Der Lichteinfall in die
Haupthalle wird durch äußerst fein gefertigte
Gitterwände reguliert. Ein besonderer Spaß aller
Besucher ist die Demonstration des Echos in der großen
Halle. Ein beeindruckendes Erlebnis unter der erhabenen
Kuppel. Irgend jemand findet sich immer, um dies
auszuprobieren.
Obwohl das Taj Mahal aus fast jedem Blickwinkel
bewundernswert ist, so liegt doch die besondere Kunst
dieses Bauwerks im Details. Hier legte man
Halbedelsteine in Marmor ein, durch die die schönsten
Motive geschaffen wurden. Diese besondere Fertigkeit der
Handwerker ging als Pietra dura in die Geschichte ein.
Die Präzision und die Sorgfalt, die bei diesem Bau
angewandt wurden, lassen die Entscheidung schwer fallen,
ob man es besser von weitem oder aus der Nähe
betrachtet. Das Taj Mahal ist aus jedem Blickwinkel ein
einzigartiges Erlebnis. Das Gebäude liegt am Ufer des
Yamuna River, inmitten eines großen Gartens. Betrachtet
man das Taj Mahal von Fluß aus, wird es rechts und links
jeweils von einer Moschee aus rotem Sandstein
eingerahmt. Die Anlage des Taj Mahal betreten Sie durch
ein hohes Tor aus rotem Sandstein, in das Verse aus dem
Koran in arabischer Sprache gehauen sind. Verschiedenen
Wege führen zum Taj, zwischen denen Wassergräben
angelegt sind. Noch viel schöner wäre es, wenn in diesen
Gräben auch wirklich immer Wasser wäre. Dann könnte man
die herrliche Spiegelung dieses prächtigen Baus im
Wasser bewundern. Wie bereits gesagt, ist das Taj Mahal
mehr als nur einen kurzen Besuch wert. Denn es sind ganz
verschiedene Bauwerke, die Sie sich ansehen können, je
nachdem, ob Sie es im verschwommenen Licht der
aufgehenden Sonne oder in der sanften Beleuchtung eines
Sonnenunterganges betrachten. Ganz zu schweigen von dem
nahezu märchenhaften Eindruck, der sich bei Mondschein
ergibt. Daß dies wirklich ein Traum ist, ist so bekannt,
daß immer bei Vollmond ganze Scharen von Besuchern
angereist kommen, um dieses einmalige Schauspiel zu
erleben.Die Anlage ist von Sonnenaufgang bis
Sonnenuntergang geöffnet.
Und zum Schluß noch eine traurige Anmerkung: Wie die
Wissenschaftler befürchten, werden die Errungenschaften
unserer modernen Welt dafür sorgen, daß das, was
Jahrhunderte in strahlendem Glanz erhalten blieb, in
Kürze zerfallen wird. Industrielle Verschmutzung,
insbesondere durch eine nahe Chemiefabrik, könnte
irreparable Schäden anrichten. Dieser Prozeß an dem
Marmor könnte so schnell fortschreiten, daß bereits bis
zum Ende dieses Jahrhunderts alles verloren ist. Nach
all den Plünderungen während der letzten Jahrhunderte
nun auch noch der Schaden durch unsere verschmutzte
Umwelt. 1764 stahl man nämlich die Silbertüren des
Eingangs, und danach fanden irgendwann auch noch die
Goldplatten des Grabgewölbes Abnehmer. |
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Das Rote Fort: Begonnen wurde mit dem Bau
dieses massiven Forts unter der Herrschaft von Akbar im
Jahr 1565. Die Fertigstellung der Anbauten zog sich aber
noch bis zur Regentschaft seines Enkels Shah Jahan hin.
Während unter Akbar das Fort für rein militärische
Zwecke gedacht war, legte Shah Jahan bereits mehr Wert
darauf, es in einen Palast umzuwandeln. Den Besuch des
Forts von Agra darf man unter keinen Umständen
auslassen, denn |
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Agra Fort |
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zu viele Ereignisse, die zum Bau des Taj Mahal führten, hatten
hier ihren Ursprung. Shah Jahan, der Erbauer des Taj Mahal,
wurde in diesem Fort von seinem Sohn gefangengehalten und
starb in einem Zimmer, von wo aus er einen Blick auf sein
Meisterbauwerk hatte.
Viele faszinierende Gebäude innerhalb des Forts kann man
bewundern. Sie sind umgeben von einer 20 m dicken und 2,5 km
langen Mauer, an deren äußerer Seite auch noch ein 10 m
breiter Graben verläuft. Auch das Fort liegt am Ufer des
Yamuna River. Lediglich das Amar Singh Gate im Süden kann als
Eingang benutzt werden. Innerhalb der Mauern kommt man sich
vor wie in einer besonderen Stadt. Die Öffnungszeiten werden
Ihnen von unserem Reiseführer bekannt gegeben. |
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Moti
Masjid im roten Fort: Diese Perlenmoschee im
Fort entstand während der Herrschaft von Shah Jahan in den
Jahren 1646-1653. Sie ist die bedeutendste Moschee der
Welt aus Marmor, und man bescheinigt ihr nahezu perfekte
Proportionen. Eine Inschrift in der Moschee vergleicht sie
mit einer fehlerfreien Perle. Der Innenhof der Moschee ist
umgeben von einem Kreuzgang. In der Mitte ruht ein
Marmorsarkopharg. |
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Agra: Moti
Masjid |
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Diwan-i-Am im roten Fort:
Diese Halle der
öffentlichen Audienzen wurde ebenfalls unter der
Herrschaft von Shah Jahan gebaut. Sie ersetzt einen
früheren Holzbau. Mit dem Bau waren allerdings schon die
Vorfahren von Shah Jahan beschäftigt. Mit Sicherheit geht
aber der Thronsaal mit seinen Intarsienarbeiten in Marmor
auf Shah Jahan zurück. Auf diesem Thron nahm er bei
Audienzen Platz, um seine Ratgeber anzuhören oder
Bittstellern sein Ohr zu leihen. |
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Agra:
Diwan-i-Am |
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Neben dieser Halle liegen die kleine Nagina Masjid
(Juwelenmoschee) so wie der Basar für die Damen am
kaiserlichen Hof. In diesen Basar kamen die Kaufleute, um den
Hofdamen ihre Waren feilzubieten. |
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Diwan-i-Khas im roten Fort:
Auch diese Halle
der Privataudienzen ließ Shah Jahan erbauen (1636-37). In
ihr empfing er Würdenträger und Botschafter fremder
Länder. Die Halle besteht auf drei Räumen, die durch drei
Bogen miteinander verbunden sind. Hier stand der berühmte
Pfauenthron, bevor Aurangzeb ihn nach Delhi transportieren
ließ. Später wurde diese Kostbarkeit geraubt und nach
Teheran gebracht, wo sie heute noch steht. |
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Agra:
Diwan-i-Khas |
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Musamman Burj im roten Fort: Nahe der
Diwan-i-Khas und der kleinen Mina Masjid steht dieser
achteckige Turm. Er wird auch Saman Burj genannt. Gebaut
wurde er von Shah Jahan für seine Lieblingsfrau Mumtaz
Mahal. Es ist ein weiteres Meisterwerk seiner Baukunst. In
dem er 1666 starb. Sieben Jahre saß er im Musamman Burj
gefangen. Leider ist der Turm im Laufe der Jahre sehr
zerfallen. |
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Agra Fort:
Musamman-Burj |
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Der
Palast Jehangirs im roten Fort: Man nimmt an,
daß Akbar diesen Palast für seinen Sohn bauen ließ. Er ist
die größte private Residenz im Fort. Der Palast war das
erste Gebäude innerhalb des Forts, als mehr und mehr Wert
auf private Nutzung des Ursprüngen Felsblock gehauen
worden ist. Wer dies tat und zu welchem Zweck, ist nicht
überliefert. |
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Agra Fort:
Jahangir-palace |
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Das Amar Singh Gate trägt seinen Namen nach dem Maharadscha
von Jodhpur. Er wurde 1644 in der Nähe dieses Tores nach einer
Rauferei in der Diwan-i-Am zusammen mit seinen Gefolgsleuten
ermordet. Damals war diese Form der Justiz an der
Tagesordnung. Es gibt im Fort einen Schacht, in den man die
Menschen, die sich bei den Mogulen unbeliebt gemacht hatten,
einfach hineinstieß. Dieser Schacht führt direkt zum Fluß.
Hilfe oder Rechtfertigung gab es für den Armen dann nicht
mehr. |
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IItmad-ud-Daulah: Auf der anderen Flußseite,
nördlich vom Fort, gibt es viel Sehenswertes. Den Fluß
können Sie über eine schmale zweistöckige Brücke
überqueren, die für Fußgänger, Radfahrer, Rikschas und
Ochsenkarren gedacht ist. Die erste Sehenswürdigkeit ist
das Itmad-ud-Daulah, das Grabmal von Mirza Ghiyas Beg. Die
wunderschöne Tochter dieses Persers heiratete den
Herrscher Jehangir und ging als Nur Jahan (Licht der Welt)
in die Geschichte ein. |
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Agra:
Itmad-Ud-Daulah Tomb |
Ihre Tochter wiederum wurde berühmt als Mumtaz Mahal, die im
Taj Mahal ihre letzte Ruhestätte fand. Dieses Grabmal ließ Nur
Jahan in den Jahren 1622-1628 errichten. Es ähnelt sehr dem
Grabmal, das sie für ihren Mann Jehangir in der Nähe von
Lahore in Pakistan gebaut hat.
Dieses Grabmal gewinnt an Bedeutung, weil es Anlaß für den Bau
den Taj Mahal war, mit dessen Bau nur wenige Jahre später
begonnen wurde. Das Itmad-ud-Daulah war das erste Bauwerk der
Mogulzeit, das völlig aus Marmor geschaffen wurde, dem
Material des Taj Mahal. Das Mausoleum ist verglichen mit dem
Taj Mahal, klein und niedrig. Durch seine kleineren
Dimensionen wirkt es aber auch ein wenig anheimelnder,
menschlicher und damit attraktiver. Eine reine Augenweide sind
die feinen Motive auf dem Grabmal selbst. Auch dieser Bau
besitzt filigrane Gitterfenster aus Marmor, die das Licht
dosiert in das Innere einwirken lassen. Das Itmad-ud-Dau-lah
ist allemal einen Besuch wert. |
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China-ka-Rauza: Das chinesische Grab liegt 1 km
nördlich des Itmad-ud-Daulah. Dieses gedrungene
quadratische Grabmal, das mit einer einzigen riesigen
Kuppel überdacht ist, ließ sich Afzal Khan bereits zu
seinen Lebzeiten bauen. Er starb 1639 in Lahore. Unter
Shah Jahan bekleidete er den Posten eines hohen Beamten
und ließ dieses Bauwerk außen mit emaillierten Fliesen
verkleiden, wie überhaupt alles |
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Agra:
Chini-Ka-Rauza |
einen sehr starken persischen Einfluß ziegt; eine Reminiszenz
des Bauherrn an sein Heimatland. Viel von dem alten Glanz ist
leider nicht mehr zu sehen. Das Gebäude macht einen stark
verwahrlosten Eindruck. Nur die noch vorhandenen Fliesen
erinnern an die frühere Pracht. |
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Jami
Masjid: Wenn Sie vom Delhi Gate des Forts aus
die Bahnlinie überqueren, dann erreichen Sie die von Shah
Jahan im Jahr 1648 erbaute Jami Masjid. Eine Inschrift
über dem Haupteingang der Moschee besagt, daß sie im Namen
von Jahanara erbaut wurde. Sie war die Tochter des Shah
Jahan und ließ sich zusammen mit ihrem Vater von Aurangzeb
gefangennehmen. Trotz ihrer beachtlichen Ausmaße ist die
Moschee längst nicht so beeindruckend wie die ebenfalls
von Shah Jahan erbaute Jami Masjid in Delhi. |
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Agra: Jami
Masjid |
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Sikandra
- Akbars Mausoleum: In Sikandra, 10 km nördlich
von Agra, steht das Mausoleum von Akbar. Sein Grab liegt
mitten in einem großen Garten. Vier identische rote
Sandstein-Tore führen zum Grabkomplex. Akbar hat den Bau
seines Mausoleums noch selbst begonnen. Die Fertigstellung
lag dann in den Händen seines Sohnes Jehangir (1613). In
dem Bau wurden hinduistische und moslemische
Architekturstile vereint. |
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Sikandra:
Akbars Tomb |
Als Material diente roter Sandstein mit polygonalen Mustern als Intarsien.
An jeder Ecke des Grabmals stehen dreistöckige Minarette. Wie
auch beim Grabmal des Humayun in Delhi ist es äußerst
interessant, an diesem Bau die Entwicklung der Baustile zu
beobachten, die später ihre Krönung im Taj Mahal fanden.
Der Ort Sikandra wurde benannt nach Sultan Sikandar Lodi, dem
Herrscher von Delhi (1488-1517). Er leitete unmittelbar die
Mogulherrschaft auf dem Subkontinent ein. Der Baradi-Palast im
Garten des Mausoleums wurde von Sikandar Lodi erbaut. Auf der
gegenüberliegenden Straßen seite steht das Delhi Gate.
Zwischen Sikandra und Agra kann man sich einige weitere
Grabmäler und zwei Meilensteine (Kos minars) ansehen. |
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Weitere Sehenswürdigkeiten:
Ein besonderes Erlebnis ist sicherlich auch der Besuch des
Kinari Bazaar (alter Markt). Nehmen Sie sich ein wenig Zeit
für einen Bummel. Der Markt liegt im alten Stadtteil von Agra,
unweit des Forts. Die engen Straßen des Basars beginnen
bereits bei der Jami Masjid.
Ram Bagh: Dies ist der
erste Mogulgarten. Er wurde von Babur, dem ersten Mogul,
angelegt. Man sagt, daß er in diesem Garten vorübergehend auch
beerdigt war, bevor er seine letzte Ruhe in Kabul in
Afghanistan fand. Ram Bagh liegt 2,5 km nördlich des
China-ka-Rauza am Flußufer und ist von Sonnenaufgang bis
Sonnenuntergang geöffnet. Der Eintritt ist frei. Der Garten
ist jedoch ziemlich zugewachsen und macht einen ungepflegten
Eindruck.
Tempel von Dayal Bagh:
Derzeit wird in Dayal Bagh, 10 km nördlich von Agra, der weiße
Marmortempel der Radah Soami Hindu-Sekte gebaut. Dies
ermöglicht es Ihnen, einmal selbst zu beobachten, wie die
kostbare Pietra-dura-Arbeit vorgenommen wird, wie in Marmor
Einlegearbeiten entstehen. Dayal Bagh erreichen Sie mit einem
Bus oder Fahrrad. |
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